Kita Hummelnest in Roniger Hof

Gelebte Inklusion

Gelebte Inklusion

Frau G. war drei Jahre lang ein wertvolles Mitglied im Team. Foto: privat

18.03.2022 - 11:58

Linz. Die Kita Hummelnest lebt die Inklusion, ist ebenso offen für Interkulturalität und lebt vor allem für und mit der Verschiedenheit aller Menschen. Konzeptionell verankert wird deutlich, dass die Einrichtung jeden Menschen in ihrer Mitte willkommen heißen. Jeder Einzelne bringt etwas Besonderes mit, dabei lernt jede/r durch und mit jeder/m und macht das Gesamte erst vollständig. Die Einrichtung arbeitet mit der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ (WfbM) des „Heinrich-Haus gGmbH Neuwied“ zusammen und bietet somit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. In der Kita Hummelnest war Frau G. ein Teil des Teams und hat die Einrichtung nicht nur in den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten unterstützt.


Der Einrichtung ist es wichtig, jeden Menschen, so wie er ist, anzunehmen und an allen Bereichen teilhaben zu lassen und auch das wird bei den Tätigkeiten von Frau G. deutlich. Als festes Teammitglied hatte Frau G. die Möglichkeit in jedem Bereich tätig zu sein, sei es in der Küche beim Abwaschen oder beim Kochen und Backen, auch die Vorbereitungen hat Frau G. selbst in die Hand genommen. Bei ihren Backaktionen hat das Team sie unterstützt, sei es durch das Einkaufen der Zutaten oder beim Mitanpacken. Sie war mit den Kindern in Kontakt und hat gemeinsam mit ihnen den Tisch gedeckt. Ihre Pausen hat sie in den Gruppen beim Mittagessen verbracht und die Kinder bei ihrer Mahlzeit begleitet und anschließend gemeinsam den Geschirrwagen in die Küche gefahren.

Das Team der Kita Hummelnest hat Frau G. in ihrer Mitte aufgenommen, sie als festes Teammitglied miteinbezogen und ihr einen „normalen“ Arbeitstag ermöglicht.

Für den ein oder anderen stellt sich jedoch die Frage, ob die Arbeit in einer Kindertagesstätte und in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung überhaupt zusammenpassen. Diese Frage beantwortet Derya Liebenau und Christel Meyer. Beide sind im Hauswirtschaftsbereich im Heinrich Haus in Sankt Katharinen tätig und begleiten Frau G. in ihrem Alltag.

„Die Zusammenarbeit passt sehr gut zusammen, haben wir von der WfbM des Heinrich Hauses in St. Katharinen festgestellt. Sowohl die Kita als auch eine WfbM haben einen Förder- und Bildungsauftrag und diesen nehmen sowohl das Heinrich-Haus als auch die Kita Hummelnest in Roniger Hof sehr ernst. Um den geeigneten Arbeitsplatz für einen Leistungsteilnehmer zu finden Bedarf es oft außergewöhnliche Maßnahmen. Einen solchen Arbeitsplatz haben wir gemeinsam mit Hilfe der Kita Hummelnest für eine Dame der Werkstatt gefunden. Die Kita Hummelnest steht in ihrer Arbeit für Inklusion und Offenheit für alle Menschen. Diese Einstellung führte dazu das die Kita Frau G. einen Außenarbeitsplatz anbieten konnten. Frau G. genießt den Schutz und die Begleitung der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, kann aber an einem Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt arbeiten. Für einen Menschen mit Behinderung ist dies etwas ganz Besonderes. Es stärkt das Selbstbewusstsein, fördert die Eigenständigkeit und bereitet außerdem viel Freude. Frau G. war in der Einrichtung als Kollegin voll integriert. Sie unterstütze dort die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten mit viel Freude und Engagement. Sie war drei Jahre lang ein Teil des Teams. Ob gemeinsames Arbeiten, Betriebsausflüge oder besondere Aktionen in der Kita, Frau G war immer mit am Start. Wir von der Werkstatt St. Katharinen bedanken uns hiermit bei der Kita Hummelnest für die tolle gemeinsame Zeit, in der wir einem besonderen Menschen einen besonderen Arbeitsplatz anbieten konnten. Auch wenn Frau G. im Februar die Kita Hummelnest aus persönlichen Gründen verlassen hat, so endet unsere gemeinsame Arbeit hier nicht. Es wird bestimmt wieder eine Kooperation geben, da sind wir uns sicher.“

Frau G. war eine große Unterstützung und immer mit viel Spaß und Freude bei der Arbeit.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Sprechstunde mit Jan Einig

Auf ein Wort

Neuwied. „Auf ein Wort mit Jan Einig“ heißt die Reihe, in der Neuwieds Oberbürgermeister die Stadtteile aufsucht, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in persönlichem Kontakt zu bleiben. Dieser Austausch ist Jan Einig ein Herzensanliegen, insbesondere, da die für den engen Draht wichtigen zufälligen Treffen angesichts die Pandemie weniger geworden waren. Nachdem bereits einige Stadtteile dieses Jahr... mehr...

Experte schulte Neuwieds Seniorenbeirat im Kommunalrecht

Neuwied. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen der älteren Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Neuwied. Er berät die Organe der Stadt Neuwied, gibt Anregungen und Empfehlungen an Behörden, Verbände und Organisationen und fördert den Erfahrungsaustausch, die Meinungsbildung und Koordination von Maßnahmen. Damit er diese Aufgabe gut erfüllen kann, bot die Stadtverwaltung zusammen mit der... mehr...

Stolpersteine in der Goldgrube verlegt

Erinnerung an Koblenzer Opfer des Nationalsozialismus

Goldgrube. Jüngst wurden sechs neue Stolpersteine im Koblenzer Stadtteil Goldgrube verlegt. Die in die Bürgersteige eingelassenen Messingsteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, die in Koblenz gewohnt haben. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Zu Besuch in der Frankensiedlung

Mathias Heeb:
Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
Von meiner Seite konnte ich mit Johannes Jung aus dem „rebellischen Dorf Eckendorf“ immer gut auskommen. Hoffe für ihn, dass er etwas andere Wege findet für die CDU Grafschaft, ihm alles Gute für die Zukunft, so fair sollte man sein....
K. Schmidt:
"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
Service