Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Integratives Mehrgenerationen-Quartier soll in Bad Neuenahr-Ahrweiler entstehen

Kreisstadt beteiligt sich an Vorzeigeobjekt

Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung und Begegnungszentrum werden mit Kindergarten verbunden

Kreisstadt beteiligt sich an Vorzeigeobjekt

Bis zu 40 Personen sollen in dem neuen Integrativen Mehrgenerationen-Quartier ihren Lebensmittelpunkt finden. Foto: Architekturbüro Berghaus und Michalowicz

21.03.2017 - 08:23

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein Vorzeigeobjekt in mehrfacher Hinsicht soll schon bald in der Schützenstraße entstehen. Am Schnittpunkt zwischen Bad Neuenahr und Ahrweiler plant Investor Kay Andresen (Remagen) ein Integratives Mehrgenerationen-Quartier (IMQ), in dem alte und junge, behinderte und nicht behinderte Menschen sich begegnen und zusammen wohnen sollen. Wobei Andresen großen Wert auf die Feststellung legt, dass er beileibe nicht allein die Sache anpackt, sondern eine große Gruppe von gleichgesinnten Unterstützern an seiner Seite weiß. „Bei diesem Projekt wird das ‚Wir‘ auf allen Ebenen gelebt, von der Planung über die Finanzierung und die Ausführung bis hin zur Art und Weise, wie das IMQ mit Leben gefüllt werden soll.“ Es handele sich um eine Gruppe von Menschen, die hofften, aus einer Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Schon vor einem Jahr hatte der Haupt- und Finanzausschuss der Kreisstadt die grundsätzliche Zustimmung zur Realisierung eines Wohnprojektes für Menschen mit Behinderung in Verbindung mit einem Begegnungszentrum und einer Kindertagesstätte auf dem städtischen Grundstück neben St. Pius erklärt. Das Projekt ist auch im Konzept der Stadt für die Landesgartenschau 2022 enthalten. Mittlerweile wurde das Raumprogramm konkretisiert und die Anforderungen formuliert, so dass Nicole Berghaus vom Architekturbüro Berghaus und Michalowicz (Neuwied) eine Vorplanung des Projektes vorstellen konnte.


Verschiedenen Nutzungsformen auf vier Geschossen


Demnach soll ein viergeschossiges Gebäude entstehen, das die verschiedenen Nutzungsformen in sich vereint. Im Erdgeschoss soll nicht nur eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen entstehen, sondern auch noch eine Begegnungsstätte der Lebenshilfe und Räumlichkeiten für eine Physiotherapie-Praxis errichtet werden. Im ersten Obergeschoss entstehen zwei Wohngemeinschaften für je vier Personen mit Behinderung sowie Appartements für Betreuungskräfte.

Im 2. und 3. Obergeschoss schließlich will man Anderthalb- und Zwei-Zimmer-Apartments in unterschiedlichen Größen ausweisen. Alles in allem könnten hier 35 bis 40 Personen ihren Lebensmittelpunkt finden, wobei Andresen unterstrich, dass sowohl Behinderte wie auch Nichtbehinderte in einer guten Mischung als Bewohner infrage kämen.

Für die Stadt sei das Projekt insbesondere deshalb von hohem Interesse, so Bürgermeister Guido Orthen (CDU), weil damit die notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte Sankt Pius um drei Gruppen auf elegante Art und Weise umgesetzt werden könne. Durch die räumliche Nähe zum vorhandenen Kindergarten werde die Möglichkeit eröffnet, die heutige Leitung des Kindergartens auch für die Erweiterung einzusetzen. Darüber hinaus könnten Räume gemeinsam und flexibel genutzt werden.

„Insofern entstehen echte Synergieeffekte, die sich auch auf die künftigen Betriebskosten der Einrichtung positiv auswirken“, war er überzeugt.


