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Oberdreeser Schützen feierten zu Pfingsten ihr Schützenfest

Clara macht ihren Opa zum König

Schützen sorgen sich um Zukunft der Oberdreeser Traditionen und Bräuche – Norbert Tuschen ist Schützenkönig

07.06.2017 - 10:18

Rheinbach-Oberdrees. Die Oberdreeser Schützen feierten am Pfingstwochenende ihr diesjähriges Schützenfest.

Am Samstagabend war die Festmesse in der Pfarrkirche St. Ägidius Oberdrees, die von Pfarrer Bernard Dobelke zelebriert wurde. Anschließend erfolgte am Ehrenmal vor der Kirche die Kranzniederlegung. Der stellvertretende Schriftführer hielt hier die Rede zum Gedenken der Gefallenen und des Vergangenen. „Den Wert der Dinge erkennt man erst, wenn man sie nicht mehr hat“, begann Eschweiler seine Rede. Er beklagte den Verlust vieler Oberdreeser Traditionen und Bräuche. Hierzu zähle die Kinderkommunion vor Ort und die Fronleichnamsprozession, die nur noch alle zwei Jahre in Oberdrees stattfindet. Auch den Mitgliederschwund bei den Hubertusschützen führte er an, obwohl der Verein die richtigen Rahmenbedingungen biete. Er warnte vor dem Verlust eines Stückes Dorfkultur und forderte dazu auf, diesem entgegen zu wirken. Verbinden wir das heutige „Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft mit dem Gedanken an die Zukunft unserer Bruderschaft“, schloss er die Rede.

Bei dem anschließenden Schützenball in der Ludwig-Fett-Halle wurden zwei langjährige Mitglieder geehrt. Brudermeister der Schützenbruderschaft Manfred von Gosinski ehrte Manfred Haut für seine fünfzigjährige Mitgliedschaft in der Bruderschaft, die von großer Hilfbereitschaft geprägt sei. Er war unter anderem viele Jahre Schießmeister bei den Wettkämpfen. „Manfred Haut war da, wenn man ihn brauchte. Ohne ihn wäre vieles nicht möglich gewesen“, weiß von Gosinski.

Mit der Ehrenmitgliedschaft wurde Peter Hidien ausgezeichnet. Peter Hidien war viele Jahre der Fahnenoffizier der Bruderschaft. Er habe jahrelang für die Verpflegung der Gäste und Schützenbrüder gesorgt. Er stiftete Wurstpakete und ihm ist die Erbsensupe zum Hubertsfest zu verdanken. Er habe einfach geholfen, wenn Not am Mann war. Bei tollem Sonnenschein zog am Pfingstsonntag der Festzug durchs Dorf. Mit dabei waren die da noch amtierenden Majestäten, die in einer Kusche von Willi Hohn im Zug mitfuhren. Vereine aus dem Schützenbezirksverband Voreifel mit ihren Majestäten und die Musikzüge aus Niederdrees und Kuchenheim sorgten für die Musik.

Montagnachmittag wurden im Schützenhaus die diesjährigen Majestäten ausgeschossen. Zuerst waren die Jungschützen dran. Richtig spannend wurde es dann, als es um die Königsehre der Altschützen ging. Zum Schluss waren es nur noch die Eheleute Irene und Norbert Tuschen, die auf den Vogel schossen. Das Königsschießen zog sich bis kurz vor einundzwanzig Uhr hin. Der 194. Schuss auf den Königsvogel brachte die Entscheidung. Der neue Schützenkönig der St. Hubertus Schützenbruderschaft Oberdrees heißt Norbert Tuschen. Er wurde mit einem lauten dreimaligen „Horido“ beglückwünscht. Der 64-jährige König hatte diese Ehre schonmal vor sieben Jahren errungen. In der Tasche trug er einen Talisman, der ihm schon viel Glück gebracht hätte. Es handelte sich dabei um einen Schnuller seiner siebenjährigen Enkelin Clara.

Die weiteren Ergebnisse des diesjährigen Königsschießens: Schützenkönigspaar Norbert und Irene Tuschen (194. Schuss); Jungschützenprinz André Zavelberg (57. Schuss); Schülerprinzessin Paula Daufenbach (28. Schuss); Dreeser Dorfkönigin Yvonne van Leeuwen (66. Schuss); Bambino-Prinzessin Luise Daufenbach (Dart); Vorjahres-Dreeser Dorfkönig Benjamin Weber; Schützenliesel Maria Marquardt (141. Schuss); Königin der Könige Magdalena von Goscinski (56. Schuss); Brudermeister Manfred von Goscinski (senior).

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Kommentare
Uwe Klasen:
"Der drohende Klimakollaps" ---- Für die Durchsetzung freiheitsfeindlicher Ziele werden die Lügen, zu einer möglichen Klimaänderung, sei es etwas wärmer oder kälter, immer dreister!
Uwe Klasen:
Und so radelt Herr Oster durch ein Land, welches beinahe die höchste Steuer und Abgabenquote auf dem Planeten hat und wofür? Ein baufälliges Straßen- und Bahnsystem, baufällige Schulen, schlechtes Telefonnetz, die höchsten Strompreise, zunehmend mangelnde Sicherheit, Ausweiskontrollen vor Freibädern, eine immer rudimentärere Form der medizinischen Versorgung, einhergehend mit sinkendem Rentenniveau. Das ganze gewürzt mit Klimahysterie! Willkommen in ihrem Wahlkreis 2019!
Uwe Klasen:
Vielleicht möchte Herr Metzler mehr solcher Aussagen, wie von Elfriede Handrick (Vorstand der SPD-Wustermark) im ZDF geäußert, hören: „Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöten? Ich kann das nicht verstehen!“
Martin Esser:
Sehr geehrter Herr Metzler, als demokratische und rechtsstaatlicher Partei hat die AfD wie jede andere Partei das Recht, Pressemeldungen zu aktuellen Themen zu verfassen. Das hat nichts mit Werbung zu tun, sondern dient der Information der Bevölkerung. Mit freundlichem Gruß Martin Esser (Fraktionsvorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion)
Hagen Metzler:
Das Thema ist in der Tat ein sehr ärgerliches und die Zumutung an die Bürger wird auf die Probe gestellt. Aber seit wann ist der Blick aktuell eigentlich zu einer Werbezeitung für die AfD geworden? Schöner hätte es die AfD selber auf ihren Facebook-Seiten nicht formulieren können.
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