Podiumsdiskussion „Quo vadis Nürburgring?“ beim Straßenfest in Nürburg
Die Zukunft des Rings stand auf der Kippe
Popularität und Anziehungskraft der Nordschleife sollen erhalten bleiben
Nürburg. Es ist ruhig geworden um das Geschehen am Nürburgring abseits des Motorsports. Mit einer Podiumsdiskussion „Quo vadis Nürburgring?“ bei ihrem Straßenfest in Nürburg wollten die Initiativen „Wir sind Nürburgring“, „Ja zum Nürburgring e. V.“ und „Save the Ring“ erneut das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.
Im März 2015 war ein Zuschauer beim ersten VLN-Lauf ums Leben gekommen, als ein Nissan GT3 abhob und in die Zuschauer katapultiert wurde. Seither existieren auf der Nordschleife an zwei Stellen Tempolimits, welche für mehr Sicherheit sorgen sollen. Viele machen diese aber auch für sinkende Teilnahmezahlen in den Starterfeldern bei den Rennen auf der Nordschleife verantwortlich. Um dies Situation näher zu beleuchten, hatten die Veranstalter mit Carsten Schumacher dem Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH, Hans-Joachim Stuck (Präsident des DMSB), Karl Mauer (Generalbevollmächtigten der VLN), Kai von Schauroth (Historic Race Events), sowie die Motorsportler Klaus Abbelen, Jürgen Alzen und Olaf Manthey, eine hochkarätige Teilnehmerrunde eingeladen.
Mit den von der Betreibergesellschaft einige Tage zuvor präsentierten neuen Umbaumaßnahmen zum Erhalt des Rennbetriebes auf der Nordschleife wurde einer kontroversen Diskussion jedoch schon im Vorfeld die Grundlage entzogen. Der Maßnamenkatalog, der unter anderem auch die Abschaffung dieses Tempolimits vorsieht, fand bei den meisten Beteiligten breite Zustimmung. Doch bei so viel Fachkompetenz mussten die Zuhörer auch ohne packende Wortgefechte ihr kommen nicht bereuen, denn es gab einiges an Informationen aus erster Hand.
„Die einzigartige Charakteristik der Nordschleife bleibt bestehen. Das ist nicht nur für den Rennsport wichtig, sondern auch für die Industrie, die auf dieser einmaligen Rennstrecke seit Jahrzehnten ihre Fahrzeuge testet“, sagte CNG-Geschäftsführer Carsten Schumacher. Schumacher erläuterte weiter, dass die geplanten passiven Maßnahmen (zusätzliche Leitplanken und Zäune) die geforderte Sicherheit gewährleisten sollen und man mit diesen Ergänzungen hoffe, die anstehende Streckenabnahme durch den Motorsport-Weltverband FIA für die nächsten Jahre zu bekommen.
Fahrerlegende Hans-Joachim Stuck und heutiger Präsident des Deutschen Motorsportbundes sprach von „wirkungsvollen Maßnahmen“ und bedankte sich bei Schumacher für die kooperative und ehrliche Zusammenarbeit in den zurückliegenden Wochen. Zur Entstehung des Tempolimits sagte er „Wir mussten ganz schnell reagieren, es stand auch die Zukunft des Nürburgrings auf der Kippe.“ Stuck erklärte weiter das der DMSB den Maßnahmenkatalog an die FIA weitergeleite und somit keinen Einfluss mehr auf die weitere Entscheidung hätte.
Für die Region bleibt daher nur zu hoffen, dass der an die FIA übergebene Katalog den Entscheidungsträgern in der Pariser FIA Zentrale auch ausreicht, um den Fortbestand des Renngeschehens auf der Nordschleife zu sichern und damit die Popularität und Anziehungskraft dieser einzigartigen Rennstrecke zu erhalten. Seit fast 90 Jahren zieht es Motorsport Begeisterte aus aller Welt auf und an die sogenannte Grüne Hölle, die damit ohne Zweifel für die Region im umgekehrten Sinne zu einem Stück wirtschaftlichen Himmel geworden ist.
- BURG -
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Sie unterstützen in Ihrem Artikel die gleiche schlechte Schönrednerei wie unter anderem die "Fagrerlegende"! Pfui! Sie schreiben auch nur das angenehme und haben scheinbar der Diskussion überhaupt nicht zugehört - Stichwort Unfall bei 198 passiert und nun dürfen dort 200 gefahren werden.Ordentlicher Journalismus sieht anders aus! Setzen sechs.
Mit Verlaub, Herr Stuck, das glaubt Ihnen doch kein Mensch mehr. Die Fakten sehen anders aus. Wieso finden gleichzeitig mit dem reglementierten 24h Rennen zwei weitere Rennen, u.a. ein FIA WRC Lauf ohne jegliche Beschränkungen statt? Man hat sich nicht bemüht, weil man sich für den deutschen Rennsport nicht einsetzt! der ehemalige FIA-Vize und ADAC Ehrenpräsident, Otto Flimm, hat kurz skizziert, wie man dieses ganze Tohuwabohu von Anfang hätte vermeiden können. Vielleicht hätte Stuck man von seinem Sockel steigen und Otto #Flimm um Rat fragen sollen? Wenn die jetzt freudig und zeitlich geschickt von Christan Schacht angekündigten Massnahmen der FIA nicht genügen, so hat das folgende Drama Stuck durch seinen Nichteinsatz ganz alleine zu verantworten!
Dass es Ring ruhig ist, ist eine Mär. Die „zukünftigen“ Eigentümer überziehen sich gegenseitig mit Prozessen. Die Protestbewegung sammelt sich und wartet auf ihren Einsatz.