Gründungsmitglieder wählten Vorstand und beschlossen Satzung

Verein „Flüchtlingshilfe Waldorf“ gegründet

05.07.2016 - 15:00

Waldorf. Seit mehr als 16 Monaten leben junge Neubürger aus Syrien und Eritrea in Waldorf. „Dank einer sehr hohen Hilfs- und Integrationsbereitschaft der Dorfgemeinschaft, der örtlichen Vereine und der jungen Neubürger ist es gelungen, auch nach Außen hin ein positives Bild von Waldorf zu vermitteln“, erklärte Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten bei der Gründungsversammlung des neuen Vereins am vergangenen Freitag.

20 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren in die Vinxtbachhalle gekommen, um sich über die Gründung eines Vereins mit dem Namen „Flüchtlingshilfe Waldorf“ auszutauschen. Oft werde er von Außenstehenden angesprochen, ob man Sachspenden oder finanzielle Unterstützung benötige, um die Neubürger auf ihrem Weg, sich eine neue Heimat und eine neue Existenz aufbauen zu können, zu unterstützen. Damit solche Spenden auch angenommen und ihrer Zweckbestimmung zugeführt werden können, benötige man eine gesetzlich legitimierte Institution, wie zum Beispiel einen eingetragenen, gemeinnützig anerkannten Verein, der dann aufgrund seiner gemeinnützigen Anerkennung auch Spendenquittungen ausstellen könne. Die erschienenen Waldorfer Bürgerinnen und Bürger sahen alle die Notwendigkeit einer solchen Vereinsgründung. Der Zweck des Vereins ist die Integration, die Förderung, die Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen/Asylbewerbern in der Ortsgemeinde Waldorf in allen Lebenslagen. Dieser Satzungszweck soll insbesondere verwirklicht werden durch die Durchführung von Unterrichts- und Bildungsveranstaltungen, die Betreuung in besonderen Lebenslagen wie Hilfe bei Behördengängen, Arztbesuchen, Einkaufstätigkeiten, Auswahl der Berufsausbildung und vergleichbare Zwecke sowie die Hilfe in der häuslichen Umgebung sowie bei Vereinsintegrationsmaßnahmen. Dies wurde so in der beschlossenen Vereinssatzung dokumentiert, die jetzt dem Amtsgericht zur Eintragung vorgelegt werden soll. Gleichzeitig soll die Anerkennung als gemeinnütziger Verein beim Finanzamt beantragt werden. Mitgliedsbeiträge sollen keine erhoben werden. Der Verein soll durch Spenden finanziert werden.


Der Vorstand


19 Bürgerinnen und Bürger traten an diesem Abend dem neuen Verein bei und wählten sodann folgenden Vorstand: erster Vorsitzender: Hans Dieter Felten; zweiter Vorsitzender: Elke Mercer; Schriftführer: Christiane Göbels; Kassenwart: Paul Faßbender; Beisitzer: Peter Hoppe und Rainer Regnery. Die Kasse des neuen Vereins werden Paul Weber und Werner Krupp prüfen. Sodann gab Elke Mercer einen eindrucksvollen Überblick über die bisherige Tätigkeit des Betreuerkreises. Derzeit sind 14 Neubürger aus Eritrea und zwei aus Syrien in Waldorf beheimatet, wozu sich ein Kreis von ehrenamtlichen Betreuern gebildet hat, der sich intensiv um die Belange jeglicher Art der jungen Menschen kümmert. Die „Flüchtlingshilfe Waldorf“ soll diesen Betreuerkreis ergänzen und unterstützen. Einige Verfahren sind bereits abgeschlossen. Dankenswerterweise haben sich auch Waldorfer Bürgerinnen und Bürger entschlossen, Patenschaften anzunehmen und so noch intensiver die Integration zu fördern. Einige der Neubürger sind derzeit in Sprachkursen untergebracht, andere besuchen Praktika in verschiedenen Betrieben. Weitere sind in Projekten der IHK einbegriffen. Ziel soll es sein, die jungen Menschen zu einem Beruf zu führen, der ihnen auch eine Zukunft bietet.

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germät:
Alle Jahre wieder und fast nichts geschieht! Die meisten Fahrräder haben gar kein Licht. Hier ist Schutz für "Alle" aber auch für sich selbst eingefordert. Fahrräder instand setzen und vorführen lassen. Ansonsten passiert hier gar nichts! ...
juergen mueller:
Was sind das für Akten? Ist deren Inhalt maßgebend für Schuld oder Unschuld, für Versäumnisse u. Verfehlungen auch von Frau Dreyer? Die Opposition will weitere Köpfe rollen sehen u. packt ihren altbekannten Vorschlaghammer aus, ohne jedoch (wie hier) konkret zu werden. Ein unfaires, zugleich intrigantes...
G. Friedrich:
Alles fängt im Elternhaus an und die jungen Taugenichtse haben es wohl nicht besser gelernt. Die Quittung der modernen und digitalen Zeit und volles Versagen der Generation XYZ. Was soll noch Gutes in diesem Land wachsen ?...
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