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Franzen-Cup entscheidet sich im Elfmetermarathon

Mülheim-Kärlich triumphiert in Kottenheim

23.07.2018 - 09:47

Kottenheim. Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld hatte die TuS Fortuna Kottenheim zum diesjährigen Franzen-Cup geladen und alles, was in der Region Rang und Namen hat, folgte der Einladung gerne. Die illustre Besetzung machte deutlich, dass der Franzen-Cup mittlerweile zu den wichtigsten Fußballterminen in der Vorbereitungsphase gehört.

Vier Tage lang drehte sich im Kottenheimer Waldstadion alles um König Fußball und dabei gab es nicht nur spannende Lokalderbys, sondern auch Tore satt.

Die Vorrunde wurde in drei Dreiergruppen ausgespielt, wobei jede Partie auf 45 Minuten angesetzt war. Die jeweiligen Gruppensieger und der beste Zweitplatzierte qualifizierten sich für die Finalrunde am abschließenden Samstag.

Bevor die SG Mülheim-Kärlich am Ende den Siegerpokal in Empfang nehmen durfte, fielen 34 Tore in insgesamt 13 Partien, wobei das Finale zwischen der SG Mülheim-Kärlich und der SG Mendig/Bell erst nach einem wahren Elfmetermarathon entschieden wurde. Zwanzig Elfmeter waren im Elfmeterschießen notwendig, um den Sieger zu küren.


Gruppe A


SG Eich – SV Oberzissen 1:3

Der A-Ligist aus Oberzissen hielt sich gegen den Aufsteiger in das Kreisligaoberhaus mit 3:1 schadlos und wahrte damit auch die Chance auf den Gruppensieg. Fuhrmann konnte für die SG noch auf den Führungstreffer von Bayermann antworten, ehe Eric Naumann und John-Marc Schneider die Weichen auf Sieg für Oberzissen stellten.

SG Mendig – SG Eich 5:0

Der Favorit aus der Bierstadt zeigte von Anfang an deutlich, wer Chef im Ring ist und unterstrich seine Ambitionen für das diesjährige Turnier. Eine Woche vor dem Saisonstart zeigte sich das Team von Cornel Hirt in Torlaune. Mit Strahl, Berg, Bohm, J. Akwapay und Wedemeyer konnten sich gleich fünf verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen.

SG Mendig – SV Oberzissen 2:0

Zwar dominierte der Rheinlandligist das Geschehen, kam aber nur selten zu zwingenden Tormöglichkeiten. Eine davon nutzte Kodai Stalph, der eine Freistoßhereingabe von John Rausch zum 1:0 verwandelte. Es dauerte bis zur 43. Minute, ehe Florian Schlich mit einem Elfmeter den Sack endgültig zumachen konnte.


Gruppe B


Fortuna Kottenheim – SG Kempenich 2:1

Das war knapp für die gastgebende Fortuna aus Kottenheim. Nachdem der Bezirksligaaufsteiger gleich zweimal am großartigen Kempenicher Schlussmann gescheitert war, ging der Außenseiter durch Patrick Melcher sogar in Führung (25.). Fünf Minuten später stellte Max Franzen den Ausgleich her. Als Johannes Stenz zwei Minuten vor dem Abpfiff die große Gelegenheit zur Kottenheimer Führung verpasste, hatten sich alle auf eine Punkteteilung eingestellt, ehe erneut Franzen quasi mit dem Abpfiff per Elfmeter den Sieg doch noch sicherstellen konnte.

SG Mülheim-Kärlich – SG Kempenich 8:0

Der Rheinlandligist spielte sich bei seinem ersten Auftritt in einen Rausch gegen eine SG Kempenich, die auch dem hohen Aufwand aus dem Spiel gegen Kottenheim Tribut zollen musste. Jan Heinrich (2), Daniel Aretz (4), Majdi Mahmut und PhilipHürter sorgten für die Treffer in einer einseitigen Partie.

SG Mühlheim-Kärlich – Fortuna Kottenheim 1:0

Mit dem Ergebnis konnten die Gastgeber gegen den klassenhöheren Gegner sicher leben. Ein überragender Basti Müller im Tor der Fortunen hielt seine Mannschaft gegen eine spielerisch überlegenen Gegner im Spiel, nachdem Daniel Aretz die SG bereits in der dritten Minute in Führung gebracht hatte. Kottenheim drängte in den letzten zwanzig Minuten auf den Ausgleich, den Phillip Franzen kurz vor dem Ende auf dem Fuß hatte.


Gruppe C:


Rheinland Mayen – SG Andernach 0:0

Eine herbe Enttäuschung erlebten die Vorjahressieger aus Andernach gegen den Underdog aus Mayen. Der SV Rheinland Mayen holte als A-Ligist einen überraschenden Punkt gegen die Bäckerjungen, die immerhin in einer Woche bereits zwei Klassen höher auf Punktejagd gehen werden. In einem ausgeglichenen Spiel rettete Torwart Linde mit mehreren Glanzparaden den Punkt für den A-Ligisten.

