Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler

Das Blandine-Merten-Haus bleibt ein Teil der Rosenkranzgemeinde

Das Blandine-Merten-Haus
bleibt ein Teil der Rosenkranzgemeinde

Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat hatten eingeladen, um den Mitarbeitern im Haus zu danken und auch die bewährte Zusammenarbeit der vergangenen Jahrzehnte zu verdeutlichen.Foto: privat

29.01.2018 - 17:06

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kirchengemeinde St. Marien und St. Willibrord in Bad Neuenahr hat zum Jahreswechsel die Betriebsträgerschaft der Kindertagesstätte Blandine-Merten-Haus an die KiTa gGmbH Koblenz übergeben. Dies wurde in einer Feierstunde im Blandine-Merten-Haus offiziell begangen.


Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat hatten eingeladen, um den Mitarbeitern im Haus zu danken und auch die bewährte Zusammenarbeit der vergangenen Jahrzehnte mit Stadt, Kreis und weiteren Trägern wie der Grundschule, der Familienbildungsstätte, der Lebensberatung und anderen nichtkirchlichen Stellen in den Blick zu nehmen. Wichtigstes Anliegen war es, deutlich zu machen, dass die Gemeinde damit die Kindergartenarbeit nicht „abgibt“. Vielmehr ist dieser Betriebsträgerwechsel Ausdruck der veränderten Situation der Kirchengemeinden in der Kreisstadt. Schon in den neunziger Jahren hatte das Bistum Trier die KiTa gGmbH gegründet mit dem Ziel, die Kirchengemeinden bei der Trägerschaft der Kindertagesstätten zu unterstützen.

Zunächst war dies ein freiwilliges Angebot. Mit dem Jahr 2018 ist es aber Ziel des Bistums, alle katholischen Kindertagesstätten in der KiTa gGmbH zusammenzuführen. Es sind die beiden Kindertagesstätten St. Pius und das Blandine-Merten-Haus, die als letzte katholische Kindertagesstätten in der Kreisstadt ihre Trägerschaft wechseln.

In der Kirchengemeinde St. Marien und St. Willibrord hat die Sorge um die Kinder speziell in einer gemeindeeigenen Kindertagesstätte eine lange Tradition. Bereits nach dem Krieg 1947 wurde der erste Kindergarten eröffnet. 1988 wurde im Neubau des Blandine-Merten-Hauses an der Edith-Stein-Straße ein neuer Akzent gesetzt. Zu den Kindergartengruppen kam eine Hortgruppe zur Betreuung von Schulkindern der Grundschule. Der Bedarf für eine solche Betreuung wuchs stetig.

So mussten im Lauf der Zeit zwei weitere Gruppen für die Schulkinder aufgemacht werden. Schließlich entschied der Kreis 2012, dass die Schulkindbetreuung in die Ganztags-Grundschulen verlegt werden sollte. Der Hort wurde geschlossen. Stattdessen wurden weitere Gruppen zur Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr im Blandine-Merten-Haus eröffnet. Heute ist das Haus eine siebengruppige Einrichtung für rund 150 Kinder. Davon rund ein Drittel in der Ganztagsbetreuung.

Diese wechselhafte Ausrichtung des Hauses konnte nur bewältigt werden, weil die Erzieherinnen um den Hausleiter Stefan Ibs mit großer Flexibilität und mit gediegener Fachlichkeit bereit waren, sich den jeweiligen Veränderungen konstruktiv zu stellen. Gleichzeitig dankte Pastor Peter Dörrenbächer auch den Vertretern von Stadt und Kreisverwaltung für die stets vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit.

Er betonte, dass die Kirchengemeinde bereits 2003 in einem eigenen Leitbild betont hatte, dass die Kindertagesstätte ein wichtiger pastoraler Ort zur Unterstützung von Familien darstellt und dies ein Schwerpunkt der gemeindlichen Seelsorge sein soll. Daran, so der Seelsorger, habe sich auch jetzt nichts geändert.

Ganz im Gegenteil sollen die jetzt zur Verfügung stehenden Ressourcen der Kirchengemeinde genutzt werden.

Im Rahmen der Umsetzung der Synodenbeschlüse im Bistum Trier soll die Kindertagesstätte zu einem so genannten „neuen Kirchort“ werden, wo Gemeindeleben, Glaubensleben und Unterstützung aller im Blandine-Merten-Haus wirkenden Menschen ihren Platz haben.

Auch die Eltern der Kinder sollen aktiv in diesen neuen Kirchort eingebunden sein. Dies betonte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Thomas Fößel, der im Namen der Gremien und der Gemeinde für die geleistete Arbeit dankte und gleichzeitig ein Plädoyer hielt für die weiterhin enge Verzahnung von Kirchengemeinde und Einrichtung.

Ein Element davon sei der neue Förderverein und die gute Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Elternausschuss. In diesem Sinn war die Feierstunde kein wirklicher Abschied, sondern markiert vielmehr den Anfang eines neuen Kapitels des Blandine-Merten-Hauses und der Kirche von Bad Neuenahr.

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