Weitere Millionen-Investition bei Poli-Tape in Remagen

Mit einem Knopfdruck in die Zukunft

Mit einem Knopfdruck in die Zukunft

Viele Hände - ein Knopfdruck: der Start in eine weitere erfolgreiche Zukunft bei Poli-Tape. Foto: AB

09.09.2013 - 15:56

Remagen. „Einen solchen Aufstieg eines Unternehmens erleben wir selbst im unternehmerischen Erfolgsland Rheinland-Pfalz nur ganz selten“, befand im vergangenen Jahr der damals noch amtierende Ministerpräsident Kurt Beck bei der Besichtigung von Poli-Tape im Remagener Gewerbegebiet. Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Ein weiterer Millionendeal steht auf der Agenda von Vater und Sohn Walter und Sven Möhren. 15 Millionen haben die Möhrens sich ddie Übernahme eines Werks und den Aufbau einer neuen Maschine in den weiträumigen Hallen des Remagener Betriebs kosten lassen.

Modernste Maschinen, an denen im bis zu Drei-Schichten-Rhythmus gearbeitet wird, sichern den Erfolg der Firma, deren Chef leidenschaftlicher Motorsportfreund ist. Um den Knopfdruck an der neuen Maschine ging es, zu dem Walter Möhren Politik und Wirtschaft in seinen Bürotrakt eingeladen hatte. Natürlich freut sich Remagens Bürgermeister Herbert Georgi immer, wenn der Firmenchef als einer der besten Gewerbesteuerzahler Remagens von einem weiteren Erfolg künden kann. Natürlich freuen sich die heimischen Banken, mit einem so erfolgreichen Unternehmer zusammenarbeiten zu können. Und natürlich betont Landrat Jürgen Pföhler immer wieder, wie gut der Kreis Ahrweiler für die heimische Wirtschaft aufgestellt sei. Da kam dann auch ein großes Lob des Firmenchefs: „Fast unbürokratisch haben uns alle Verwaltungen des Kreises bei unseren Ausbauplänen geholfen.“ Unternehmerische Entscheidungen müssten nun einmal in einem engen Zeitfenster umgesetzt werden, um zum Erfolg zu führen. „Italienische Zustände“ schilderte Möhren, der bei Triest ein Werk der Schuhindustrie für die eigenen Zwecke umgebaut hat. „Da freuen wir uns doch, dass die Unternehmer, die ins Ausland abwandern wollen, sich letztlich häufig doch für den Standort Deutschland entscheiden“, kam da aus den Reihen der Banker.

Zehn weitere Arbeitsplätze kann Poli-Tape nun durch die Erweiterung und neue Fertigung anbieten. Erstaunlich auch: 14 Nationen werkeln in den modernen Hallen, in denen nahezu alles auf Knopfdruck reagiert.

20-jähriges Bestehen feierte die Firma unlängst, Grund genug für Walter Möhren, auch noch einmal einen Blick in die Vergangenheit zu werfen: Vor 18 Jahren hat der Firmenchef noch selbst an der Maschine gestanden in Kripp in der alten Bäckerei. Mit fünf Mitarbeitern hat dort das Unternehmen seinen Anfang genommen.

Doch mit neuen Ideen rund um einen Plotter aus den USA, die den Firmenchef zu einem der Marktführer auf dem Globus haben werden lassen, wurde das alte Gebäude bald zu klein, und man siedelte um ins Remagener Gewerbegebiet. In 80 Länder der Welt schickt Poli-Tape heute seine Produkte.

Diese sind an der Außenwerbung für Gebäude, Objekte und Fahrzeugen zu sehen. Auch in der Beschriftung und Designgestaltung von Sport-, Freizeit- und Berufskleidung hat sie Eingang gefunden. „Wer seine Lieblingssportler über den Rasen oder über den Tennisplatz flitzen sieht, kann sich sicher sein, dass bei der Trikotwerbung irgendwie international die Remagener Firma Poli-Tape mit dabei ist“, sagt Sven Möhren. Die namhaftesten Sportartikelhersteller benutzen die Aufdrucke aus Remagen.

In den USA und zweimal in Italien sowie am Standort Remagen arbeiten insgesamt mehr als 200 Menschen. Und eine weitere Neuheit hat Poli-Tape einen der vordersten Plätze in der Beschichtungsindustrie eingebracht. „Wir arbeiten mit ökologischen Stoffen, ich selbst möchte doch auch kein PVC am Körper tragen“, betonte Möhren. Klar machte es den Vertretern aus Politik und Wirtschaft dann bei dem Rundgang durch die Hallen ausgesprochen Spaß, erneut mit einem symbolischen Knopfdruck die Beschichtungsmaschine „losrattern“ zu lassen.

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