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Pfarrkiche St. Laurentius feierte mit einem Hochamt und Kommers den Startschuss in das 750. Jubiläumsjahr

Die Kirche als ein Stück Heimat

Abt Gottfried hatte zur Zeitreise durch die Kirchengeschichte geladen

12.02.2019 - 11:00

Ahrweiler. Das schönste Haus Ahrweilers feiert in diesem Jahr Geburtstag. Denn vor genau 750 Jahren wurde mit dem Bau der Hallenkirche im gotischen Stil begonnen. Unter der Anleitung des damaligen Prümer Abts Gottfried wurde im Jahre 1269 der Grundstein für St. Laurentius gelegt. Und somit auch der erste Stein eines identitätsstiftendes Wahrzeichens für die Einwohner.

Ein Rückblick auf die Historie der Kirche gab es am Samstagabend bei dem Festgottesdienst innerhalb der Mauer der Pfarrkirche. Der anschließende Festkommers, der ursprünglich in der Zehntscheuer stattfinden sollte, wurde einige Tage vor dem Fest in die Kirche verlegt. Denn zum Mitfeiern hatte die Pfarreiengemeinschaft wirklich „alle“ eingeladen und die Resonanz war enorm. So wurden die Grußworte dort entrichtet, wo sonst das Hochamt gefeiert wird.

Los ging es bereits vor dem Hauptportal der Kirche mit einem besonderen Ehrengast: Abt Gottfried kam persönlich vorbei. Das war zwar nicht mehr das Original von 1269 sondern Peter Diewald in historischer Gewand. Dennoch konnte Diewald als Prümer Abt die Anwesenden mit vielen interessanten Details, aus der durchaus bewegende Geschichte des Kirchengebäudes, unterhalten.

Anschließend konnte Dechant Jörg Meyrer zahlreiche Gäste in der Kirche zum gemeinsamen „Geburtstags-Gottesdienst“ begrüßen. Der Einladung zum Hochamt folgten einige Ehrengäste, die in besonderem Maße mit Ahrweiler, St. Laurentius und der Gemeinde verbunden sind. Helmut Dieser, Bischof von Aachen, war Anfang der 1990er Kaplan in Ahrweiler und kam nun gerne zum Festabend. Genau so wie Monsignore Josef Mettel, der von 1987 bis 2001 Pfarrer in Ahrweiler war. Beide teilten ihre Erinnerungen an Ahrweiler und blickten auf eine Zeit, die nachhaltigen Eindruck hinterließ. Mettel bezeichnete Ahrweiler als „erste große Liebe“. Sowohl für Mettel als auch Dieser präsentierte sich die Stadt als „Ort, wo die Welt noch in Ordnung ist“ und lobten die Offenheit und Herzlichkeit der Einwohner. So sieht es auch Jörg Meyrer. „Hier funktioniert das Netz der Kirche und wir können St. Laurentius unsere Heimat nennen“, so der Dechant.


Ganz persönliche Gefühle zu St. Laurentius


Auch die Besucher des Festgottesdienstes hatten Gelegenheit ihre persönlichen Gefühle und Eindrücke zur Pfarrkirche zu teilen. Durchgängig wurde dabei das Gefühl von Heimat und Geborgenheit genannte, das die Kirche ausstrahlt. Außerdem begleitet das Gotteshaus durch das gesamte Leben mit allen Auf und Abs. „Ich habe hier viel Freude und auch viel Trauer erlebt“, bekundete eine Besucherin.

Den Gottesdienst gestaltete auch Peter Diewald als Abt Gottfried mit. Der „zeitreisende Priester“ klammerte dabei auch die dunkelsten Stunden nicht aus, so zum Beispiel die Besatzungszeit im Pfälzischen Erfolgekrieges Ende des 17. Jahrhunderts, die in den Chroniken des Kloster Kalvarienbergs nachzulesen ist. Französische Besatzungstruppen zerschlugen hier das Interieur der Pfarrkirche und schändeten Reliquien. Doch auch davon hat sich St. Laurentius erholt und auch für die Zukunft der Kirche wusste Diewald als Abt Gottfried gute Neuigkeiten zu überbringen. Als Zeitreisender machte er bereits einen Abstecher in das Jahr 2119 und konnte mitteilen, dass auch das 850. Jubiläum genauso viele Menschen anzog wie das 750. in diesem Jahr.

Außerdem gab es auch eine musikalische Premiere. Margret Raths komponierte für das Jubiläum eine eigene Hymne die an diesem Abend gemeinsam gesungen wurde. Begleitet wurde das Stück von Klaus-Dieter Holzberger an der Orgel und dem Kirchenchor.