Kita gGmbH Koblenz soll die Trägerschaft übernehmen


Das Kreis- und Landesjugendamt hätten dem Projekt in einer ersten Vorstellung grundsätzlich zugestimmt und dabei Bedarf und Raumprogramm anerkannt. Die neuen Gruppen sollen wie die bestehende Einrichtung in die Trägerschaft der Katholischen Pfarrgemeinde St. Pius und ab 2018 in Trägerschaft der Kita gGmbH Koblenz übertragen werden, die bereits ebenfalls ihre Zustimmung signalisiert habe.

Insgesamt soll das IMQ rund 6 Millionen Euro kosten, so Andresen. Für den Teil der Kindertagesstätte wurden einschließlich der Außenanlagen und der Ausstattung Kosten von etwa 1,5 Millionen Euro ermittelt, die von der Stadt übernommen werden müssen.

Dafür soll die Stadt das Grundstück im Wert von 630.000 Euro zur Verfügung stellen, außerdem soll die voraussichtlichen Zuschüsse von Land und Kreis in Höhe von knapp 580.000 Euro dazu verwandt werden. Somit belaufe sich der Anteil, den die Stadt tatsächlich noch aus ihrem Etat finanzieren müsse, auf 262.000 Euro. Unter Berücksichtigung der entstehenden Synergieeffekte, der ohnehin notwendigen Neugestaltung der Außenanlagen und der entstehenden sinnvollen Nutzung des Grundstückes als inklusives Modellprojekt betrachte die Verwaltung das Projekt in der Gesamtschau als wirtschaftlich und gewinnbringend für alle Beteiligten.


Ausschüsse gaben grünes Licht für die Entwurfsplanung


Dies könne allerdings abschließend nur anhand der konkreten Entwurfsplanung mit belastbarer Kostenberechnung beurteilt werden.

Diese Entwurfsplanung werde ohnehin für einen Förderantrag benötigt. Daher ermächtigten der Haupt- und Finanzausschuss gemeinsam mit dem Ausschuss für Generationen, Kultur und Soziales in einer gemeinsamen Sitzung die Verwaltung, einen Vorvertrag über die Beteiligung an den jetzt entstehenden Planungskosten für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung in Höhe von etwa 30.000 Euro abzuschließen. Da dieser Betrag im Haushalt 2017 noch nicht vorgesehen sei, müsse er außerplanmäßig bereitgestellt werden. Mit dem Baubeginn rechnet Bürgermeister Orten im Frühjahr 2018.

Das Gebäude werde konsequent barrierefrei sein, erläuterte Architektin Nicole Berghaus und versprach, dass es sich städtebaulich hervorragend in die Umgebung einfügen werde. Auch die Lage sei ideal, ergänzte Orthen, denn die Caritas-Werkstätten seien ebenso in der Nähe wie das Mittelzentrum, der Bahnhof von Ahrweiler und die städtischen Erholungsbereiche.

JOST

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Bürgertelefon Oliver Wolf

Persönliche Fragen an den Bürgermeisterkandidaten

Rheinbach. Rheinbacherinnen und Rheinbacher, die eine persönliche Frage an CDU-Bürgermeisterkandidat Oliver Wolf haben oder sich zu einem Rheinbach-Thema äußern wollen, können ab sofort Nachrichten per „WhatsApp“ an Oliver Wolfs Telefonnummer 0151-28 79 89 62 schicken. Zudem steht ihnen der CDU-Bürgermeisterkandidat telefonisch jede Woche bis zu zwei Stunden persönlich zur Verfügung. Konkret beantwortet Wolf am Apparat ihre Fragen und nimmt ihr Lob, ihre Kritik oder ihre Anregungen entgegen. mehr...

Nur professionell koordinierteHilfsmaßnahmen können gegen den Klimaschaden helfen

Priorität Wald

Rheinbach. Erst vor kurzem besuchte Ludger Banken, der überparteiliche, von SPD, UWG, B90/Grünen und FDP unterstützte Bürgermeisterkandidat Rheinbachs, den Rheinbacher Stadtförster, um sich umfassend über die Funktionen des Waldes, dessen Bewirtschaftung und vor allem über die aktuellen durch den Klimawandel und Schädlingsbefall hervorgerufenen Großschäden zu informieren. mehr...

