Fußball-Rheinlandpokal 2022/2023 - Erste Runde

Ein neues Gefühl nach drei Jahren

SG 99 Andernach setzte sich beim SV Untermosel Kobern-Gondorf verdient mit 2:0 (1:0) durch

Ein neues Gefühl nach drei Jahren

Allein gegen alle: Tim Hoffmann (helles Trikot) nimmt es beim Kopfball fast gegen die gesamte Abwehr des SV Untermosel auf. Rechts schaut sein Mannschaftskollege Tom Tiede zu. Foto: SK

08.08.2022 - 08:49

Kobern-Gondorf. Nach fast exakt drei Jahren hat Fußball-Rheinlandligist SG 99 Andernach wieder mal ein Spiel im Rheinlandpokal gewonnen. Seinerzeit gab es am Mittwoch, 7. August 2019, im Rahmen der ersten Runde einen 12:11 (1:1, 1:1, 1:0)-Erfolg nach Elfmeterschießen bei Ata Sport Urmitz, dem sich in der zweiten Runde ein 0:2 (0:0)-Verlust beim SV Vesalia Oberwesel anschloss. Es folgten zwei Niederlagen beim allerdings ambitionierten TuS Immendorf (Bezirksliga Mitte): 2020/2021 hieß es 1:2 (1:1), 2021/2022 dann 0:2 (0:0). Am vergangenen Freitag, 5. August 2022, war es dann endlich so weit: Durch ein verdientes 2:0 (1:0) beim SV Untermosel Kobern-Gondorf (Kreisliga A Koblenz) zogen die Bäckerjungen in die zweite Runde des Rheinlandpokals 2022/2023 ein.

„Für uns war es die erwartet schwierige Partie, ein typischer Pokalkampf halt. Vor allem bei Ballbesitz hat mir unser Spiel in der ersten Hälfte nicht gefallen“, räumte ein dennoch erleichterter SG-Trainer Kim Kossmann nach den 90 Minuten vor 70 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Kobern-Gondorf ein. „Wir wussten, dass wir nahezu 100 Prozent bringen mussten, um bei diesem starken Gegner zu bestehen. Das haben wir im zweiten Abschnitt beherzigt und das Ding relativ souverän heruntergespielt. Wir haben kaum noch etwas zugelassen, es hat aber etwas gedauert.“ Nach 13 Minuten hätte Amir Rastelica die Gastgeber sogar in Führung bringen können, doch sein Heber landete in den Armen von SG-Schlussmann Jannis Koch. Auf der Gegenseite rettete Torhüter Christoph Zelter per Fußabwehr gegen Alexander Unruh (20.).

Daniel Kossmann war es schließlich, der mit seinem Treffer zum 0:1 die Tür für den späteren Erfolg öffnete. Sven Schiffers hatte ihn mit einem langen Ball bedient, der Linksfuß traf aus zwölf Metern genau in den Winkel (31.). Nur eine Minute später stand der SG 99 innerhalb von Sekundenbruchteilen zweimal das Glück zur Seite: Nach einem tollen Sololauf scheiterte der pfeilschnelle Steffen Dötsch am linken Pfosten, den Abpraller jagte Rastelica an die Latte. Kurz vor der Pause hatte wiederum Daniel Kossmann nach einem weiten Abschlag von Torwart Koch die Entscheidung bereits auf dem Fuß, doch er wurde im letzten Moment von der vielbeinigen Abwehr des SV Untermosel abgeblockt (40.). Für die zeigte sich nach Wiederanpfiff schließlich der neun Minuten zuvor eingewechselte Louis Hild verantwortlich: Nach einer Verlagerung von Innenverteidiger Philipp Schmitz auf die rechte Seite ließ Jörn Heider das Spielgerät mustergültig durch. Hannes Lutz flankte anschließend punktgenau auf Hild, der mit seinem Kopfball aus dem Zentrum das 0:2 erzielte und dem SV Untermosel endgültig den Stecker zog. „Unter dem Strich war es sicherlich ein gerechtes Ergebnis“, betonte SG-Übungsleiter Kim Kossmann. „Mir wäre es allerdings lieber gewesen, wenn wir den zweiten Treffer früher nachgelegt hätten.“

Zum Auftakt der Meisterschaft müssen die Andernacher allerdings noch eine Schippe drauflegen, am ersten Spieltag der Saison geht es am kommenden Wochenende zum Oberliga-Absteiger TSV Emmelshausen. Die Partie wird am Samstag, 13. August, um 17.30 Uhr auf dem dortigen Kunstrasenplatz angepfiffen. Oliver Kubatta, Philip Oster (beide Zerrung), Ole Conrad, Neuzugang Besnik Alijaj (beide in Urlaub), Filip Reintges (gesperrt), Hakan Külahcioglu (Trainingsrückstand) und Mtanyous Salloum (muskuläre Probleme), die in Kobern-Gondorf allesamt fehlten, könnten auf dem Hunsrück wieder zum Kader gehören und eine Alternative darstellen. Am Sonntag, 21. August, 14 Uhr, steht das erste Heimspiel auf dem Programm: Gegner ist die FSG Ehrang, Aufsteiger aus der Bezirksliga West.

SV Untermosel: Christoph Zelter, Florian Jonach (41. Luca Brücken), Tom Perscheid, Christopher Otto, Jannis Schneider, Felix Frieb-Preis (81. René Neisius), Luca Scherr, Carsten Dötsch, Steffen Dötsch (90. Philipp Beeck), Amir Rastelica (68. David Höfer), Marcel Naunheim.

SG 99 Andernach: Jannis Koch, Jörn Heider, Philipp Schmitz, Tim Hoffmann, Sven Schiffers (60. Louis Hild), Daniel Neunheuser (74. Burim Zeneli), Alexander Unruh, Hannes Lutz (74. Noah Wilbert), Fabian Weber (83. Gian Luca Dolon), Daniel Kossmann, Tom Tiede (68. Maicol Oligschläger).

Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück).

Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Daniel Kossmann (31.), 0:2 Louis Hild (69.).

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