Allgemeine Berichte | 23.08.2013

Abschiedsgottesdienst in Wershofen

Seelsorger wurde verabschiedet

Beliebter Pastor Gebhard Lück wurde feierlich verabschiedet

Pastor Gebhard Lück (r.) verlässt Wershofen Richtung Niederehe. Neben im steht der stellv. Dechant Axel Spiller.SES

Wershofen. „Es war in den vergangenen elf Jahren eine bewegte Fahrt. In den letzten drei Jahren wurde die Strecke erweitert. Manchmal ging es schnell vorwärts, manchmal fuhren wir Irrwege. Aber die Türen des Busses waren für jeden immer offen. Aber trotz einiger Schrammen war es eine schöne Fahrt“, gab der scheidende Pfarrer Gebhard Lück bei seinem Abschiedsgottesdienst in seiner Predigt bekannt. In seiner Predigt hatte Lück sich nämlich als Omnibusfahrer bezeichnet. Die Kirche in Wershofen war bis zum letzten Platz besetzt, als der beliebte Pfarrer mit seinen Mitzelebranten Axel Spiller, Dr. Rainer Justen, Pater Gereon, Peter Dörrenbächer, der Messdienerschar und Fahnenabordnungen aller Vereine aus Wershofen, Ohlenhard und Hümmel Einzug hielt. Fast elf Jahre war Pastor Lück Seelsorger in den Ortsgemeinden Wershofen, Ohlenhard und Hümmel. Davon die letzten drei Jahre auch Pfarrverwalter der Ortsgemeinden Schuld, Insul, Reifferscheid, Fuchshofen, Winnerath, Rodder, Harscheid, Sierscheid und Lückenbach. Das waren 18 Dörfer mit über 4000 Einwohnern, was einem Drittel der gesamten Bevölkerung der Verbandsgemeinde Adenau entspricht. Worte des Dankes überbrachte Pastor Axel Spiller als Stellvertreter des Dechanten Jörg Meyrer vom Dekanat Ahr Eifel. Spiller bezeichnete Gebhard Lück als einen bodenständigen Menschen, der immer mit einem Augenzwinkern auf die Leute zugegangen ist. Die Abordnungen der Ortsgemeinden, wo Lück als Pfarrverwalter tätig war, ließen in Reimform die Zeit der Zusammenarbeit noch einmal Revue passieren.

Ein einfühlsamer Mensch

„Sie haben manchmal mit lauten Worten uns ins Gewissen geredet, nicht den Kopf über Verordnungen zu zerbrechen, sondern den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen“, sagte der Vorsitzende des Pfarrverwaltungsrates Berni Kaspers. Als Dank der Pfarreiengemeinschaft überreichte er Lück ein Messgewand. In Vertretung von Bürgermeister Hermann Josef Romes verabschiedete Beigeordneter Uli Kaspers den scheidenden Pastor und überreichte ihm als kleinen Trost Rotwein von der Ahr. Im Namen aller Ortsbürgermeister des Seelsorgebezirks hatte Wershofens Ortsbürgermeister Torsten Raths die Aufgabe übernommen, den Pastor zu verabschieden. „Als gelernter Elektriker haben sie auch als Pastor Verbindungen hergestellt. Sie haben zahlreiche Ehen geschlossen und damit Menschen verbunden. In allen Situationen zeigten sie die rechte Anteilnahme und das richtige Einfühlungsvermögen. Dass sie auch „geerdeter“ Mensch sind, sieht man auch daran, dass sie sich in das Dorfleben sehr gut eingebracht haben.“ Raths schenkte Gebhard Lück im Namen aller Ortsgemeinden einen Messkoffer und dankte Gebhard Lück für die gute Zusammenarbeit.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte der Kirchenchor „Cäcilia“ unter der Leitung von Monika Brenner-Schug sowie die Wershofener Musikanten übernommen. Diese begleiteten neben dem Tampourcorps Adler den anschließenden Festzug zum Zelt, wo die einzelnen Vereine und Gruppierungen noch Gelegenheit hatten, sich von Pastor Lück zu verabschieden.

Pastor Gebhard Lück (r.) verlässt Wershofen Richtung Niederehe. Neben im steht der stellv. Dechant Axel Spiller.Foto: SES

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