Lokalsport | 13.03.2019

SV Rot-Weiß Queckenberg e. V

Rot-Weiße Fackeln im Sturm

Rheinbach. Obwohl für den Fußballsonntag ab ca. 12 Uhr eine Unwetterwarnung herausgegeben war, und sich diese Vorhersage auf die Minute genau bewahrheitete, wurde das Spitzenspiel der Kreisliga D3 zwischen dem Tabellendritten FC Flerzheim II und dem Maestro SV Rot Weiß Queckenberg tatsächlich angepfiffen.

Da die Gastgeber die Seitenwahl gewonnen hatten, entschieden sie sich dafür, im ersten Durchgang mit den stürmischen Winden im Rücken gegen die Döring-Bures-Buben ins Schlachtfeld zu ziehen. Dabei entpuppten sich die schier entfesselt aufheulenden und mitunter beängstigend peitschenden Naturgewalten mehr als einmal zum Spielverderber für die Gäste. Abstöße, Freistöße aus dem eigenen Halbfeld oder auch mal der eine oder andere Befreiungsschlag wurden regelrecht zurückgepustet oder fielen spätestens an der Mittellinie herunter wie getroffene Ziele beim Tontaubenschießen. Doch all dieser Widrigkeiten zum Trotz erspielten sich die Kerle von der Madbach ein leichtes Übergewicht an Spielanteilen und Chancen. Da lange Bälle nie eine wirkliche Option für den Spielaufbau waren, eroberte man sich das Spielfeld im Kurzpassspiel; auch wenn die irregulären Bedingungen im Prinzip nie eine Ballstafette über mehr als drei Positionen zuließen. Da die zwar hart erkämpften, jedoch äußerst rar gesäten Möglichkeiten teilweise auch vom Winde verweht wurden, hätte beinah Tief Eberhardt dem Spitzenreiter ein Schnippchen geschlagen, als ein FC-Freistoß aus ca. 40 Metern lang und länger wurde, und deutlich hörbar vom Gestänge des Claßen-Kastens zurückschepperte. Dieser Krach erzürnte und beleidigte wohl die Herren der Winde. Denn unmittelbar darauf wurden nicht unweit des Spielfeldrandes Bäume unter ohrenbetäubendem Lärm von Geisterhand geknickt wie Strohhalme. Allein der Schwarze Mann befand, dass man unter diesen Bedingungen weiterhin Fußball spielen kann.

Zweiter Durchgang

Im zweiten Durchgang hatten die Queckies nun mächtig Rückenwind und schwangen sich auf, die rot-weiße Fußballfackel durch den Sturm auf den Olymp, den Mount Queck, zu tragen. Nachdem man mehr und mehr mit dem nun deutlichen Geschwindigkeitsüberschuss umzugehen verstand, wurde die FC-Spielhälfte quasi mit brachialen Mitteln erobert.

Denn an gepflegte Fußballkultur oder gar Ästhetik war an jenem Tage wahrhaft nicht zu denken. Entsprechend wurde das erlösende 1:0 erzielt: eine Ecke von S. Bures fiel bereits an der Strafraumgrenze herunter. Doch D. Bures‘ Näschen erahnte diese Situation blitzschnell. Seinen gefühlvollen Chip in den Fünfmeterraum drückte Klemm per Pieke in die Maschen (63.).

Nun machte der mittlerweile leicht dezimierte Gastgeber auf, verstand es jedoch nicht, die angestaute Wut ergebnisorientiert umzusetzen. Auf der anderen Seite wurden die Queckies jetzt zwar zum Tore schießen eingeladen. Jedoch strapazierte man zum Teil unnötig und teilweise schon fast vorsätzlich das Nervenkostüm von Übungsleiter und Fans. Als schließlich nach einer etwas unübersichtlichen und brenzligen Situation im eigenen Strafraum Uygur humpelnd den Platz verließ, übernahm Chefkapellmeister Döring noch mehr Verantwortung und stellte sich selbst als Zaunspfahl in den rot-weißen Schutzwall. Während kurz darauf für den verletzten Defensivzampano bereits leichte Entwarnung durch die RWQ-Legende Dr. Thomas Kleinfeld gegeben wurde, entledigten sich die Kerle von der Madbach auf dem Platz der letzten Sorgen. 120 Sekunden vor Ultimo gab es noch einmal Eckball für die Gäste. Ob S. Bures in diesem Moment Sextand, Winkelmesser, Kompass oder anderes Gerät aus dem Stutzen auspackte, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben. Jedenfalls berechnete der Schlingel die einfallenden Winde, den Einschlagwinkel und das Gewicht der Lederkugel punktgenau, säuselte die Pille direkt zwischen Keeper und Pfosten ins Netz und stellte die Weichen endgültig auf Auswärtssieg.

Nach dem Abpfiff war zunächst jeder Kicker froh, dieses russische Windroulette unverletzt überstanden zu haben. Als diese Gewissheit schließlich dem überglücklichen Siegesgefühl wich, wurde einmal mehr jedem bewusst, dass heute die Tabellenführung eindrucksvoll verteidigt wurde. Dieser zwar unspektakuläre dafür aber umso emotionaler eingefahrene Sieg bedeutete für Claßen zudem das zweite Zu-Null-Spiel i, RWQ-Trikot. In diesem Naturkatastrophenkick gefielen vor allem die Defensivbiester Uygur und Breuer, obwohl Döring schlussendlich allen seinen Madbachelfen aufgrund der einzigartigen Bedingungen zu Recht ein großartiges Zeugnis ausstellen musste! Derweil mussten die Kerle um Meurer, Schäfer, Knieps und Co KG des SV Rot Weiß Queckenberg II bei TV Rheindorf III mit 7:2 ein recht empfindliches Lehrgeld bezahlen.

Nächstes Spiel

Am 17. März empfängt der RWQ ab 15 Uhr den SV Wormersdorf II zum brisanten Derby, davor wollen sich die Müllersburschen des RWQ II ab12:30 Uhr gegen Alemannia Brenig beweisen. Aufstellung: Claßen – von Sturm, Uygur, Breuer – Wappenschmidt, Declair, Klemm, Cipera, S. Bures, Savas – D. Bures. Verstärkung: Becker, A. Watty, Döring Eiserne Reserve: Jentsch, Jörger, Erol.

Pressemitteilung des

SV Rot-Weiß Queckenberg e. V.

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