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Förderverein Ahrweiler Freiheitswochen gegründet

Zeitgeschichte emotional erleben

Künftig soll es jedes Jahr eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Frieden und Freiheit“ im Kreis Ahrweiler geben

11.05.2015 - 17:58

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Tag und Ort der Gründung könnten kaum übertroffen werden, denn die Notwendigkeit von Friedensbemühungen, Toleranz und Weltoffenheit sei am 8. Mai in Ahrweiler besonders offensichtlich. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) gestand dem neu gegründeten „Förderverein Ahrweiler Freiheitswochen“ eine besondere Dimension zu. Ab dem kommenden Jahr will der Förderverein mit dem „freiheiter“-Logo alljährlich zwischen Karneval und Ostern eine Reihe von größeren und kleineren Veranstaltungen zum Thema „Frieden und Freiheit“ im Kreis Ahrweiler organisieren.

Die Idee dazu hatte Andreas Wittpohl, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus, dem es allerdings erst in zweiter Linie darum geht, die touristisch gesehen traditionell eher ruhige Zeit ein wenig aufzupeppen. Vielmehr sei ihm im Lauf der vergangenen Jahre immer deutlicher geworden, dass das Thema „Frieden und Freiheit“ sich nirgendwo authentischer durchführen lasse als im Kreis Ahrweiler. Schließlich habe man hier nicht nur die Brücke von Remagen, die Goldene Meile als ehemaliges Kriegsgefangenenlager, die Dokumentationsstätte Regierungsbunker, die Kriegsgräber-Gedenkstätte in Bad Bodendorf oder die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ).


Mehr oder weniger geheime Friedensgespräche


Zudem habe es im Umfeld von Bonn schon immer mehr oder weniger geheime Friedensgespräche mit Jimmy Carter, Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher gegeben. „Auch der erste Zug mit DDR-Flüchtlingen kam im Ahrtal an“, erinnert sich Wittpohl. Es gebe bereits gute Ansätze, die man aber noch sinnvoll verknüpfen müsse. Die Beschäftigung mit ethisch-moralischen Themen sei auch in Zukunft überaus wichtig, um die nachfolgenden Generationen stets daran zu erinnern, dass es alles andere als das selbstverständlich sei, dass man in Deutschland und Europa mittlerweile seit 70 Jahren in Frieden und Freiheit leben könne.

Den Part des Projektleiters übernimmt Wolfgang Grambs, der auf eine einschlägige Vita zurückblicken kann. War er doch lange Zeit als Berufssoldat im Bundesverteidigungsministerium und anschließend zehn Jahre lang Koordinator der länderübergreifenden Krisenmanagement-Übungsserie „Lükex“ in der AKNZ. Er hat schon ziemlich genaue Vorstellungen von der künftigen Arbeit, zunächst will er einen „Runden Tisch“ mit allen interessierten Vereinen und Organisationen einberufen. „Jeder, der will, kann mitmachen“, betonte er in einem ersten Pressegespräch gleich im Anschluss an die Gründungsversammlung.


Freiheit und Frieden durch Begegnung und Dialog


Demnach wolle man unter dem Motto „Freiheiter - Freiheit und Frieden durch Begegnung und Dialog“ alljährlich themenbezogene Veranstaltungswochen mit einer Vielzahl von Projekten die unterschiedlichsten Facetten der Freiheit- und Friedensproblematik aufgreifen und damit einen aktiven Beitrag zum toleranten Miteinander von Bürgern, Gesellschaften, Nationalitäten, Religionen, aber auch von Kunst und Wissenschaft liefern. Die jährliche Verleihung des „Freiheiter-Preises“ an national oder international anerkannte und verdiente Persönlichkeiten soll eine zukunftsorientierte und beispielhafte Wirkung für die Weiterentwicklung moderner und freiheitlicher Gesellschaftssysteme haben und ein markantes Merkmal der neuen Veranstaltungsreihe sein.

