Jürgen Nett zum Vorsitzenden der MY-Gemeinschaft gewählt

Schon viele neue Ideen zum Nutzen der Stadt Mayen

13.09.2021 - 09:56

Mayen. Hätte es Corona nicht gegeben, wäre die Mitgliederversammlung der MY-Gemeinschaft mit den anstehenden Wahlen zum Vorstand turnusmäßig bereits 2020 durchgeführt worden. So aber hatte die Bekämpfungsverordnung den Vereinen – auch die MY-Gemeinschaft ist dem Recht nach ein e.V. - ein Hinausschieben der satzungsmäßigen Zeiträume erlaubt. Der Geschäftsbericht des Vorstandes sowie der Kassenbericht umfassten daher diesmal einen Zeitraum von drei Jahren.


Den Überblick über die Aktivitäten der Gemeinschaft startete der stv. Vorsitzende Dr. Schlags gleich nach der Begrüßung der Versammlung mit der Erinnerung an den Weihnachtsmarkt 2019. Das war die letzte noch mit vollem Besucherstrom durchgeführte Veranstaltung vor der Pandemie. 2020 als Weihnachtszauber gestartet, musste der Markt sogar noch vorzeitig beendet werden. Lediglich der Losverkauf bewegte sich weitgehend im jahrelang bekannten Rahmen. Gut angekommen sei das im Oktober auf dem Marktplatz aufgestellte Riesenrad und soll daher in diesem Jahr wiederholt werden. Bei möglichst vielen Events des vergangenen Jahres sei der Fokus gelegt worden auf „Mayen blüht auf“. Besonders die vom gleichnamigen gebildeten Arbeitskreis auf dem Oktagon initiierten musikalischen Beiträge halfen der Gastronomie, wieder auf die Beine zu kommen. Aber auch die 1. Mayener Servicewoche sowie Mayen liefert und der Start in den Frühling waren weitere Stichpunkte. Sehr gut angekommen sind die nicht nur an die Mitglieder der Gemeinschaft sondern den erweiterten Rahmen der Business-Lounge versandten regelmäßigen Informationen rund um die Corona-Pandemie. Besonders intensiv habe man gearbeitet an drei Förderanträgen, die mit Unterstützung der Verwaltung und des Stadtrates an die Landesregierung gestellt wurden. Dabei ging es um Ideen und Aufgaben eines Masterplans „Unser roter Faden“, die Förderung von Innenstädten auch kleinerer Städte und den Wunsch, Modellkommune zu werden bei der Umsetzung eines kürzlich geänderten Gesetzes. Für zwei angedachte BID`s oder LEAP`s in der Mayener Innenstadt sind dabei schon umfangreiche Vorarbeiten geleistet worden. Im Hinblick auf angedachte neue Events lobte Dr. Schlags abschließend die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und nannte dabei explizit Herrn Jan Kröll vom Ordnungsamt und Wirtschaftsförderin Christina Wolff.

Schatzmeister Hans-Paul Hiebel erstattete seinen letzten Kassenbericht, der von Jan Valentin und Uwe Hoffmann zuvor und wie gewohnt ohne Beanstandungen geprüften Kasse. Die Entlastung von Kassenführer und Vorstand war nach Verlesen des Prüfungsberichts durch den zwischenzeitlich gewählten Versammlungsleiter Andreas J. Tryba nur noch ein formell nötiger Selbstläufer und erfolgte einstimmig.


Ehrungen


Es war vor den Neuwahlen zum Vorstand der von Dr. Schlags gut gewählte Zeitpunkt, dem sich nicht zur Wiederwahl stellenden Schatzmeister zu danken. Hans-Paul Hiebel wurde schon kurze Zeit nach der Gründung der MY-Gemeinschaft im Jahr 1969 in den Vorstand berufen, in dem er viele Jahrzehnte die Kasse führte. Außerhalb des Protokolls verriet Herr Schlags dabei, er habe sich in seinen führenden Positionen für die Gemeinschaft niemals in das Online-Banking eingeloggt, sondern die Kassenlage stets am Gesicht des Schatzmeisters direkt abgelesen. Davor haben alle immer großer Respekt gehabt, wegen seiner ihm eigenen Art eines ehrbaren hanseatischen Kaufmanns, dem immer auch langfristiges Denken anhaftet. Stirnrunzeln habe Hans-Paul Hiebel lediglich bei dem finanziell aufwendigen Projekt Weihnachtsmarkt gezeigt und das sei bis heute geblieben. Als Ehrenvorstandsmitglied und Ehrenschatzmeister wurde Hans-Paul Hiebel aus dem Vorstand verabschiedet und erhielt außer einer Urkunde auch ein Bierpräsent. Der scheidende Schatzmeister soll nämlich einem Feierabendbier näher stehen als einem Glas Wein.