TuS Mayen – SG Andernach 2:1

Ein Duell auf Augenhöhe lieferten sich die ewigen Kontrahenten aus dem Kreis Rhein-Ahr. Andernach musste nach dem Unentschieden gegen Rheinland Mayen unbedingt gewinnen, um noch das Halbfinale zu buchen. Zunächst schien der Plan aufzugehen, den die SG Andernach ging mit 1:0 in Führung (7.) Zwei starke Mannschaften neutralisierten sich danach lange im Mittelfeld, ehe der TuS Mayen durch einen Doppelschlag von Tim Schneider (22.) und Niklas Weis (25.) die Partie drehte und aufgrund der stärkeren Offensivleistung auch verdient gewann.

TuS Mayen – SV Rheinland Mayen 1:0

Das ewige Stadtderby als Finale um den Gruppensieg hatte wohl niemand erwartet. Mit Mickel Kohlhaas stellte ausgerechnet der Spieler, der vor der Saison vom SV Rheinland kam, die Weichen auf einen Sieg für den TuS Mayen. Ein überragender Distanzschuss schlug nach zwölf Minuten unhaltbar im Tor der tapferen Rheinländer ein. Mit seinem Elfmeter zwei Minuten vor dem Ende machte Marcel Löhr dann alles klar.


Finaltag


Eigentlich hatte sich der SV Oberzissen als bester Zweitplatzierter für die Halbfinalspiele qualifiziert, aber wohl selbst nicht mit diesem Ergebnis gerechnet. Erst vor einigen Wochen als Teilnehmer in Kottenheim eingesprungen, hatte man im Vorfeld für den Samstag bereits eine Zusage für ein Turnier in Gönnersdorf gegeben. So rückten die Kottenheimer Gastgeber ins Halbfinale nach.

Fortuna Kottenheim – SG Mülheim-Kärlich 0:0/ 2:4 nach Elfmeterschießen

Mit einer großartigen Defensivleistung zwang die klassentiefere Fortuna den Favoriten bis ins Elfmeterschießen. Die SG Mülheim-Kärlich agierte überlegen, jedoch ohne die ganz zwingenden Möglichkeiten zu kreieren. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich eine reine Abwehrschlacht im und um den Kottenheimer Strafraum. Die beste Möglichkeit für den Siegtreffer verpasste Henrich per Kopf. Der gleiche Spieler war es dann, der im Elfmeterschießen den entscheidenden Strafstoß verwandelte, nachdem Torwart Lauer zwei Kottenheimer Versuche parieren konnte.

SG Mendig - TuS Mayen 1:0

Eine Woche vor dem Saisonstart, der beide Mannschaften in Mayen zusammenführen wird, präsentierten sich die Teams läuferisch stark, ohne mit letzter Konsequenz zu spielen. Mayen machte zunächst den besseren Eindruck und hatte durch Lukas Mey auch die Möglichkeiten in Führung zu gehen. Mit zunehmender Spieldauer kam Mendig besser ins Spiel und brachte die Mayener Defensive in Verlegenheit. Moritz Pies und Lars Bohm vergaben dabei die Führungstreffer, ehe Marcel Berg eine Minute vor dem Spielende den Siegtreffer markierte.


Spiel um Platz 3


Fortuna Kottenheim – TuS Mayen 0:0/5:4 nach Elfmeterschießen

Nur selten war der TuS Mayen zielstrebig genug, um die Kottenheimer Defensive ins Wanken zu bringen. Zweimal war es Eike Mund, der den entscheidenden Treffer hätte erzielen können. Vier Minuten vor dem Ende hatten die Mayener Anhänger den Torschrei auf den Lippen, als Mund aus zehn Metern abzog, in Müller jedoch seinen Meister fand. Im Elfmeterschießen trafen alle fünf Kottenheimer, während auf Mayener Seite Tim Krechel das Tor verfehlte.


Finale


SG Mendig/Bell – SG Mülheim-Kärlich 2:2/8:9 im Elfmeterschießen

Was für eine Dramatik im Finale. Erst der zwanzigste(!) Elfmeter brachte die Entscheidung zu Gunsten der SG Mülheim-Kärlich. Im Duell der Torhüter parierte Jonas Lauer den Strafstoß von Niklas Nett, nachdem er zuvor selbst vom Punkt erfolgreich gewesen war.

Dabei schien das Finale beim Seitenwechsel schon entschieden, denn Mülheim-Kärlich führte durch zwei Tore von Aretz bereits mit 2:0 und hatte weitere gute Möglichkeiten vergeben. Nach dem Seitenwechsel raffte sich die SG Mendig/Bell noch einmal auf und kam durch Björn Gilles schnell zum Ausgleich. In der Nachspielzeit rammte dann Lars Bohm eine sensationelle Flanke von Moritz Pies noch per Kopf zum Ausgleich in die Maschen. Und dann folgte der Elfmetermarathon. BLA

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Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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