Die Zeitgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen könne nirgendwo in Deutschland auf engem Raum so emotional erlebt werden wie im Kreis Ahrweiler. Dies ermögliche es, vielfältige Facetten hautnah zu erfassen und Lehren, Initiativen, politische und gesellschaftliche Denk- und Lösungsansätze abzuleiten. Wechselnde Schwerpunktthemen sollen die Freiheitsproblematik aus immer wieder neuen Blickwinkeln beleuchten. Zeithistorische und aktuelle Fragestellungen im gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontext möchte man in einem abwechslungsreichen und hochrangig besetzten Programm für Bürger und Experten aufbereiten. Über die Region verteilt soll in verschiedenen Veranstaltungsorten mit Vorträgen, Lesungen, Diskussionen, Expertengesprächen und Ausstellungen ein breites Interessenspektrum abgedeckt werden. Im Vorfeld wolle man darüber hinaus Schülerwettbewerbe durchführen und im Rahmen eines Festaktes den „Freiheiter-Preis“ verleihen. „Eine Eröffnungsveranstaltung und ein gemeinsamer Ausklang mit heiteren Inhalten werden die Atmosphäre für einen ungezwungenen Gedankenaustausch schaffen“, blickte Grambs voraus.


Offenheit, gute Laune und Heiterkeit


Ohnehin soll das Logo der „Freiheiter“ neben der Vielschichtigkeit und Ernsthaftigkeit der Problematik auch bewusst die Offenheit, gute Laune und Heiterkeit der Menschen in den Vordergrund stellen. Denn eigentlich setzte es sich aus den Worten „frei“ und „heiter“ zusammen. Das frische Erscheinungsbild solle zudem die Jugend ansprechen und zur aktiven Beteiligung einladen.

„Ihr Engagement“, so Ministerin Lemke in ihrem Grußwort, „setzt in beispielhafter Weise die Initiative der Landesregierung ‚Bündnis für Toleranz und Weltoffenheit‘ in die Praxis um.“ Sie sehe es als zentrale Aufgabe der Politik an, mehr Menschen für das zivilgesellschaftliche Engagement für Frieden und Freiheit zu gewinnen und zu mobilisieren. Hierfür müssten Politik und aktive Akteure in der Friedensbewegung insbesondere junge Menschen interessieren.


Synergien zwischen Süden und Norden


Daher werde die Landesregierung - ebenso wie Kreis, Stadt, Banken oder Coca-Cola - die Arbeit wo immer möglich unterstützen. Sie sehe Synergien zwischen dem Süden und Norden des Landes in der Umsetzung der Initiativen der Friedensakademie und der gesellschaftlichen Vernetzung der Akteure sowie in der Aktivierung des gesellschaftspolitischen Dialogs. „Mit dem innovativen konzeptionellen Ansatz wird damit ein Alleinstellungsmerkmal nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern mit bundesweiter Ausstrahlung erreicht“, glaubt die Ministerin.

Nach der konstituierenden Sitzung heißt es nun, die Woche für 2016 unter dem Motto „Freiheiter - Freiheit und Frieden durch Begegnung und Dialog“ in die Tat umzusetzen. Unter dem Leitthema „Freiheit, die ich meine“ soll es Bereiche geben wie Freiheit und Religion mit dem Bürgerverein Synagoge, Freiheit und Frieden mit dem Bunker, Freiheit und Demokratie mit der AKNZ, Freiheit und Wissenschaft mit der Europäischen Akademie oder Freiheit und Medizin mit dem Aspekt „Angst vor Fremdem“.


Bewusst unpolitischer Verein steht für jeden offen


Der bewusst unpolitische Verein ist übrigens offen für jedermann. Der Vorstand weiß, dass es sich beim Bemühen um überregionale Resonanz um ein hehres Ziel handelt. „Aber der Einsatz für ethisch-moralische Belange ist wichtig. Ich möchte, dass man in ein paar Jahren beim Thema Frieden und Freiheit an Ahrweiler denkt wie an Davos, wenn es um Wirtschaftsthemen geht“, so Wittpohl. Die 33 Gründungsmitglieder votierten einstimmig für Horst Gies als Gründungsvorsitzenden, die aus Afghanistan stammende Religionswissenschaftlerin und Soziologin Ghazel Wahisi als Stellvertreterin, Dieter Franke als Sekretär, Christoph Münch als Schatzmeister, Elisabeth Prange als Pressesprecherin sowie Klaus Liewald, Christian Lindner, Andreas Wittpohl und Ulrich van Bebber als Beisitzer.

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Kommentare

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juergen mueller:
Unverpackt einkaufen ist schon lange in Koblenz möglich - man muss nur wissen wo und auch ein Interesse daran haben, wie "früher" einkaufen zu gehen, wo es diesen ganzen Plastikmüll noch nicht gegeben hat. Aber wer weiß das schon noch (ausser den "Alten") oder will das wissen. Aber als Mitläufer auf die Strasse gehen, protestieren und nicht wissen, wofür.