Weitere Berichte

Pressemitteilung der vier RheinbacherRatsparteien SPD, FDP, B90/Grüne, UWG

Bürgergespräche mit Ludger Banken

Rheinbach. Ludger Banken ist der überparteiliche gemeinsame Kandidat der vier Rheinbacher Parteien SPD, B90/Grüne, FDP und UWG. Gerne kommt er in den kommenden Wochen vom 7. bis zum 28. August in die... mehr...

Digitalisierung der Rats- und Verwaltungsarbeit in Rheinbach

UWG fordert konkreten Mehrwert für die Bürger

Rheinbach. Die UWG Rheinbach hat im Herbst des letzten Jahres ausdrücklich den übergreifenden Antrag der im Rheinbacher Rat vertretenen Fraktionen zur Digitalisierung in Rats- und Verwaltungsarbeit und zur digitalen Teilhabe der Bürger unterstützt. mehr...

Wolf in Rheinbach und im weltweiten Netz

Webseite des Rheinbacher CDU-Bürgermeisterkandidaten Oliver Wolf ist online

Wolf in Rheinbach und im weltweiten Netz

Rheinbach. Ab sofort ist die Webseite des Rheinbacher Bürgermeisterkandidaten der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) Oliver Wolf live geschaltet. Wer mehr über den Rheinbacher Unternehmer sowie seine politischen Ziele wissen will, geht auf seine Internetseite www.oliverwolf2020.de. mehr...

Politik

FDP Rheinbach

Keine Listenverbindung zur Wahl der Ortsvorsteher

Rheinbach. „Wir sind bei den letzten Wahlen 2009 und 2014 immer Listenverbindungen mit der CDU für die Ortsvorsteherposten eingegangen“ erklärte Karsten Logemann, der FDP-Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei in der kommenden Kommunalwahl. mehr...

UWG verwendet umweltschonende Plakate

Die Präsentation der UWG-Kandidaten in vollem Gange

UWG verwendet umweltschonende Plakate

Rheinbach. Das Wochenende war geprägt von leiterkletternden Kandidaten der UWG und deren Familienmitgliedern. Für den aufmerksamen Beobachter war es interessant, das Original auf der Leiter mit dem großformatigen Bild auf dem Wahlplakat zu vergleichen. mehr...

CDU Rheinbach trauert um langjähriges Mitglied

Nachruf für Hans Peter Höfel

Rheinbach. Die CDU Rheinbach trauert um ihr langjähriges Mitglied Hans Peter Höfel, der in dieser Woche im Alter von 78 Jahren verstorben ist. mehr...

Sport
Zumba-Kurse

Oberahrtaler Sportfreunde e.V.

Zumba-Kurse

Antweiler. Zumba ist für jeden geeignet. Fitnessstand, persönlicher Hintergrund und Alter spielen keine Rolle, man kann sofort einsteigen und mitmachen. Zumba ist effektiv und Zumba ist leicht zu lernen. mehr...

Frikadelli Racing

Jeroen Bleekemolen verstärkt das Fahreraufgebot

Barweiler. Der Fahrerkader von Frikadelli Racing wird bei den nächsten Einsätzen auf der Nürburgring Nordschleife zusätzliche Verstärkung erhalten. Mit Jeroen Bleekemolen stößt einer der wohl erfahrensten und vielseitigsten Langstreckenpiloten zum Kult-Rennstall aus Barweiler hinzu. mehr...

Weiterer erfolgreicher Testeinsatz vor dem 24h-Rennen

Frikadelli Racing

Weiterer erfolgreicher Testeinsatz vor dem 24h-Rennen

Barweiler. Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte der Nürburgring Langstrecken-Serie konnte das Frikadelli Racing Team mit dem #30 Porsche 911 GT3 R den achten Gesamtrang erzielen und weitere wichtige Daten für das 24h-Rennen sammeln. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Debatte in Bundesländern um Abschaffung der Maskenpflicht - Was sagen Sie?

Nein, auf keinen Fall.
Ja, ich bin dafür.
Lieber eine Empfehlung statt Pflicht.
4112 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.