2. Bundesliga Damen: Die Bäckermädchen erkämpfen sich gegen Frankfurt II ein verdientes 2:2

Jede Serie geht einmal zu Ende, aber das Saisonziel ist fast erreicht

Jede Serie geht einmal zu Ende,
aber das Saisonziel ist fast erreicht

Grenzenloser Jubel! Julia Schermuly erzielt mit viel Cleverness ihren 14. Saisontreffer und sorgt damit für das zwischenzeitliche 1:1. Foto: Roland Schäfges - www.myfoto24.eu

16.05.2022 - 11:28

Andernach. SG99-Torhüterin Laura van der Laan brachte es nach dem Spiel auf dem Punkt. „Wir gehen leider auf dem Zahnfleisch, da kann so was wie heute, gerade gegen eine Spitzenmannschaft, wie es die Reserve der Eintracht ist, halt auch mal passieren.“ Was die sympathische und sportlich Starke Torhüterin der Bäckermädchen meint: Die von Isabelle Hawel und Florian Stein trainierte Erfolgstruppe aus dem Neuwieder Becken, spielt seit Wochen trotz maximal-minimalem Kader, eine unglaubliche Rückrunde, mit vor dem Spiel acht Siegen in zehn Partien oder vier zu null Siegen in Folge. Dann gegen eine mit Bundesliga-Stars besetzte U20 von Frankfurt, zum Ärger für Andernach auf Kunstrasen, bis zur 81. Minute, trotz Rückstand nach 21 Minuten zu führen, ist alleine schon sensationell gut. Oder wie es Trainer Stein direkt nach dem Spiel zu seiner enttäuschten Truppe sagte: „Mädels, Kopfhoch! Ihr könnt Stolz auf euch sein!“ Kollegin Isabel Hawel motivierte mit dem Satz „Dann holen wir uns halt die heute verlorenen Punkte gegen Meppen!“

Nachdem man zuletzt viermal in Folge, förmlich aus der Situation heraus, jeweils mit der gleichen Formation gestartet ist, mussten gegen die Eintracht zwei ungeplante Veränderungen umgesetzt werden. Hintergrund waren zwei kleinere Verletzungen unter der Woche. Carolin Asteroth verschluckte sich unglücklich beim Training an Granulat und Beseta Hisenaj verletzte sich an der Ferse. So spielten dieses mal der etablierte Rückhalt Laura Van der Laan im Tor, Alina Wagner, Zoe Brückel, Magdalena Schumacher und Carolin Dillenburg in der Verteidigung, Karla Engels, Kapitänin Lisa Umbach, Kathrin Schermuly gemeinsam mit Vanessa Zilligen und Laura Johanna Weißenfels im kompakten Mittelfeld sowie 14-Tore Stürmerin Julia Schermuly im Angriff. Auf der dünnbesetzten Bank, bei heißen Temperaturen nahmen Platz; Anga Bartzen, Natalie Poppe sowie die noch im Ausbautraining sich befindliche Maren Weingarz, welche in der 67. Minute für Zoe Brückel ins Spiel kam.

Vor offiziell nur 75 Zuschauern, kamen in der von Irina Stremel geleiteten Paarung, auf dem Kunstrasenplatz die Bäckermädchen direkt besser ins Spiel und untermauerten dies mit frühem Druck. Erst nach rund zwölf Minuten, bekamen auch die Gastgeber eine erste Chance, als nach einem Streckpass Linn Beck alleine vor dem Tor der SG99 auftauchte und der Abschluss sogar Torfrau Van der Laan passierte. Jedoch wurde der Ball, im letzten Moment noch auf der Torlinie, gerettet. Neun Minuten später hatte Andernach, in einer Phase starken Ballbesitz der Gastgeber, jedoch weniger Glück, als Top-Spielerin Beck förmlich unbehelligt den Ball rund 20 Meter zentral vor dem Tor bekam, noch Magdalena Schumacher überspielte und aus 18 Metern per Heber unhaltbar zur Führung traf. In der 37. Minute, kurz nach einer geklärten Ecke von Andernach, erhielt SGE-Schlussfrau Hannah Johann nach einem Rückpass scheinbar für sie überraschend den Ball. Julia Schermuly schaltete jedoch schneller als die Torfrau, ging in den Zweikampf und düpierte das 19-jährige Torhüterinnentalent. Ausgleich!

