Happy-Fieber hat auch die Kreisstadt erreicht – fast 50.000 Fans auf Internet-Plattformen

Happy-Video: Auch Bürgermeister Orthen tanzt mit

16.06.2014 - 16:12

Kreisstadt . Nanu, wer tanzt denn da durch die Gänge der Stadtverwaltung? Erst ein Lächeln, dann ein Schnipsen, dann schmeißt er sein Jackett weg und schon hat Bürgermeister Guido Orthen das Happy-Fieber infiziert. Auf dem Weg durch das Gebäude steckt er andere bekannte Politiker-Gesichter gleich mit an: SPD-Frau Elisabeth Graff und CDU-Stadtratsmitglied Peter Ropertz etwa. Und Schritt für Schritt sind in Bad Neuenahr-Ahrweiler plötzlich alle „ganz happy.“


Die Happy-Welle schwappt über


Die Happy-Welle hat nun als auch Bad Neuenahr-Ahrweiler erreicht. Was US-Produzent Pharrell Williams mit seinem Video in Los Angeles vormacht, imitieren in mittlerweile mehr als 280 Städten auf der ganzen Welt Menschen mit dem Happy-Syndrom. Mit einem äußerst professionell produzierten Videoclip hat Hobbyfilmer Markus Werner in kürzester Zeit eine große Fangemeinde gewonnen. Sein Happy-Video made in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ein großer Internethit: Mehr als 40.000 Mal ist es in den letzten Tagen geklickt worden, allein 30.000 Mal in den ersten zwei Tagen. Eine positive Außenwirkung für Stadt und Bürger gibt es inklusive.


Lachende Menschen


Die vielen lachenden Menschen zeigen im Clip, wie schön die Kreisstadt ist. Auf Facebook hagelt es Likes: Der „Gefällt mir“-Button steht seit der Freischaltung am Mittwoch nicht mehr still. Schon 10.000 „Likes“ hat das Kreisstadt-Happy-Video. Mindestens genauso enthusiastisch sind die Kommentare auf der Social-Media-Plattform: „Coole Sache“, schreibt Nicole, Niklas findet, dass Pfarrer Rüdiger Stiehl mit Gospel-Chor „ne gute Figur macht“ und Bürgermeister Guido Orthens Tanzstil wird durch die Bank weg gelobt.

Die Kommentatoren überschlagen sich vor Begeisterung. Und das Stadtoberhaupt selbst freut sich, dass die Initiative direkt aus der Bevölkerung kam: „Man sieht, dass die Menschen von ihrer Heimat überzeugt sind. Die vielen jungen Leute sind ein wunderbarer Kontrapunkt und der Beweis, dass die Stadt auch dieses Gesicht hat.“ Aufwendige Kamerapositionen, viel Arbeit im Schnitt – der Arbeitsaufwand war groß. Was im Video alles leicht und beschwingt aussieht, war in Wirklichkeit harte Arbeit: „Es war nicht so leicht, immer alle Leute zu so vielen verschiedenen Orten zusammenzubringen, und besonders die Nachbearbeitung am Schnittpult war intensiv“, blickt Markus Werner zurück. Er absolviert gerade sein freiwilliges soziales Jahr in der Grundschule Bad Neuenahr und möchte danach Grundschulpädagogik studieren. Darüber hinaus ist er begeisterter Segelflieger, ein Hobby, das ihm bei den Dreharbeiten tolle Kameraeinstellungen bescherte. Für die Dreharbeiten hat er sich nämlich selbst eine Kameradrohne gebastelt, die er mit einer Proaction-Kamera ausgestattet hat. „Die Luftaufnahmen für den Clip ermöglichten schon ein paar interessante Einstellungen“, erklärt Markus Werner.


Erst die Idee, dann die Genehmigungen


Da fliegt die Kamera über tanzende Menschen hinweg, oder vorbei an Wasserfontänen auf dem Alter Markt. Aber ohne entsprechende Genehmigungen ging da nichts: Auch für die Dreharbeiten im Krankenhaus waren mehrere davon erforderlich. Dort arbeitet auch Stefanie Stiehl als chirurgisch-technische Assistentin. Sie entwickelte die Idee für das Happy-Video und zeigte sich auch für die Organisation verantwortlich. „Wir haben uns im März zusammengesetzt und das Konzept ausgearbeitet. Der Bürgermeister war sofort begeistert, und die Stadt hat uns völlig problemlos alle Genehmigungen erteilt“, sagt sie. Zur Organisation gehörte unter anderem, die amtierenden Weinköniginnen in den Weinberg am Winzerhäuschen oder an der Ahrweiler Winzerkapelle zu locken, wo sie ihre Hüften schwingen konnten, oder Kolja Schäfer von der Malschule Roos dazu zu animieren, mit Malschülern ein buntes „Happy“ auf die Leinwand zu kleckern. Froh zeigten sich auch Bauarbeiten auf ihrem Gerüst, Schüler im Peter-Jörres-Gymnasium, Ballerinas im Kurpark oder Tanzpaare der Tanzschule Zettler, die auf der Kurgartenbrücke, vor den Ahrthermen und dem Ahrtor das Tanzbein schwangen.


Noch mehr Ideen auf Lager


Der evangelische Pfarrer Rüdiger Stiehl drehte samt Gospelchor von Organistin Andrea Stenzel in der Martin-Luther-Kirche ordentlich auf, und muss den Vergleich mit der Original-Szene nicht scheuen. Party-Stimmung nahm das Filmteam bei der „Party! Rot! Weiss!“ im Kurpark auf. „Wir haben noch einige Ideen für weitere Filme, aber das wird die Zeit zeigen“, verrät Markus Werner. Vielleicht ist Bürgermeister Guido Orthen dann auch wieder mit von der Partie. Er kann sich unter anderem einen Flashmob vorstellen, und würde ganz gerne den Regierungsbunker und die Römervilla für kommende Drehs nutzen wollen. Das Happy-Video findet man auf www.youtube.com bei Eingabe der Schlagworte „Happy Bad Neuenahr Ahrweiler.“

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