Tausende Radfahrer nutzten bei Sommerwetter den Radwandertag entlang der Wied

Endlich mal wieder WIEDer ins Tal

In den Orten an der 50 km langen Strecke hatten Gastronomie und Vereine tolle Angebote

16.05.2022 - 09:36

Wiedtal. „Mit noch mehr Regen wird´s dann langsam zur Qual, doch wir wollen wieder ins Tal“, sangen Manfred Düllberg und Melanie Klug auf dem Platz am Alten Kreuz in Waldbreitbach in dem eigens für das Event komponierten Lied. Doch von Regen und Qual waren tausende Radfahrer, Skater und Spaziergänger beim 22. Großevent „WIEDer ins Tal“ Lichtjahre entfernt. Denn bei dem Sommerwetter hatten die Teilnehmer am Sonntag Spaß und Freude, vor allem nach der zweijährigen coronabedingten Pause.


Die Landesstraßen 255 und 269, die durchs Wiedtal führen, waren von 10 bis 17 Uhr zwischen Niederbieber und Seifen, das sind 50 km, für Autos und motorisierte Zweiräder gesperrt. So gab es entlang der Radwandertagsstrecke zahlreiche Aktionen. Schon in Datzeroth war eine Verpflegungsstation am Dorfgemeinschaftshaus mit Mittagessen, Kuchen und Getränken.

Richtig was los war in Niederbreitbach auf dem Parkplatz an der Kulturwerkstatt, wo die Interessengemeinschaft Niederbreitbacher Ortsvereine einiges im Angebot hatte. Das reichte von Grillstand, Kuchentheke und Bierbrunnen bis hin zu Hüpfburg und Kinderschminken durch die Freie Evangelische Kirchengemeinde.

In Hausen standen Freibadliebhaber vor verschlossener Tür. Denn anders als in Pressemitteilungen und auf der Webseite des Touristikverbands Wiedtal angekündigt, war und ist das Freibad im Hausener Wiedtalbad geschlossen. „Das wird am 1. Juni geöffnet, denn das Wasser muss noch aufbereitet werden“, erklärte ein Mitarbeiter gegenüber Blick aktuell.

Etwas Trost gab es dann nebenan auf der großen Wiese an der Wied. Hier zeigten die 25 Traktorfreunde Hausen 20 Fahrzeuge, die meisten aus Hausen, aber auch von befreundeten Vereinen. Und auf einem vom Traktor gezogenen Anhänger durften Kinder eine Runde mitfahren. Vorsitzender Schmied erklärte: „Das älteste Fahrzeug ist ein Unimog von 1957 und der wertvollste ein Lanz Bulldog, der zwischen 30.000 und 40.000 Euro kostet.“

Über Holzkohle wurden leckere Steaks und Würstchen gegrillt, wobei es schon Stunden vor Ende des Events aufgrund der hohen Nachfrage keine Bratwurst mehr gab, dafür aber Kaffee und Kuchen.

In Waldbreitbach war der Platz am Alten Kreuz die Top-Adresse: Die Bräpe Jonge boten Speisen und Getränke an und der Gewerbeverband Waldbreitbach hatte für eine Hüpfburg und musikalische Unterhaltung mit Manfred Düllberg und Melanie Klug gesorgt. Die sangen aber nicht nur ihre Eigenkomposition „WIEDer ins Tal“, sondern auch kölsche Lieder und Hits von Udo Jürgens. Die Polizei hatte ihren Infowagen geöffnet und war ebenso wie die Jugendfeuerwehr an der großen Kreuzung im Einsatz. Übrigens: Die Einsatz- und Rettungszentrale, die nur wenig Arbeit hatte, war am Waldbreitbacher Feuerwehrhaus.

In Roßbach hatte ein Gasthof ein großes Zelt und einen Fahrradparkplatz installiert und bot ebenso wie die drei anderen Gastronomiebetriebe Mittagessen, Grillspezialitäten, besondere Speisen und Kaffee und Kuchen an. Der Förderverein und Elternausschuss der Kindertagesstätte „Im Zwergenreich“ verkaufte Kaffee- und Kuchen zugunsten der Kita-Kinder. Ähnlich wie in Roßbach und Waldbreitbach gestaltete sich das Programm in den weiteren Orten, die weiter aufwärts der Wied liegen. In Döttesfeld konnten an der E-Bike-Ladestation die Elektrofahrräder aufgeladen, in einer Werkstatt repariert und sogar an einer mobilen Anlage gewaschen werden. In Seifen war morgens der offizielle Start von WIEDer ins Tal mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld Fred Jüngerich und Puderbach Volker Mendel sowie dem Ortsbürgermeister von Döttesfeld Martin Fischbach. HEP

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