Nach dem Seitenwechsel kam Andernach abermals besser aus der Kabine. Kathrin Schermuly läuft nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff, drei Meter vor dem Tor in eine Flanke, nach einem Freistoß von Lisa Umbach. Auch hier sah Schlussfrau Johann nicht gut aus, als sie mit einer Mitspielerin kollidierte und verletzt liegen blieb. Trotzdem zählte das Tor.

Die größte Chance des Spiels hatte in der 57. Minute Saskia Mattheis. Ihren harten Schuss, konnte Van der Laan stark parieren. Jedoch landete der Ball anschließend auf den Fuß von SGE-Stürmerin Beck, die abermals aus 16 Meter abzog. Nun lenkte die Torfrau den Ball gegen die Latte, von wo der Ball zurück ins Spiel kam und geklärt werden konnte. Rund zehn Minuten später konnte sich auch Johann auszeichnen, als sie einen Schuss von Lisa Umbach, aus 13 Metern, mit einer sehenswerten Parade über das Tor lenkte.

Den letztlich verdienten Ausgleich für die Gastgeberinnen erzielte in der 81. Minute, die leider in den letzten Jahren wegen Verletzung lange ausgefallene Eintracht/1. FFC Frankfurt Ikone Saskia Matheis. Die sympathische Vereinslegende, welche zum Saisonende nach 15 Jahren den Club verlassen wird, erzielte mit einem Hammer aus rund 18 Metern, bei welchem Laura van der Laan förmlich chancenlos war, den Ausgleich. Die vielseitig engagierte Offenbacherin freute sich anschließend grenzenlos. Mit Ausnahme eines über das Gehäuse geschossenen Freistoß in der 86. Minute durch Vanessa Zilligen, auch der Schlusspunkt einer intensiven Partie.

Trotz dem letztlich unter dem Strich gerechten 2:2, führt der Gesamtvierte der Liga mit insgesamt 44 Punkten, nach wie vor die Rückrundentabelle mit 25 Punkten und einem Punkt Vorsprung vor Duisburg an.


Ausblick


Am Wochenende findet im Rahmen des 25. Spieltag, das letzte Heimspiel in dieser Saison im Stadion am Bassenheimer Weg statt. Ausgerechnet gegen den fast sicher aufgestiegenen Tabellenführer aus Meppen, welcher die erste Halbserie dominiert hat, jedoch gegen den Tabellen Achten Gütersloh am Sonntag jetzt nur Unentschieden gespielt hat, heißt es Punkten, um das finale Saisonziel „Platz vier vor Nürnberg“ garantiert vor Heimpublikum erreichen zu können. Da der Verein vom Rhein sich zum Ende der erfolgreichsten Saison der Clubhistorie sicherlich die eine oder andere Idee für die Fans ausgedacht hat, lohnt es sich bestimmt, für das attraktive Spitzenspiel im Stadion anwesend zu sein. Wer nicht ins Stadion kommen kann, ist abermals der Livestream ab 13.55 Uhr via www.soccerwatch.tv empfohlen.

Roland Schäfges -

www.myfoto24.eu

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Aufmerksamer Bürger:
Nun ja, da hätte man noch dazu schreiben können, dass es sich um einen Rolls Royce gehandelt hat, der da seit der Flut im Urzustand rumsteht. Wie so einige andere Autos auch. Wie das sein kann würde mich auch mal interessieren, wo ist da das Ordnungsamt was da mal vorher eine Gefahr für die öffentliche...
G. Friedrich:
Keine Kameras ? Kein Dienstpersonal, Wachen- irgendwas ? Nichts brennt von alleine in einer Garage....
juergen mueller:
Nachtrag: Weder vertikales noch horizontales "Stadtgrünchen" erfüllen die Voraussetzungen dafür, was man mit einem Beitrag zum Klimaschutz, Lebensqualität, Gesundheit etc. auch nur annähernd in Verbindung bringen könnte. Konstruktives Denken ist nicht jedem gegeben, auch den Freien Wählern offensichtlich...
juergen mueller:
Verkehrtes Denken "Freie Wähler". Jeden Tag werden in Deutschland ca. 60 Hektar Flächen verbraucht, in Siedlungs- u. Verkehrsfläche umgewandelt (auch in u. um Koblenz). Über die Hälfte davon versiegelt Versiegelung sorgt dafür, dass es in Städten wärmer ist/wird. Versiegelte Flächen z.B. verdunsten...
Tobi:
Guter Bericht. Schade, dass das Rote Kreuz bzw. Rettungsdienst oft bei den Berichten nicht benannt wird....
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