Allgemeine Berichte | 13.10.2017

Eifelverein Remagen

Wanderer trotzten dem Regen

Teilnehmer bestaunten das rege Treiben in der Winzergenossenschaft Mayschoß

Die Wandergruppe dicht gedrängt auf dem Ümerich. privat

Remagen. In Rech wurde gestartet, steil bergauf, ein Stück auf dem Rotweinwanderweg und dann ein lohnender Abstecher zur Michaelskapelle. „Quis ut Deus“ steht über ihrem Eingang und bringt selbst Lateiner ins Grübeln. „Wer ist wie Gott?“ heißt dieser dem Erzengel Michael zugeordnete Spruch. Von dort hatten die Remagener Eifelfreunde einen Panoramablick auf das weit geschwungene Ahrtal, mittendrin die Saffenburg auf ihrem isolierten Felsen. Erst auf der Akropolis, der Hütte des Eifelvereins Mayschoß, war beim Weitermarsch der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Die Remagener hatten Glück, denn die Hütte ist nur an jedem zweiten Wochenende geöffnet und es gab eine vorzügliche Erbsensuppe. Schade, es fing an zu regnen. Aber der Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Felsennase Ümerich wurde erklommen. 311 m über NN ist sie nur hoch und kann sich mit ihrem fantastischen Ausblick doch mit den höchsten Eifelgipfeln messen. Aneinandergepresst passten alle Mitwanderer nur gerade so eben auf den kleinen Felsen. Kurz danach auf dem Mohrenkopf war es noch enger, da konnte jeweils nur die Hälfte oben Platz finden und das Gipfelerlebnis genießen.

Der Regen ließ im Wald die Pilze sprießen. An einer Stelle standen bestimmt über zweihundert kugelrunde kleine Boviste dicht an dicht nebeneinander. Das Laub in den Weinbergen hatte sich schon prächtig verfärbt. Der Rotweinwanderweg wurde nochmals ein Stück weit eingeschlagen. Dort steht an einer Stelle eine Schieferwand, die versteinerte Wellenkräuselungen zeigt, so wie sie vor Jahrmillionen im Uferschlamm eines verlandenden Urmeeres zurückblieben.

Unten in der Winzergenossenschaft Mayschoß herrschte Hochbetrieb. Ein Winzer nach dem anderen fuhr mit dem Traktor vor und lieferte sein Lesegut ab. Die Normbottiche wurden maschinell vom Greifarm erfasst, gewogen und automatisch geleert, die Werte sofort in Leuchtziffern auf einer Tafel angezeigt. 686 kg und 87 Öchsle wurden gemessen, während die Wanderer dem Treiben zuschauten.

„Ohne den Regen heute hätte ich mindestens 5° Öchsle mehr bekommen“, klagte der betroffene Winzer. Nasse Trauben wiegen zwar mehr, aber der Most wird dünner. Er konnte sich trösten, denn es reichte noch immer für das Prädikat Spätlese, für das in Mayschoß mindestens 85° Öchsle gefordert werden. Der Zug war weg: Kein Problem, am Bahnhof Mayschoß wurde vorzüglicher Federroter ausgeschenkt.

Die Wandergruppe dicht gedrängt auf dem Ümerich. Foto: privat

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