Kommers im angenehmen Ambiente


Der Gottesdienst ging nahtlos in den Festkommers über, der von den Pfarrgemeinderatsmitgliedern Theresa Ulrich und Rainer Ulrich locker und unterhaltsam moderiert wurde. Hier bot sich auch die Gelegenheit für weitere Grußworte. Landrat Dr. Jürgen Pföhler dankte für den beeindruckenden Gottesdienst und machte auf die vielen Herausforderungen aufmerksam, die die Kirche derzeit zu stemmen habe. Pföhler ging in diesem Kontext besonders auf die Synode ein. Er sei sich jedoch sicher, dass die Kirchengemeinde diese Herausforderung mit Mut und und Zuversicht meistern wird. Der Kreis-Chef konnte außerdem eine finanzielle Zuwendung an Ulrike Phiesel, 1. Vorsitzend e des Pfarrgemeinderats St. Laurentius, übergeben. Die Spende soll für die Renovierung der Außenfassade verwendet werden. Weitere Grußworte kamen von Peter Diewald, diesmal jedoch nicht als „zeitreisender Abt“, sondern als 1. Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Guido Orthen. Außerdem entrichteten Monika Busch als stellvertretende Ortsvorsteherin Ahrweiler und Paul Radermacher, Vorsitzender des Verwaltungsrates St. Laurentius ihre Grußworte.


Besondere Gäste


Bevor der offizielle Teil zu Ende ging, konnte Jörg Meyrer noch einen besonderes Gast begrüßen: Schwester Maria Monheim, ehemalige Generaloberin der Ursulinenkongregation des Calvarienbergs, kam zu diesem feierlichen Anlass aus Trier nach Ahrweiler.

Anschließend bot sich für die Gäste die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre bei Wein und kleinen Speisen auszutauschen. Auch für einen stimmigen musikalischen Rahmen wurde durch Organist Klaus-Dieter Holzberger und der Violonistin Johanna Bolwin-Syré gesorgt.

Für das Jubiläumsjahr sind eine Vielzahl verschiedener Festaktivitäten geplant. Diese stehen für das erste Halbjahr 2019 bereits fest. So wird es beispielsweise an Ostern vor St. Laurentius einen Osterbrunnen geben und für den 18. Mai ist ein Benefizkonzert mit dem MGV Ahrweiler geplant.

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Uwe Klasen:
Fr. Merkel sagte vor kurzem in der Sitzung der Unionsfraktion: „Die Union müsse endlich Schluss machen mit ihrem „Pillepalle“ in der Klimapolitik – es brauche jetzt Beschlüsse, die zu „disruptiven“ Veränderungen führten.“ ---- Wir Bürger / Wähler müssen aufpassen (!) dass daraus kein „grünes Ermächtigungsgesetz“ wird!
Uwe Klasen:
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Zum Leserkommentar von Patrick Baum: Ja, man kann sich daran erinnern, wie euphorisch Joachim Paul und die AfD nach dem Burkini-Verbot waren. Die ganze Angelegenheit wurde schön plakativ vermarktet. Aber es ist ein Rohrkrepierer. Weil Paul und die AfD die Sache mit dem Burkini-Verbot nicht zu Ende gedacht haben. Das "nicht zu Ende denken" ist typisch für Joachim Paul. Paul denkt eben nur bis zum nächsten Facebook-Posting oder bis zur nächsten Pressemitteilung. Ob Joachim Paul und die AfD Koblenz etwas daraus lernen? Wohl kaum.
Patrick Baum:
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L. Koch:
Hallo, ich war gestern mit meinem Enkel in der Zirkusvorstellung des Zirkus Krone. 1. waren überhaupt keine Elefanten da und 2. keine 40 Löwen und Tiger. Die Hälfte kommt hin. Bei der Wahrheit muss man schon bleiben! Ich bin auch kein Freund von Wildtieren oder überhaupt Tieren im Zirkus und hatte mir Mandana etwas anders vorgestellt. Dachte, dass keine echten Tiere, dafür Menschen mit Tierkostümen darin vor kommen würden. Mein Enkel war natürlich begeistert von der Show mit den Löwen und Tigern. Ich selbst war in meinem Leben drei Mal im Zirkus und habe noch nie eine Show mit Großkatzen mit einer solchen Harmonie und Sanftmut gesehen! Sie sind ja nicht frei geboren und daher zahm, obwohl immer ein Restrisiko bleibt. Trotz der tollen Show bin auch ich für einen Zirkus ohne Tiere! Sie können halt nicht Art gerecht gehalten werden. Die restlichen Shows und Clownerien waren so toll, dass es keine Tiere braucht! In einem modernen Zoo wird man den Tieren wenigstens annähernd gerecht.
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