Lokalsport | 31.01.2023

LG Kreis Ahrweiler

Majtie Kolberg überzeugt in der „world athletics indoor tour gold“ mit der EM-Norm

Majtie Kolberg. Quelle: LG Kreis Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Was die „Diamond League“ im Sommer - wo nämlich die weltbesten Leichtathleten sich in ausgewählten Disziplinen messen - ist die „World athletics indoor tour gold“ im Winter. Unter dem Hallendach treffen sich die weltbesten Leichtathleten in Karlsruhe, Boston, Turun (Polen), New York, Lievin (Frankreich), Madrid und Birmingham. Hochkarätige Felder sind typisch für diese Veranstaltungen. So erhielten in Karlsruhe nur knapp 20 deutsche Athleten einen Startplatz in den neun ausgewählten Disziplinen des Hauptprogramms. Mit dabei: die deutsche Vizemeister Majtie Kolberg von der LG Kreis Ahrweiler, die in diesem Elitefeld großartige Vierte über 800 m mit 2:02,09 min wurde und damit die Norm für die Teilnahme an den Halleneuropameisterschaften unterbot.

Majtie Kolberg war mit einer bisherigen Hallenbestzeit von 2:03,56 min (2022) ins Badische angereist. In einem zweiwöchigen Trainingslager in Monte Gordo (Portugal) hatte sie zu Jahresbeginn bereits viele gute Trainingsergebnisse erzielt, so dass zumindest die Erfüllung der B-Norm für die Teilnahme an den Halleneuropameisterschaften in Instanbul (Türkei, 2. bis 6. März), die bei 2:03,50 min liegt, ein Ziel für ihrem ersten Hallenwettkampf darstellte.

Die äthiopische Athletin Freweyni Hailu, die 2022 Vizeweltmeisterin über 800 m in der Halle in Belgrad werden konnte, hatte von der Polin Aneta Lemiesz, eine der weltbesten „Pacamakerinnen“, eine Anfangszeit für die ersten 400 m von 56,5 Sekunden gefordert - „weltrekordverdächtig“!

Im Vorfeld war aber klar, dass keine der anderen Mitfavoritinnen so schnell die ersten beiden Runden laufen wollte. So zeigte die Uhr nach 400 m für die „Pacerin“ immer noch sehr zügige 57,70 Sekunden. Das Feld folgte dich auf.

Am Ende setzte sich etwas überraschend die WM-Siebte von Eugene, Anita Horvat (Slowenien), in 2:00,44 min hauchdünn vor Hailu (2:00,46 min) durch. Dritte wurde Lore Hoffmann (Schweiz, 2:01,40 min), die in München bei den Europameisterschaften nur um 5/100 Sekunden „Bronze“ verpasst hatte. Auf der Zielgeraden konnte Majtie Kolberg noch Jemma Reekie (2:02,10 min) knapp abfangen. Mit Jemma schlug die 23-jährige Studentin Kolberg auch erstmalig eine absolute Weltklasse-Athletin. Die Britin war immerhin Vierte bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokyo. Als kleine Zugabe stellte sich dann bei Bekanntgabe der genauen Zeiten heraus, dass Majtie Kolberg mit 2:02,09 min auch die A-Norm für die Teilnahme an den Hallen-Europameisterschaften in Istanbul, die bei 2:02,20 min liegt, erfüllt hat.

Als nächste Wettkämpfe stehen jetzt für Kolberg ein Hallen-Meeting in Erfurt am 3. Februar, wo sie erneut die 800 m läuft, das Indoor-Meeting in Dortmund, wo sie die Unterdistanz von 400 m bestreiten wird, und die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund (18./19. Februar) auf dem Trainings- und Wettkampfplan.

Majtie Kolberg. Quelle: LG Kreis Ahrweiler

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