Allgemeine Berichte | 26.08.2015

Podiumsdiskussion „Quo vadis Nürburgring?“ beim Straßenfest in Nürburg

Die Zukunft des Rings stand auf der Kippe

Popularität und Anziehungskraft der Nordschleife sollen erhalten bleiben

Interessiert lauschen die Zuhörer den Ausführungen auf dem Podium. Fotos: BURG

Nürburg. Es ist ruhig geworden um das Geschehen am Nürburgring abseits des Motorsports. Mit einer Podiumsdiskussion „Quo vadis Nürburgring?“ bei ihrem Straßenfest in Nürburg wollten die Initiativen „Wir sind Nürburgring“, „Ja zum Nürburgring e. V.“ und „Save the Ring“ erneut das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Im März 2015 war ein Zuschauer beim ersten VLN-Lauf ums Leben gekommen, als ein Nissan GT3 abhob und in die Zuschauer katapultiert wurde. Seither existieren auf der Nordschleife an zwei Stellen Tempolimits, welche für mehr Sicherheit sorgen sollen. Viele machen diese aber auch für sinkende Teilnahmezahlen in den Starterfeldern bei den Rennen auf der Nordschleife verantwortlich. Um dies Situation näher zu beleuchten, hatten die Veranstalter mit Carsten Schumacher dem Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH, Hans-Joachim Stuck (Präsident des DMSB), Karl Mauer (Generalbevollmächtigten der VLN), Kai von Schauroth (Historic Race Events), sowie die Motorsportler Klaus Abbelen, Jürgen Alzen und Olaf Manthey, eine hochkarätige Teilnehmerrunde eingeladen.

Mit den von der Betreibergesellschaft einige Tage zuvor präsentierten neuen Umbaumaßnahmen zum Erhalt des Rennbetriebes auf der Nordschleife wurde einer kontroversen Diskussion jedoch schon im Vorfeld die Grundlage entzogen. Der Maßnamenkatalog, der unter anderem auch die Abschaffung dieses Tempolimits vorsieht, fand bei den meisten Beteiligten breite Zustimmung. Doch bei so viel Fachkompetenz mussten die Zuhörer auch ohne packende Wortgefechte ihr kommen nicht bereuen, denn es gab einiges an Informationen aus erster Hand.

„Die einzigartige Charakteristik der Nordschleife bleibt bestehen. Das ist nicht nur für den Rennsport wichtig, sondern auch für die Industrie, die auf dieser einmaligen Rennstrecke seit Jahrzehnten ihre Fahrzeuge testet“, sagte CNG-Geschäftsführer Carsten Schumacher. Schumacher erläuterte weiter, dass die geplanten passiven Maßnahmen (zusätzliche Leitplanken und Zäune) die geforderte Sicherheit gewährleisten sollen und man mit diesen Ergänzungen hoffe, die anstehende Streckenabnahme durch den Motorsport-Weltverband FIA für die nächsten Jahre zu bekommen.

Fahrerlegende Hans-Joachim Stuck und heutiger Präsident des Deutschen Motorsportbundes sprach von „wirkungsvollen Maßnahmen“ und bedankte sich bei Schumacher für die kooperative und ehrliche Zusammenarbeit in den zurückliegenden Wochen. Zur Entstehung des Tempolimits sagte er „Wir mussten ganz schnell reagieren, es stand auch die Zukunft des Nürburgrings auf der Kippe.“ Stuck erklärte weiter das der DMSB den Maßnahmenkatalog an die FIA weitergeleite und somit keinen Einfluss mehr auf die weitere Entscheidung hätte.

Für die Region bleibt daher nur zu hoffen, dass der an die FIA übergebene Katalog den Entscheidungsträgern in der Pariser FIA Zentrale auch ausreicht, um den Fortbestand des Renngeschehens auf der Nordschleife zu sichern und damit die Popularität und Anziehungskraft dieser einzigartigen Rennstrecke zu erhalten. Seit fast 90 Jahren zieht es Motorsport Begeisterte aus aller Welt auf und an die sogenannte Grüne Hölle, die damit ohne Zweifel für die Region im umgekehrten Sinne zu einem Stück wirtschaftlichen Himmel geworden ist.

- BURG -

Die Zukunft des Rings stand auf der Kippe

Die Zukunft des Rings stand auf der Kippe

Interessiert lauschen die Zuhörer den Ausführungen auf dem Podium. Fotos: BURG

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
26.08.201523:01 Uhr
Thomas Zaun

Sie unterstützen in Ihrem Artikel die gleiche schlechte Schönrednerei wie unter anderem die "Fagrerlegende"! Pfui! Sie schreiben auch nur das angenehme und haben scheinbar der Diskussion überhaupt nicht zugehört - Stichwort Unfall bei 198 passiert und nun dürfen dort 200 gefahren werden.Ordentlicher Journalismus sieht anders aus! Setzen sechs.