Weil ihn mit Rolf Schneider eine inzwischen langjährige Freundschaft verbindet, wurde der von Jürgen Nett aus seiner gut 25-jährigen aktiven Zeit im Vorstand verabschiedet. Herr Nett „bezichtigte“ seinen Freund, dafür verantwortlich zu sein, dass er heute hier stünde. Im weiteren Verlauf seiner Worte ging Nett auch auf die vielen Jahre von Rolf Schneider im Vorstand der Brückengemeinschaft ein und die dadurch gegebene gute Verzahnung mit der MY-Gemeinschaft. Als einzigen großen Fehler seines Freundes bezeichnete Jürgen Nett die Eigenschaft nur sehr selten „Nein“ sagen zu können. Rolf Schneider bedankte sich für das ebenfalls überreichte Bierpräsent. Weil „seine“ Brückengemeinschaft gerade erst neulich „nochmal die Kurve gekriegt hat“ könne er jetzt zufrieden abtreten.


Neuwahl des Vorstands


Wie in einem professionell geführten Verein wie der MY-Gemeinschaft nicht anders zu erwarten, waren die Wahlen sehr gut vorbereitet und bereiteten Versammlungsleiter Andreas J. Tryba keinerlei Schwierigkeiten oder gar Verhandlungsgeschick. Sowohl Jürgen Nett als Vorsitzender, Dr. Wolfgang Schlags als stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeister Dieter Klein und Schriftführer Erich Leicht wurden jeweils einzeln und einstimmig gewählt bei eigener Enthaltung. Einen En-bloc-Vorschlag und anschließend eine En-bloc-Abstimmung gab es bei den Beisitzern. Gewählt wurden mit einzelnen Enthaltungen: Marion Beyl, Guido Braun-Ragusa, Martin Conrad, Susanne Faßbender, Andreas Persie, Marco Pung, Markus Schmitt, Karin Welsch und Christina Wolff. Wiedergewählt wurden die beiden Kassenprüfer Jan Valentin und Uwe Hoffmann.

Jürgen Nett bedankte sich abschließend bei der Versammlung für das in ihn gesetzte Vertrauen, wünschte sich eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Nutzen der Stadt Mayen und konnte auch gleich die Werbung eines neuen Mitglieds verkünden. Ein Kapitän ist nichts ohne seine Ruderer reichte der neue Vorsitzende seinem Vorstand bildlich gesprochen die Hand. Der Versammlung versicherte Herr Nett viele neue, teilweise schon weit gediehene Ideen, die kurz vor der Verkündung stünden. Was man schon sicher an Neuem von der MY-Gemeinschaft erwarten darf, wird in der Weihnachtszeit offenbar: Eine neue Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt wird die in die Jahre gekommenen Straßengirlanden ersetzen. Nur soviel sei dazu schon verraten, es werden viele neue Sterne in Mayen aufgehen. WE

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Kommentare
Frank Pilz:
Tolle Gemeinschaft von euch Lehrer und Schüler! bitte lasst Euch nicht entmutigen....
Gabriele Friedrich:
@Frau Wolf, Sie können hier über den Verlauf "Brandschutz" lesen. ( Google ) nonnenwerth-hintergrundinformationen" Aktuelles gibt es auch auf der Website der Schule. Ich weiß nicht, wer sich alles für die Insel interessierte. Mir liegt diese Insel sehr am Herzen und ich kann es nicht leiden, das...
Gabriele Friedrich:
@Frau Kämmerich/ [ Zitat ] 4 von den 7 Beiträgen sind von Ihnen Honi soit qui mal y pense [ Zitat Ende ] Nun sind es 5 Beiträge.*** Beiträge sind dazu da, das man darauf anworten kann. Wenn Sie natürlich keine Argumente haben und einfach irgendetwas behaupten, dann sind Ihre Beiträge nur dazu da,...
K. Schmidt:
Zum Glück baut der Franzose seine Atomenergieproduktion noch weiter aus. Das der doofe Deutsche seine Energiewende gemäß dem alten Motto "Strom kommt aus der Steckdose" nur auf der Verbraucherseite nach oben schrauben will, jeder neuen Energieproduktion aber Steine in den Weg legt wo es nur geht, könnte...
Gabriele Friedrich:
@S. Schmidt/ Der langjährige AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen kehrt der Partei den Rücken. Er werde sein Amt niederlegen und die AfD verlassen, bestätigte Meuthen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zuvor hatten WDR, NDR und das ARD-Hauptstadtstudio berichtet. Meuthen sprach gegenüber...
S. Schmidt:
Und der Bundesgesundheitsminister, Hr. Lauterbach (SPD), macht dass, was der AfD weithin unterstellt wird, er äußert sich, auf Nachfrage einer Journalistin, in der Bundespressekonferenz wie folgt: Rechte von Genesenen spielen „gar keine Rolle“! Dieser freiheitsfeindliche, undemokratische, ausgrenzende...
Egon aus dem schönen Andernach:
@Gabriele Friedrich vom 26.01.22 Danke Frau Gabriele Friedrich. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich beobachte das „Treiben“ der AFD leider schon länger. Leider, sehr leider, ist es auch in unseren schönen bunten Stadt in Andernach angekommen. Da kann ich nicht ruhig sein und muss mich, wie Sie auch,...
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