Backesfest des Niddehöde Backesverein

Flammkuchen, Holzofenbrot und Döppekooche waren der Renner

Historischer Ofen stammt aus den 1930er Jahren

12.09.2016 - 12:33

Ahrweiler. Über Jahrhunderte hinweg wurde in den historischen Stadtvierteln von Ahrweiler im so genannten „Backes“ Brot gebacken. Da bildete auch die Niederhut keine Ausnahme, deren Backes einst neben der heutigen Gaststätte „Zum Torwächter“ stand. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Backhaus jedoch durch einen Bombentreffer schwer beschädigt und in den 1950er Jahren endgültig entfernt. Seit dem Jahr 2000 gibt in der Niederhut wieder einen Backes, der vom Niddehöde Backesverein betreut wird. Dieser Verein setzt sich jeweils zur Hälfte aus Mitgliedern der


Niddehöde Junggesellen sowie aus „Ehemaligen“ des Junggesellenvereins „Niddehöde Jonge“ zusammen. Um Mittel für den Erhalt und den Betrieb des Backes zu generieren, veranstaltet der Backesverein unter anderem das beliebte Backesfest. Wer von dessen Existenz nichts weiß, merkt es spätestens beim Eintritt in den Sebastianuswall: Der verführerische Duft frisch gebackener Köstlichkeiten liegt schon weit bevor man den Backes erreicht in der Luft. Da bildete auch das diesjährige Backesfest keine Ausnahme, zumal nach langer Zeit endlich auch das Wetter mitspielte. So waren die auf dem Katharinenplatz in der Niederhut aufgestellten Sitzgelegenheiten praktisch ständig „ausgebucht“.


Mehr als 100 Holzofenbrote verkauft


Kein Wunder, waren doch neben den obligatorischen Flammkuchen und frischen Waffeln auch das rheinische Nationalgericht „Döppekooche“ im Angebot, von dem mehr als 60 Kilogramm verzehrt wurde. Dank Kölsch vom Fass, Weizenbier und natürlich echtem „Ahrruude“ konnte der vor allem von den herzhaften Speisen verursachte Durst bestens gelöscht werden. Ein Verkaufsschlager sind auch die Holzofenbrote, von denen während des Wochenendes mehr als 100 Exemplare den Besitzer wechselten.

Apropos Holzofen: Hierbei handelt es sich um ein echtes historisches Schmuckstück. In den 1930er Jahren von der Firma Johann Heuft & Söhne in Bell/Kreis Mayen erbaut, stand der gewaltige Ofen einst in der Backstube der ehemaligen Bäckerei Schragen. Zur Erläuterung muss gesagt werden, dass früher neben der heute noch existierenden Bäckerei Schragen in der Ahrhutstraße auch noch eine zweite Bäckerei gleichen Namens in der Niederhut existierte. Dank der engen Kooperation mit der Bäckerei Heinrichs kann der Teig unter professionellen Bedingungen zubereitet und anschließend im Holzofen ausgebacken werden. Im Rahmen des „Mitternachtsweihnachtsmarkt“ steht im Niddehöde Backes das nächste Highlight auf dem Programm. Wie schon im vergangenen Jahr wird es dann wieder für Kinder die Möglichkeit geben, im Backes selbst hergestellte Plätzchen zu backen.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Das ist Ansichtssache. Man kann nicht einerseits eine Partei ablehnen oder ausklammern und andererseits Spenden annehmen. Alles eine reine Charaktersache. [ Zitat ] Die Alternative für Deutschland (Kurzbezeichnung: AfD) ist eine rechtspopulistische, in Teilen rechtsextreme politische Partei in Deutschland....
Thomas S.:
Ob von der CDU, SPD, ... oder wie hier von der AfD. Das Geld ist bei unseren Kleinen immer ein gutes "Investment". ...
Gabriele Friedrich:
Ein Denunziant übt meist eine persönliche Rache aus. Das ist hier wohl nicht der Fall. [ Zitat ] Handelt es sich jedoch um die Anzeige einer Straftat oder schweren Verbrechens, so fällt dies nicht unter den Begriff der Denunziation, sondern wird gesellschaftlich zur ***Abwehr von Gefahren für die Allgemeinheit***...
Peter Busse:
Bildung tut nicht weh Herr Schmidt. Allgemein bekannt ist der Spruch „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“. Die Urheberschaft wird oft Hoffmann von Fallersleben zugeschrieben, seit dieser Vers in die Zitatensammlungen von Daniel Sanders (1906) und Richard Zoozmann (1911)...
S. Schmidt:
Dazu möchte ich August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zitieren: „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“. ...
juergen mueller:
Jahrelang ausdiskutiert, wie das so in Koblenz üblich ist. Dann Toilettencontainer hingestellt - fertig. Alles andere regelt sich dann von selbst. Denkste. Ratlos - Tatenlos. Nicht zu Ende gedacht. Was woanders funktioniert - in Koblenz noch lange nicht. Nie daran gedacht, dass hunderte Zweibeiner...
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