26.08.201516:13 Uhr
Hanna Breuer

Mit Verlaub, Herr Stuck, das glaubt Ihnen doch kein Mensch mehr. Die Fakten sehen anders aus. Wieso finden gleichzeitig mit dem reglementierten 24h Rennen zwei weitere Rennen, u.a. ein FIA WRC Lauf ohne jegliche Beschränkungen statt? Man hat sich nicht bemüht, weil man sich für den deutschen Rennsport nicht einsetzt! der ehemalige FIA-Vize und ADAC Ehrenpräsident, Otto Flimm, hat kurz skizziert, wie man dieses ganze Tohuwabohu von Anfang hätte vermeiden können. Vielleicht hätte Stuck man von seinem Sockel steigen und Otto #Flimm um Rat fragen sollen? Wenn die jetzt freudig und zeitlich geschickt von Christan Schacht angekündigten Massnahmen der FIA nicht genügen, so hat das folgende Drama Stuck durch seinen Nichteinsatz ganz alleine zu verantworten!

Dass es Ring ruhig ist, ist eine Mär. Die „zukünftigen“ Eigentümer überziehen sich gegenseitig mit Prozessen. Die Protestbewegung sammelt sich und wartet auf ihren Einsatz.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Schulze Klima -Image
Heizölanzeige
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Handwerker im Außendienst
Tank leer?
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Einst ein brodelnder Vulkan – heute ein beliebtes Ausflugsziel: Der Laacher See in der Eifel.
2753

Glees. Heute ein beliebtes Ausflugsziel in der malerischen Landschaft der Eifel, ist der Laacher See ein Überbleibsel des größten Vulkanausbruchs in Mitteleuropa der jüngeren Erdgeschichte. Doch wie genau ist der See eigentlich entstanden? Genau dieser Frage gehen Forscher bereits seit Jahren nach. Sie wollen dem Eifelvulkan im wahrsten Sinne auf den Grund.

Weiterlesen

Symbolbild.
122

Kreis Ahrweiler. Der Kernbereich der Kreisverwaltungs-IT ist nicht von dem Cyber-Vorfall betroffen. Die Arbeit der Verwaltung ist nicht eingeschränkt. Die Mitarbeitenden sind wie gewohnt per E-Mail und telefonisch zu erreichen. Termine können wie geplant wahrgenommen werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Hochwasserschutzinitiative Rodderfeld hat gemeinsam mit der von der EU und dem Land NRW geförderten LEADER-Kooperationsstelle „Wasserrückhalt im Wald“ sowie der Stadt Rheinbach eine zweite Dammbauaktion im südwestlich gelegenen Stadtwald erfolgreich umgesetzt. Fotos: Stadt Rheinbach
20

Zweite Dammbauaktion stärkt Hochwasserschutz im Rheinbacher Stadtwald

Bürgerengagement und Fachplanung greifen beim Wasserrückhalt ineinander

Rheinbach. Die Hochwasserschutzinitiative Rodderfeld hat gemeinsam mit der von der EU und dem Land NRW geförderten LEADER-Kooperationsstelle „Wasserrückhalt im Wald“ sowie der Stadt Rheinbach eine zweite Dammbauaktion im südwestlich gelegenen Stadtwald erfolgreich umgesetzt. Nach der ersten Aktion im Mai 2025 knüpft die diesjährige Maßnahme an die gewonnenen Erfahrungen an und entwickelt den Ansatz konsequent weiter.

Weiterlesen

Symbolbild.
136

Astrologische Vorschau für die KW 19: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 4. bis 10. Mai 2026

Die zweite Maiwoche bringt spürbar mehr Licht, mildere Abende und eine zunehmende Dynamik im Alltag. Mit dem Übergang in die wärmere Jahreszeit verschieben sich Prioritäten: Außenaktivitäten gewinnen an Bedeutung, Beziehungen werden intensiver beleuchtet und berufliche Entwicklungen nehmen Fahrt auf. Gleichzeitig zeigen sich bei einigen Sternzeichen auch Spannungen zwischen Aufbruchsstimmung und innerer Unruhe.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Image Anzeige
Gesundheit im Blick
Titelanzeige
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Werksverkauf Anhausen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
Verwaltung Immobilien
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Gegengeschäft