Allgemeine Berichte | 12.10.2019

Rückblick auf die Wanderreise des Taunusklubs Bad Ems im Weserbergland

Auf den Spuren von Rattenfänger, Wichtelfrau und Walddieben

Nicht nur konditionell wurde die Wanderwoche allen TeilnehmerInnen gerecht, sondern auch thematisch war bei sagenhaftem Programm für jeden etwas dabei

Die A-Gruppe am Alten Grenzstein zwischen Hessen-Kassel und Lippe-Detmold. Foto: privat

Bad Ems. Die alljährliche Wanderfahrt des Taunusklubs Bad Ems führte dieses Jahr ins Weserbergland. 29 Tauniden sowie zwei Vierbeiner verbrachten eine schöne Zeit im Hotel „Zum Pfingsttor“ in Rinteln. Schon Sonntagnachmittag konnten die Teilnehmer/innen den Bauernmarkt in Rinteln besuchen. Präsentiert wurde die Vielfalt der regionalen Landwirtschaft unter dem Motto „Ökolandbau zum Anfassen und Schmecken“. Die Wanderer ließen es sich daher nicht nehmen so manche Köstlichkeit zu probieren. Danach ging es dann zum Einchecken ins Hotel. Der Wanderwart Thomas Moritz hatte viel Mühe und Zeit investiert, um eine Auswahl an Wanderungen anzubieten, die allen Ansprüchen gerecht wurden. Am Montag brachen dann die Wanderer zu einer Rundwanderung ab dem Hotel auf. Beide Gruppen wanderten über Rott zum Ziel, dem Rumbecker Berg mit Ludwigsturm. Die A-Gruppe machte noch einen Umweg zur Ausgrabungsstätte Uffoburg, einer abgegangenen Höhenburg. Gemeinsam ging es dann auf dem Wanderweg zurück nach Friedrichsburg zum Hotel. Dienstag war das Kaiser-Wilhelm-Denkmal das Ziel der Wanderer. Auf dem Weserberglandweg – die A-Gruppe startete ab Rintelner Bahnhof, die B-Gruppe ab „Kreuzplatz“ – ging es bis zur Stadt Porta Westfalica und dann zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal hoch.

Ausblicke über Stadt und Weser

Steil war der Anstieg, wurde aber belohnt durch weite Ausblicke über die Stadt und die Weser. Teile des Denkmals werden gerade restauriert, aber auf der unteren Ringterrasse ließ es sich trotzdem gut aushalten. Zudem unterhielt ein Dudelsackspieler die Besucher. Nach der Stärkung mit Kaffee, Kuchen und Bratwurst brachte der Bus die Wanderer wieder zurück zum Hotel. Hameln war das Ziel am Mittwoch. Ein Stadtführer informierte die Wanderer interessant und kurzweilig über die Geschichte der Stadt, die Bedeutung ihrer Plätze und die imposant verzierten Häuser im Baustil der Weser-Renaissance. Wissenswertes über den „Rattenfänger von Hameln“ durfte natürlich auch nicht fehlen. Marktplatzcafés und Restaurants luden zum gemütlichen Verweilen ein. Und wer wollte, konnte mittags das Rattenfänger Figuren- und Glockenspiel am Westgiebel des Hochzeitshauses genießen. Abends im Hotel animierte ein Alleinunterhalter mit Gitarre und Akkordeon zum gemeinsamen Singen von Schlagern und Volksliedern. Donnerstag stand die „Drei-Burgen-Route“ an. An den „Springsteinen“ vorbei, Felsen, die wie Klippen am Hang ‚hervorspringen‘, ging es unter anderem zur höchstgelegenen Burg, der Paschenburg, die eigentlich keine richtige Burg, sondern ein ehemaliges Forsthaus ist. Über eine Felsspalte unterhalb wird die Sage über die „Rache der Wichtelfrau“ erzählt: Eine wunderschöne Wichtelfrau habe den Grafen von der Schaumburg betört und ihn in ihre Höhle gelockt. Nachdem die Gräfin die Liebschaft entdeckt habe, sei der Graf der Wichtelfrau ferngeblieben. Daraufhin habe sie den Grafen mit einem Fluch belegt, der alle seine Nachkommen sterben lassen würde. Tatsächlich wurde die Grafschaft Schaumburg unter den Nachbarfürsten aufgeteilt. Angekommen an der Schaumburg konnten sich die Wanderer im „Schaumburger Ritter“ stärken. Auf der Wanderung am Freitag ließ das Wetter die Wanderer zeitweise im Stich und es regnete. Aber unbeirrt folgten sie der „Wilddiebsroute“. Diese führt zu den Spuren der Silixer Wilddiebe und Holzfrevler, die vor 100 Jahren ihren Fleisch- und Holzbedarf auf nicht legale Weise deckten. Ganz legal allerdings deckten sich die Wanderer zur Schlussrast mit leckeren Speisen im Motorradcafé „Die Kurve“ ein. Samstags führte eine Rundwanderung durch das Naturschutzgebiet „Hohenstein“. Gestartet wurde an der Baxmannsbaude, weiter ging es über die Hohenstein-Route, an der Teufelskanzel mit grandiosem Ausblick über das Wesertal vorbei und wieder zurück zum Parkplatz. Den Abschluss krönte die Einkehr im „Landfrauen-Café“ an der Schillat-Höhle, einer Schauhöhle mit Tropfsteinformationen. Benannt wurde die Höhle nach Bodo Schillat, der 1969 im Steinbruch eine Tropfsteinhöhle entdeckt hatte. Wie im Fluge waren die schönen Tage im Weserbergland vergangen. Und mit vielen Eindrücken im Gepäck kehrten die Tauniden am Sonntag wieder nach Bad Ems zurück.

Die A-Gruppe am Alten Grenzstein zwischen Hessen-Kassel und Lippe-Detmold. Foto: privat

Die A-Gruppe am Alten Grenzstein zwischen Hessen-Kassel und Lippe-Detmold. Foto: privat

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