Bistum Trier würdigt Ehrenamtliche aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel

„Die Kirche braucht solche Vorbilder“

„Die Kirche braucht solche Vorbilder“

Die Geehrten: Hildegard Becker (v.li.), Brunhilde Geisen, Leo Freudenberg, Weihbischof Franz Josef Gebert, Werner Nolden und Jörg Schuh. Foto: privat

22.11.2017 - 10:59

Trier. „Die Ehrenamtlichen geben der Kirche ein Gesicht und zeigen ganz konkret, was Christsein bedeutet“: Das hat Michaela Tholl, Leiterin des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung, bei einem Festakt im Robert-Schuman-Haus Trier betont. Weihbischof Franz Josef Gebert würdigte während der Feier drei Initiativen und verlieh insgesamt sechs Männern und einer Frau die Dankesurkunde des Bistums für ihr ehrenamtliches Engagement – darunter drei Ehrenamtliche aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel.


Ihm habe einmal ein ukrainischer Bischof gesagt, der „wahre Reichtum“ in Deutschland sei das weit verbreitete bürgerschaftliche Engagement, sagte Gebert den zahlreichen Gästen. Das könne er nur unterschrieben. Von diesem „Reichtum“ profitierten die Kirche und die Menschen im Bistum. „Die Kirche ist eigentlich von Grund auf ‚ehrenamtlich‘ – jeder Christ ist mit der Taufe dazu berufen, Gutes am Mitmenschen zu tun und etwas in die Gemeinschaft einzubringen“, sagte Gebert. Das Ansehen, das ein ehrenamtlich engagierter Mensch genieße, sei nicht materiell oder finanziell messbar. Aber ihm berichteten immer wieder Ehrenamtliche, dass sie durch ihre Arbeit selbst sehr viel für ihr eigenes Leben gewinnen. Michaela Tholl dankte den Ehrenamtlichen in ihrer Begrüßung für ihren vielfältigen Einsatz und betonte, dass die Kirche solche Vorbilder brauche. Das Bistum wolle die Menschen bei ihren Tätigkeiten unterstützen, gute Rahmenbedingungen schaffen und so eine Kultur der Anerkennung fördern. Die ausgezeichneten Initiativen „Zeitschenker Langenlohnsheim“, die integrative Jugendarbeit des Hauses der Jugend Bitburg und das Projekt „Ostergarten Zell-Kaimt“ zeigten, wie wichtig Netzwerke bei der Ehrenamtlichen Arbeit seien.


Drei Geehrte aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel


Gleich drei der Geehrten kommen aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel. Brunhilde Geisen aus Ochtendung ist seit Jahrzehnten in vielen Gremien und caritativen Bereichen engagiert. Seit 1972 bis 2005 war sie Mitglied im Pfarrgemeinderat Ochtendung, davon ab 1992 als Vorsitzende. In dieser Funktion arbeitete sie auch in der Bildungsarbeit im Pfarrverband Maifeld mit. Seit 1989 ist sie zudem im Vorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Ochtendung, seit 2008 bis heute als Vorsitzende. Gemeindereferentin Hildegard Becker betonte in ihrer Laudatio, Geisen sei dabei stets „aufgeschlossen gegenüber neuen Ansätzen und kreativen Ideen“. Daneben setzt Geisen sich als Lektorin und bei der Organisation von Totengebeten, Kreuzweg- und Rosenkranzandachten und der monatlichen Frauenmesse ein. Im sozialen Bereich engagiert sich Geisen etwa als Mitgründerin der Altentagesstätte Ochtendung für alte Menschen und arbeitet in der Betreuung von Menschen mit Behinderung im Kloster Kühr in Niederfell.