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Patrick Baum:
Und wieder ist die AfD in Koblenz mit Joachim Paul bei einem ihrer spärlichen Vorhaben kläglich gescheitert. Gerade Joachim Paul hat das vorübergehende Burkini-Verbot in Koblenzer Bädern in AfD-Pressemitteilungen groß gefeiert und als riesigen AfD-Erfolg dargestellt. Wieder einmal ist Paul gescheitert. Aber es ist zu erwarten, daß der Verlierer Joachim Paul die Nachfolge von Uwe Junge als AfD-Landesvorsitzender antritt.
Jan Gebhardt:
Ich (Jahrgang 1980) erinnere mich noch sehr gut an meine eigene Grundschulzeit, in der mir ähnliches widerfahren ist. "Kein Krieg am Golf!", "Kein Blut für Öl!" - Mit diesen Sprechchören auf den Lippen wurde ich selbst durch die Straßen meiner Heimatstadt geleitet - meine Meinung hatte mir das Lehrpersonal zum Glück schon vorgedacht! Wer könnte schon etwas gegen eine Anti-Kriegs-Demonstration haben? Adressat war aber mitnichten der Aggressor Saddam Hussein, sondern natürlich die kriegstreibende Staatenkoalition unter Führung der Vereinigten Staaten. Komplexe Sachverhalte populistisch auf Wohlfühlniveau reduziert - Feel Good für alle! Und wer könnte schon etwas gegen eine Klimaschutzdemonstration haben? Lasst Kinder Kinder sein, ladet ihnen nicht eure persönliche Wohlfühlagenda auf, und führt sie dann auch noch in der Öffentlichkeit vor. Eines Tages werden sich diese Kinder zu komplexen Problemen eigene Meinungen bilden können - und ich hoffe dass einige der so selbstzufrieden dreinschauenden Lehrkräfte spätestens dann einige unbequeme Fragen gestellt bekommen. Ich freue mich schon auf die Schulzeit meiner eigenen Kinder - denn dann werde ich diese Fragen für meine Kinder stellen!
Jan Gebhardt:
Schüler der Aloisius-Grundschule Ahrweiler setzen sich demonstrativ für mehr Umwelt- und Klimaschutz ein. Dass ein Mehr an Umweltschutz sowie die im Artikel genannten innerschulischen Aktivitäten zu begrüßen sind, ist unstrittig. Strittig dürfte jedoch sein, ob es anständig ist, Kinder im Alter von 6-10 Jahren öffentlichkeitswirksam auf die Zeitgeist-Agenda "Gegen den Klimawandel" anzusetzen, die zweifelsohne ganz im Sinne der Mehrheit des aktiven Lehrpersonals und vermutlich auch Teilen der Elternschaft ist. Eine Agenda, die ja dermaßen en vogue ist, dass man sich ganz wunderbar mit diesen kleinen Menschen schmücken kann, die ja schon im Besten Sinne verinnerlicht haben welche "guten" Meinungen es wert sind vertreten zu werden.
juergen mueller:
Die Kleinsten werden wissentlich instrumentalisiert (wissen überhaupt nicht um was es geht),wenn sie älter sind,fallen unter den Begriff "Jugend",dann interessiert viele das alles nur noch einen Scheiss.Wenn ich tagtäglich,vor allem am Wochenende sehe,was unsere Jugend so in Sachen Umwelt als Mitbetreiber einer Wegwerfgesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes antreibt u.mal soeben "liegenlässt oder wegwirft",dann bekommt das Wort "Interessenlosigkeit" vollste Bedeutung.Wer aufgrund der Zeiterscheinung u.Thematik Klima-Umweltschutz auch noch von einer Anregung zum Nachdenken redet,den kann ich persönlich nicht ernst nehmen.Diese ganze Fridays-of-Future-Hysterie entspricht vor allem der deutschen Mentalität,auf alles aufzuspringen,was Aufsehen erregt,man will halt dabeisein,sich produzieren.Diese falsche Wichtigkeit,die so manch einem förmlich im Gesicht abzulesen ist entbehrt allerdings jeder Glaubhaftigkeit.Und,Herr Klasen,was interessieren einen 5,6 oder 15jährigen Temperaturdaten?
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