AGL beantragt Baumschutzsatzung

Stadtbäume haben keine Lobby

30.09.2022 - 10:08

Lahnstein. Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt, so beschrieb Mahatma Gandhi die Schönheit und die Wichtigkeit von Bäumen. Im Zuge des Klimawandels und den steigenden Herausforderungen denen insbesondere Stadtbäume gegenüberstehen müssen diese besonders geschützt werden, so der Fraktionsvorsitzende der Alternativen Grünen Liste Lahnstein (AGL) Gerhard Schmidt. Es müssen rechtlich verbindliche Vorgaben geschaffen werden um Stadtgrün für die Allgemeinheit zu schützen.

Das Artensterben ist ähnlich wie die Klimakrise für uns Menschen ein Existenzproblem. Nur wenn wir es schaffen natürliche Lebensgrundlagen für alle Lebewesen zu erhalten wird auch zukünftig ein lebenswertes Leben möglich sein. Bäume dienen aber auch als Co² Speicher und sind alleine deshalb zu schützen und zu bewahren. Insbesondere alte Bäume speichern viel Co² und bieten Lebensraum für viele Arten. Es vergehen Jahrzehnte, bis ein neu gepflanzter Baum diese Attribute erreicht. Stadtbäume dienen aber auch als Schattenspender, Luftbefeuchter und Luftreiniger. Insbesondere der letzte Sommer hat gezeigt, wie wertvoll sie sind.

Eine Baumschutzsatzung soll den effektiven Baumschutz fördern und zum Nachdenken anregen. Die Messlatte für gedankenloses Abholzen wird durch sie höher gelegt, erläutert die Stadträtin der AGL Beatrice Schnapke-Schmidt.

Durch eine gute Beratung könnte der eine oder die andere EigentümerIn umgestimmt werden und der eine oder andere Baum dadurch erhalten bleiben.

Sollte es jedoch einmal nicht anders möglich sein, soll die Baumschutzsatzung zu Ersatzpflanzungen verpflichten, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der AGL.

Häufig bekommt man zu hören: „Bäume sind gut und wichtig; aber nicht gerade hier und auf einen mehr oder weniger kommt es ja nicht an.“ Dabei sind Bäume wichtiger denn je und es kommt auf jeden einzelnen Baum an.

Um den Baumbestand und die damit verbundenen positiven Eigenschaften unter anderem für das Stadtklima zu sichern, soll der Stadtrat eine Baumschutzsatzung erlassen.

Pressemitteilung der AGL

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01.10.2022 12:36 Uhr
juergen mueller

Stadtbäume hatten noch nie eine Lobby. Wenn erforderlich, müssen sie stadtplanerischen Anforderungen weichen. Das ist so u. wird auch immer so sein. Und eine Baumschutzsatzung ändert daran auch nichts bis auf die Tatsache, dass Hauseigentümer mit Garten auf ihrem eigenen Grund u. Boden in Sachen BAUM nicht mehr das machen können (sollen), was sie möchten. Im übrigen wirkt unsere Klimaschutzpolitik noch immer wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil es unserer Politik an Ernsthaftigkeit mangelt, sie dieses überlebenswichtige Problem noch nie zeitkritisch betrachtet hat. Da wird extrem viel Geld in den Sand gesetzt, indem in weitere fossile Infrastruktur u. Subventionen investiert wird. Man bekennt sich zur Klimaneutralität, obwohl man im derzeitigen System, das fest verankert ist, komplett klimaneutral nicht (über)leben kann. Jedoch verdrängt nicht nur die Politik, sondern wir alle dieses Problem, weil der überwiegende Teil von uns seinen Lebensstil nicht grundlegend ändern will.



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juergen mueller:
Bevor solche Kommentare in Umlauf gebracht werden, sollte man sich vorher genau informiert haben. Gibt es solche Sitzungsgelder, dann ist das rechtens, denn umsonst gibt es heutzutage nichts mehr (Zeit heutzutage will vergütet werden). Hier geht es auch nicht darum, wer was erhält, sondern welche...
Bernhard Sommer:
Wirtschaftliche Perspektive? Ich hoffe dass Herr Langner dann auch keine Sitzungsgelder usw. als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Aufsichtsratsmitglied bekommt !!!! Und er kann das dem Weihnachtsmann erklären, dass es erst eine Woche vor Fälligkeit auffällt, dass kein Geld mehr da ist..........
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
juergen mueller:
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