Dechant Jörg Schuh ehrte Leo Freudenberg aus Kobern-Gondorf als einen Menschen mit vielfältigen Interessen und großem Engagement. Freudenberg habe sich besonders für das 2014 neu gebaute Pfarrzentrum in Kobern eingesetzt und quasi die „Bauaufsicht“ übernommen, sich viele Male mit Architekten und Handwerkern getroffen und unzählige Interessenten durch das alte Pfarrhaus geführt, das zum Verkauf stand. Ihn zeichne sein „vorausschauendes und akribisches Denken aus“, seine Leidenschaft aber gelte der digitalen Welt. Freudenberg baute die Homepage der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern auf, pflegt sie und hält sie in Stand. Darüber hinaus ist er Sänger im Kirchenchor und seit 1995 dort stellvertretender Vorsitzender. Schuh würdigte ihn als einen Mann „der für die gute Sache streiten kann“.

Auch Werner Nolden aus Welling erhielt die Dankurkunde des Trierer Bischofs. Schon als junger Mann wurde Nolden 1987 Mitglied im Pfarrgemeinderat, ab 1995 übernahm er dessen Vorsitz. 2004 wechselte Nolden dann in den Verwaltungsrat, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist. Nolden engagiere sich in besonderer Weise für die Baumaßnahmen an der Pfarrkirche Stankt Paulin in Welling, betonte Pfarrer Schuh in seiner Laudatio. Mit anderen Ehrenamtlichen gemeinsam habe er in Eigeninitiative die Außenanlagen der Kirche erneuert, sowie die Innenrenovierung der Kirche begleitet und sei bis heute als örtlicher Bauleiter für die restlichen Renovierungsmaßnahmen stets zur Stelle. Seine gute Vernetzung trage zum Gelingen dieses Projekts maßgeblich bei, erklärte Schuh.

Gastgeber der Feierstunde war der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde vom „Chor 95“ aus Wittlich unter der Leitung von Reinhold Schneck.

Mit der Dankesurkunde können kirchlich Engagierte ausgezeichnet werden, die sich beispielhaft und mit erheblichem Einsatz über einen längeren Zeitraum ehrenamtlich in Kirche und Gesellschaft engagieren oder auch herausragende Einzelfälle. Mehr Informationen dazu gibt es unter: www.ehrenamt.bistum-trier.de/service/auszeichnungen. Informationen zum Ehrenamt im Bistum Trier gibt es unter www.ehrenamt.bistum-trier.de und beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel.: 0651-7105-566, E-Mail: ehrenamt@bistum-trier.de.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Das liest doch sowieso kein Mensch....
ich:
"Bitte beantragen die Briefwahlunterlagen in o.g. Fall nicht erneut über das Online-Portal beantragen. " Tolle Grammatik. Der Fehler würde selbst bei einmaligem Lesen lesen sofort auffallen....
juergen mueller:
Sie wiederholen sich Herr Hospen. Jedem steht das Recht zu, seine Meinung zu äussern, zu jedem Thema. Empfehle Ihnen, sich einmal näher mit der Materie Kirche, Zeugen Jehovas zu beschäftigen, anstatt Ihre offensichtlich ausgereifte Unwissenheit in beleidigenden Äusserungen kundzutun, die mir allerdings...
Karl Hospen:
@juergen mueller" Wenn sie selbst hier nichts zu meckern fänden, wären sie krank in ihrer tragisch komischen Opferwelt....
juergen mueller:
Was die Bibel glaubwürdig macht? NICHTS. Beantwortet hierzu wird auf dieser Versanstaltung überhaupt nichts, sondern man versucht nur, in Teilnehmende etwas hineinzusuggerieren, an das man selbst glaubt ohne dafür auch nur den geringsten Beweis vorzubringen. Kirche, Jehovas Zeugen mit Glaubwürdigkeit...
Casper:
Bei so einer Aussage ist der Shitstorm mehr als verdient. Und wird auch noch vorgeführt!!!...
Hildegard Jahn:
Die Bundesregierung sollte jegliche Zahlungen an NABU sofort dauerhaft einstellen. Die sind ideologisch verbohrt und überflüssig....
Daniel Fischer:
Das was NABU hier von sich gibt ist einfach nur lächerlich! Viele 10.000 Helfer kommen einfach und packen einfach an, egal ob die öffentliche Seite unterstützen kann oder nicht! Der NABU ist hier wohl hierzu nicht in der Lage - stattdessen wird die Verantwortung auf die ADD und andere abgeschoben, um...
 
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