FWM3: Vorgelegtes Sanierungskonzept enthält drastische Einschnitte

Wie geht es mit Geburtshilfe und kinderärztlicher Versorgung in Mayen weiter?

Wie geht es mit Geburtshilfe und kinderärztlicher Versorgung in Mayen weiter?

Die kinderärztliche Versorgung in Mayen zeigt nach Ansicht der FWM3 bereits jetzt die schwierige Versorgungslage dramatisch auf. Foto: FWM3

23.05.2024 - 14:51

Kreis Mayen-Koblenz. Aufmerksame Verfolger der kommunalpolitischen Debatte wissen es schon seit Jahren: Der Mehrheit im Kreistag geht es schon lange nicht mehr um Aufrechterhaltung eines solidarischen Gesundheitssystems, noch um die Aufrechterhaltung der Regelversorgung durch das Mayener St. Elisabeth Krankenhaus. Jetzt wurden im Rahmen der Berichterstattung über eine weitere notwendige Finanzausstattung des GKM durch die Gesellschafter, den Landkreis MYK und die Stadt Koblenz, in einer Randnotiz das geplante Ausmaß der Einschnitte in die Gesundheitsversorgung deutlich. Denn die Kreistagsfraktion der SPD stellte nach einem Bericht der RZ vom 18. Mai 2024 in der letzten Kreistagssitzung den Antrag, dass im Rahmen des von einem Unternehmensberater vorgelegten Sanierungskonzepts für das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) geprüft werden soll, inwieweit im Mayener Krankenhaus die Geburtsstation, die Pädiatrie und die kinderärztliche Versorgung im Medizinischen Versorgungszentrum erhalten bleiben können. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass im angestrebten Sanierungskonzept die Schließung dieser drei Bereiche vorgesehen ist! Eine Katastrophe für die bereits schwierige Versorgungslage von werdenden Eltern und jungen Paaren mit ihren Kindern in der Region. Für einen Landkreis, der sich gerne familienfreundlich nennt, gehört aber gerade auch eine ausreichende Gesundheitsversorgung für junge Familien und deren Kinder (Kinderarzt) zwingend dazu. Nicht nur die Lage in Mayen ist katastrophal, denn auch Patienten aus den Verbandsgemeinden Ulmen, Cochem, Kaisersesch und Vordereifel müssen nicht nur lange Wartezeiten, sondern auch lange Wege einkalkulieren. Von daher ist es für die Freien Wähler Mayen (FWM) und die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel (FWM3) vollkommen unverständlich, dass es für die meisten Kreispolitiker scheinbar undenkbar ist, diesen eigentlich unverzichtbaren Teil der medizinischen Versorgung zum Beispiel haushaltstechnisch durch einen jährlichen Verlustausgleich abzudecken. „Wenn die hoch verschuldete Stadt Mayen jährlich das Minus von etwa 1 Million Euro für das Schwimmbad durch Verlustausgleich „auffängt“, muss doch der Kreis Mayen-Koblenz in der Lage sein, auf diesem Haushaltsweg auch die Geburtshilfe und die derzeitige minimale kinderärztliche Versorgung im Mayener Krankenhaus zu sichern. Das wäre gelebte Familienfreundlichkeit!“, urteilt Hans Georg Schönberg, Kreistagsmitglied der FWM3. Bereits 2020 hat die FWM3 die Einführung von Medizin-Stipendien (jeweils 50.000 Euro) im Kreistag beantragt, um der Behandlungsnot von jungen Familien rechtzeitig entgegenzusteuern. Inzwischen gibt es erfreulicherweise diverse kooperative Initiativen, um die kinderärztliche Versorgung in der Region zu stärken. Doch auch wenn diese irgendwann einmal Erfolg haben sollten, sind Geburtshilfe, Pädiatrie und kinderärztliche Versorgung für die Freien Wähler der FWM und der FWM3 im Rahmen der Eifelklinik in Mayen unverzichtbar.

Pressemitteilung

Freie Wähler

Mayen-Mittelrhein-Mosel

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