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Eröffnung der Koblenzer Gartenkultur am Mittwoch, 1. Mai im Park des Kurfürstlichen Schlosses

Genießen, Entdecken, Schlendern und Kaufen

16.04.2019 - 09:10

Koblenz. Schon bald wird bei der Koblenzer Gartenkultur („KOGA“) die Eröffnung der neuen Saison gefeiert. Am 1. Mai soll ein vielfältiges Angebot „zum Genießen, Entdecken, Schlendern und Kaufen“ die Besucherscharen von 9.30 bis 17 Uhr in den Park des Kurfürstlichen Schlosses locken. Für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen ein großer Gärtnermarkt, eine Pflanzentauschbörse, Kettensägenvorführungen, ein Seiltanz-Theater, Musikdarbietungen, Spielangebote und viele weitere Aktionen. Entlang der „Langen Tafel“ vor dem Schloss bieten regionale Produzenten ausgewählte Speisen und Getränke an.

Das Programm der immer stärker als Marke ausgebauten KOGA, die unter der Federführung des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz steht, bietet von April bis Oktober mehr als dreißig Kunst, Kultur und Geschichte betonende, mehrheitlich eintrittsfreie Veranstaltungen, diverse Ausstellungen und Führungen. Die KOGA ist die erfolgreiche Weiterentwicklung der Bundesgartenschau („BUGA“) 2011, für die sich der Eigenbetrieb vier Partner ins Boot holte: Die „Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V.“ (BUGA-Freunde), Koblenz-Touristik, Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und Seilbahn Koblenz.

Um die Marke „Koblenzer Gartenkultur“ noch stärker zu etablieren, war für die Fotografenklasse der Julius-Wegeler-Schule ein Ideen-Wettbewerb „Fotos für das neue Imageplakat“ ausgelobt worden. Die Entwürfe der drei Erstplatzierten Selina Spanier, Melanie Dix und Frederike Weid, werden nun für die KOGA werben. Zum Dank gab es von den KOGA-Partnern werthaltige Preise und Urkunden.

Die Präsentation des KOGA-Programms moderierte die Journalistin Katrin Wolf. Dazu interviewte sie den Koblenzer Oberbürgermeister David Langner sowie die anwesenden Vertreter der KOGA-Partner. Die KOGA habe in ungebremster Art und Weise den Geist der BUGA 2011 und den von ihr ausgestrahlten Optimismus fortgesetzt, meinte Langner. Daher sei bereits jetzt die Vorfreude auf die BUGA 2029 groß. Allerdings wird sie als dezentral aufgestellte Gartenschau, die die gesamte Region UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal von Koblenz bis Bingen bzw. Rüdesheim bespielt, ein anderes Gesicht haben. Als eine der teilnehmenden Städte werde Koblenz mit einem Programm aufwarten, das die Menschen anlockt und begeistert, versprach Langner. Er halte es für eine gute Sache, dann den Aspekt „Städtebauentwicklung“, beispielsweise im „Königsbacher Areal“, stärker nach vorne zu schieben.

Für Andreas Drechsler (Werkleiter des städtischen Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen) und die Stadtgärtner ist es in jedem Jahr eine große Motivation, das Grün in der Stadt aufleben zu lassen. Durch die KOGA habe ihre Arbeit ein gewisses Qualitätsmanagement erfahren. Als Markenallianz sei sie eine sehr zielführende Vereinigung, bestätigte auch Thomas Schilling, Vorsitzender der BUGA-Freunde Koblenz 2011, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern und sich mit Blick auf die kommende BUGA erst kürzlich mit deren Freundeskreis durch gegenseitige Mitgliedschaft verschwistert haben.


