Lokalsport | 21.07.2017

Karl Günter „Piet“ Peters von der PJG Traditionsmannschaft stellte sich Herausforderung

„You´ll never walk alone“

Karl Günter „Piet“ Peters bei Kilometer 56 in der Nähe von Bad Bodendorf.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. 100 Kilometer Powerwalking im vorgegebenen Zeitlimit von 24 Stunden schienen machbar. Nachdem Karl Günter „Piet“ Peters (61, aus Bad Neuenahr), Spieler der Fußball Traditionsmannschaft des PJG Ahrweiler von seinem Sportfreund Norbert J. Becker von dem erstmalig ausgetragenen Event Rhein-Ahr-Marsch, Motto „Beat yourself“, erfahren hatte, war der Entschluss schnell gefasst, diese Herausforderung anzunehmen. Rund um die Uhr, nonstop sportlich aktiv zu sein, hatte er schon in etlichen 24h Rad- und MTB Solo-Rennen geschafft. Nun sollte das auch auf Füßen gelingen. Nach vielen zeitintensiven Trainingseinheiten war es am 7. Juli endlich soweit. Abends um 20 Uhr in Rheinbach warteten circa 400 Sportwanderer voller Adrenalin gespannt auf den Startschuss. Karl Günter „Piet“ Peters war körperlich und konditionell gut vorbereitet. Was noch fehlte, war die „moralische Unterstützung“ auf dieser mörderischen Distanz.

So erstellte das PJG-Team spontan eine WhatsApp Gruppe, in die sich die PJG Fußballer und weitere seiner Sportfreunde eintrugen. Norbert J. Becker war es auch, der den Walker Novizen „Piet“ von nun an ununterbrochen 24 Stunden live betreute, an allen elf Verpflegungspunkten mit Rat und Tat zur Seite stand, Fotos schoss, die mitfiebernde WhatsApp Gruppe permanent mit Informationen vom Stand der 100 Kilometer Tour versorgte und alle eingehenden aufmunternden Nachrichten an Karl Günter „Piet“ Peters überbrachte. Das war Doping pur für die Seele.

So waren die ersten 70 Kilometer vom Start in Rheinbach (Freitag 20 Uhr), durch den Kottenforst, zum Venusberg, durch die City von Bonn, dann am Rheinufer vorbei nach Remagen und entlang der Ahr bis Walporzheim nahezu flach und gut zu meistern.

Für die finalen 30 Kilometer ging der Spaß dann richtig los. Am heißen Samstagmorgen bei knalligen 30 Grad und Sonne im Nacken führte der Marsch erst leicht bergauf rechts der Ahr nach Dernau und über den langen Aufstieg zur Saffenburg nach Mayschoss. Um 12 Uhr Mittags, also „high noon“, war er nun schon fast 16 Stunden im 5.5 Km/h (Nettozeit ohne Verpflegungspausen) Schnitt auf den Beinen. Jetzt wartete die schwierigste Etappe auf ihn. 200 Höhenmeter auf den 4.5 Kilometern zur „Bergwertung“ auf der Kalenborner Höhe, dem „Dach der Tour“. Für diesen steilen Anstieg tat eine weitere Anfeuerung durch die Gruppe richtig gut und die englische Fußball Kult Hymne „You´ ll never walk alone“ passte wohl selten besser als jetzt und hier.

Ab dem Kalenborner Plateau war die Strecke wieder überwiegend flach, es waren aber immer noch knapp 20 Kilometer in circa vierStunden bei brütender Hitze zu marschieren. Doch dann war es endlich soweit. Mit leichten Blessuren, Blasen an beiden Fersen, und Oberschenkeln aus „Beton“ überquerte Karl Günter „Piet“ Peters ganz schön geschunden, jedoch glücklich, nach 21:52 Stunden die Ziellinie im Stadion von Rheinbach. Auch Betreuer Norbert J. Becker konnte mit seiner Leistung als „24-Stunden-Betreuer“ sehr zufrieden sein. Letztendlich erreichten nur circa 55 Prozent der tags zuvor gestarteten 100 Kilometer-Sportwanderer das Ziel beim vom Veranstalter Good Walking Club e.V. bestens organisierten 1. Rhein-Ahr-Marsch.

Karl Günter „Piet“ Peters bei Kilometer 56 in der Nähe von Bad Bodendorf.

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