Karnevalseröffnung mit vielen Jecken im Filetstück der närrischen Stadt Mayen

Am Brückentor begann de echte „Mayna Faasenaacht“

13.11.2023 - 09:05

Mayen. Bereits um 10.30 Uhr hatte das karnevalistische „Warm Up“ durch den hervorragenden DJ, Christoph Weber, begonnen. Dann schallte es unüberhörbar aus den Kehlen vieler Närrinnen und Narren „Draimol Maye Mayoh“, durch das Filetstück Mayens im Brückenviertel.

„Et jaht widda loss, un wenn schunn, dann och richtesch“, hieß das Motto am vergangenen Samstag, genau um 11.11 Uhr. Zur Freude des Spitzenkarnevalisten, des Präsidenten der Alten Großen Mayener KG, Uli Walsdorf, und seiner engagierten Mannschaft, als die „Grün Weißen“, das legendäre Mayener Fanfarencorps, musikalisch loslegten und der gut gestimmte Präsident die Narrenschaar begrüßte: „Hier in Mayen spielt die Musik. Nicht nur an Karneval“. Seid mit dabei, wenn wir alle gemeinsam zusammen feiern wollen. Damit wir mit unserem, am 4.11. vorgestellten Prinzenpaar, Prinz „Peter V.“ und Prinzessin „Martina I.“ und ihrem Gefolge, Sohn Lukas, der als quirliger Hofnarr auftritt, den beiden Pagen Jenny und Lilly, sowie dem, den Becher der Freude kredenzenden Mundschenk Thomas (Kali), wieder eine super Session erleben können.“ Kein Wunder, besteht die Mannschaft doch aus zwei urigen Mayener Familien, den „Ospels“ und den „Kalischans“. Und die verstehen was vom Feiern. Ebenfalls zur Musik der „Grün Weißen“ bahnte sich dann das Mayener Regentenpaar einen Weg durch die Narrenschaar, hin zur Bühne. Locker vom Hocker begrüßten die Herrscher im Karneval dann voller Elan ihr närrisches Völkchen.

„Für uns ist ein Traum in Erfüllung gegangen.“ Natürlich kam auch das diesjährige Sessionslied zu Gehör: „Ob Jung, ob Alt, ob Arm, ob reich – en da Faasenaacht sain mir alle gleich“. Und alle sangen lauthals und voller Begeisterung mit. Mayens Oberbürgermeister, Dirk Meid, der auch Präsident Uli Walsdorf mit dem diesjährigen Orden auszeichnete, empfahl bei seiner Begrüßung der Korporationen, den Garden, Möhnen und allen Karnevalstreibenden Vereinen aus nah und fern, „Feiert alle nach Herzenslust den echten Mayener Karneval, nach alter Väter Sitte. De Faasenaacht bringt die Menschen zusammen, egal welchen Alters und welcher Gesellschaftsschicht. Das Feiern und gute Stimmung schweißen zusammen. In diesen Tagen zählt der Mensch und daher ist es egal welcher Job oder welches Geburtsjahr sich unter dem Cowboy- oder dem Froschkostüm verstecken.“ Dann erhielten auch der Oberbürgermeister und die Herren der „Alten Großen“ ihre Orden. Weitblickend prognostizierte der Stadtchef gegenüber BLICK aktuell: „Ich glaube nicht, dass die neuen Tollitäten es schaffen, das Rathaus zu stürmen, denn ich habe das historische Gebäude als sicher aufgerüstet.“ Präsident Uli Walsdorf vergaß bei allem nicht, die vielen Ehrenamtlichen im Hintergrund zu erwähnen, die in hohem Maße zum Gelingen einer solchen Auftaktveranstaltung beitragen. Beste Stimmung mit vielen „Mayoh“, „Alaaf“, „Joha“, oder „Ahoi“-Rufen der auswärtigen Karnevalisten, gaben der Szenerie am Brückentor das richtige Flair. Die Organisatoren hatten hart gearbeitet und sichergestellt, dass alles nach geltenden Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien ablaufen konnte. Zur stimmungsvollen Unterhaltung enterte die Karnevals-Band „Jeck Eleven“, aus dem Großraum Koblenz angereist, die Bühne. Was Chris an der Gitarre, Steffi an den Keyboards, Mario am Schlagzeug, Dirk am Bass, und Marian per Gesang ablieferten, war ein Karnevalsfeuerwerk. Ebenfalls Spitze war wohl der Auftritt des „Chaos Orchesters Weibern“. Diese Gruppe junger, begnadeter Musiker bestehend aus Felix, Jan, Jessi, Joschka, Leon, Markus, Manuel, Maxi, Moritz,Nele, Nils und Ronja, brachte mit ihren einzigartigen Arrangements bekannter Stücke und ihrer außergewöhnlichen Performance das närrische Publikum zum Mitsingen, Mittanzen und Mitfeiern.

„Wir wünschen unseren vielen närrischen Gästen, eine Zeit voller Spaß, Lachen und Frohsinn, und unvergessliche Momente beim gemeinsamen Start in die fünfte Jahreszeit“, so die Karnevalisten der Alten Großen zu unserer Zeitung. Und immer wieder gilt im närrischen Mayen die bekannte Hymne: „Dau kanns dech drähe üm un üm - dau fins kaan anzech Stadt – dee su be en Maye ronderüm – esu dolle Fasenaachts-Jecke hat“. BS

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