Programm der KOGA kann sich sehen lassen


Das Programm des KOGA-Jahres kann sich dank der starken Gemeinschaft sehen lassen. Zu den schon länger etablierten Veranstaltungen wie „Musik im Paradiesgarten“ im Blumenhof, die Vortragsreihe „Grüne Stadt am Wasser“, das beliebte „Diner en blanc“ auf dem Schlossvorplatz (20. Juni) oder das gerade in den Startlöchern stehende „Festungsleuchten“ (18. bis 22. und 26. bis 28. April), das „Weltmusikfestival Horizonte“ (19. bis 21. Juli) und „Gauklerfest(ung)“(26. bis 28. Juli) sind einige Neuzugänge zu vermelden. Dazu gehört am 23. Juni das Festungsfest „100 Jahre amerikanische Präsenz in Rheinland-Pfalz“ und am 18. August das „Bürgerfest“ aus Anlass des Geburtstages der Koblenzer BUGA-Freunde. „Dazu“, so Schilling, „bringen wir sogar die Seilbahn ans Schloss“, zumindest eine Kabine und einen Fesselballon. Das wird eines der Highlights des Tages.

Prof. Dr. Andreas Schmauder (Direktor des Landesmuseums Koblenz und des Kulturzentrums Festung Ehrenbreitstein) erlebt die KOGA als eine Gemeinschaft von Freunden, die den Austausch pflegen. Die Festung brauche derart starke Partner, um die Gästezahlen (ca. 650.000 pro Jahr) auf einem stabilen Niveau zu halten. Die viele Interessenlagen abdeckenden Ausstellungen - am 14. April ist in das Haus der Kulturgeschichte die neue Familienausstellung „High Tech Römer“ eingezogen - des auf dem Ehrenbreitstein installierten Landesmuseums mit seinen vier Ausstellungshäusern sind ein wichtiges Standbein des KOGA-Programms.


Fotografie-Ausstellung „Kennen Sie Koblenz?“


Um sie auf bequemem und zugleich attraktivem Wege zu erreichen, ist die Seilbahn unverzichtbar. Sie war von Beginn an ein bedeutender Partner der KOGA, wie Meike Steinmetz (Koblenzer Seilbahn, Assistentin der Geschäftsführung) betonte. Wie schon in den Vorjahren wird sie zugleich ein schwebendes Museum sein, wenn sie für die Gäste aus aller Welt die Fotografie-Ausstellung „Kennen Sie Koblenz? - Ansichten des Fotografen Heinrich Wolf“ bis Oktober präsentiert. Da die Seilbahn für jeden Gondel-Freund individuell passende und attraktive Ticket-Angebote bereithält, dachte Katrin Wolf in Anbetracht der Koblenzer „Brückenschmerzen“ laut darüber nach, „wer da noch die Pfaffendorfer Brücke braucht“. Nur schade, dass sich die Seilbahn frühestens mittelfristig in ein Nahverkehrskonzept für Koblenz integrieren lassen wird, wie Oberbürgermeister Langner erläuterte.

Obwohl sie erst seit Februar in Koblenz ist, zeigte sich Katharina Bersch (Koblenz-Touristik, Abteilungsleiterin Touristik) schon begeistert von der KOGA und ihrem Programm. Sie verwies auf die passenden, von der Koblenz-Touristik angebotenen Führungen. Wie zum Beispiel die neu entwickelte „Welterbe lädt ein zu Natur und Wein“ oder die Themenführung zu den seltenen Bäumen in den Koblenzer Rheinanlagen.

Wenn dann am 27. Oktober die Saison der Koblenzer Gartenkultur mit dem Großen Drachenfest im Festungspark und dem Herbstvergnügen in der Festung Ehrenbreitstein mit viel Spaß, Kreativität und Abenteuer für die ganze Familie offiziell endet, wird Koblenz seinen alten und hoffentlich vielen neuen Freunden bewiesen haben, dass es sich mit der BUGA 2011 zu einer Stadt mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität verwandelt hat und in der Lage ist, jedes Jahr aufs Neue eine attraktive Gartenschau auf die Beine zu stellen.

Mehr Informationen zum Jahresprogramm der KOGA finden sich im vielerorts ausliegenden Faltplan „Koblenzer Gartenkultur – Saison 2019“ und online unter „www.koblenzer-gartenkultur.de“.

BSB

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Kommentare

Neue Wanderwege im „Armen Heckelchen“

Gregor Holschbach:
Dank gilt an dieser Stelle dem Forstamt sowie dem 1. Beigeordneten Ulrich Schreiber für dessen Einsatz, da nun endlich eine Reaktion erfolgte auf die von Brückrachdorfer Bürgern im Februar 2018 "!!!" gestellte Bürgeranfrage zum desolaten Zustand des Waldes an den Ortsvorsteher sowie den Stadtrat. Weiterer Dank gilt der Kommunalwahl 2019, die dafür sorgt, dass die Verantwortlichen aus Stadt und Ortsteil mal ans arbeiten kommen. Letztendlich zählt das Ergebnis, und das lässt sich dank Forstamt und Bürgermeisterkandidat Schreiber sehen.
Uwe Klasen:
Zitat: „Europa ist die Antwort“ ----- Auf was? Viele Menschen haben resigniert! Dies zeigt eine immer geringere Wahlbeteiligung für ein EU-Parlament, welches eh nur Staffage ist und, unter dessen Umgehung, die EU-Apparatschiks (Kommissare (!) genannt) ohnehin tun, was sie wollen und nur noch für Uniformierung, Gängelung und Bevormundung stehen!
Helmut Gelhardt:
Ja - die Bewegungen pro Klimaschutz / Umweltschutz / Naturschutz und die Bewegungen gegen den politischen Rechtsschwenk, den Rechtskonservatismus und Rechtsradikalismus sind bestimmt keine Selbstläufer! Es sind ganz dicke Bretter, die da gebohrt werden müssen, um Erfolg für die Demokratie, die Umwelt, das Soziale, die Solidarität zu erlangen. Aber was ist die Alternative? Wenn wir die Klimakatastrophe / Umweltzerstörung und die rechte geistige Umweltverschmutzung, das Desinteresse an Demokratie und sozialer Gerechtigkeit nicht über uns hereinbrechen lassen wollen, muss die Politik handeln. Und die Politik braucht oft Impulse zu handeln. Also - Arsch huh, Zäng ussenander! Helmut Gelhardt, Mitglied der KAB, des BUND, der NaturFreunde
juergen mueller:
Wir werden sehen, wie lange diese "Bewegung" noch andauert. Es wurde bereits für ebenso wichtige Themen auf die Strasse gegangen, zu Tausenden. Was ist davon noch übrig geblieben? Ein Häuflein unentwegte, die schon fast zu bemitleiden sind. Ich polarisiere nicht, sondern weiß aus der/meiner Vergangenheit, wovon ich schreibe. Es bedarf nur eines/einer Einzelnen, um Aufmerksamkeit auf ein weltbewegendes Thema zu lenken und unsere Jugend daran zu erinnern, endlich wach zu werden. Aber zu einem Wachwerden gehört nun leider auch wieder ein "Einschlafen". Die Zeit wird es uns zeigen.
Rainer Kimpel:
Wenn SchülerInnen protestieren und demonstrieren, ist das erst einmal eine gute Sache, insbesondere wenn es um die Gestaltung ihrer Zukunft geht , da diese nun mal, statistisch gesehen, noch eine zeitlich lange Zukunft vor sich haben und bisher noch keine wirkliche Möglichkeit hatten eine politische Einflussnahme , z. B. durch das Wahlgesetz, besitzen! Das den SchülerInnen diese Handlung während des vorgesehenen Unterricht streitig gemacht wird ist absurd und zeigt denjenigen die dies fordern, das Unverständnis oder die Ignoranz unserer demokratischen Verfassung! Das diese Proteste meines Wissens berechtigterweise bisher nur zum Thema Umweltschutz stattgefunden haben ist nachvollziehbar, aber noch nicht ausreichend, insbesondere im Hinblick auf die intransparente Politik unserer Bundesregierung. Der Umweltschutz ist deshalb nicht alleine für das zukünftige Wohlergehen der Menschheit von signifikanter Bedeutung! Von besonderer Wichtigkeit ist auch, die exorbitante Militarisierung.
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