Von Freitag bis Montag volles Programm nicht nur für Junggesellen und Ehrendamen

„Endlich geht es wieder los!“ - Kirmeseröffnung Bad Hönningen hoch umjubelt

Höhepunkte mit Königsparade, Festzelt, Gottesdienst, Feuerwerk oder Bürgerkommers

27.06.2022 - 12:36

Bad Hönningen. „Junggesellenvereine, Musikvereine stillgestanden! Die Augen nach links!“, kündigte der Hauptmann und Erste Vorsitzende des Junggesellenvereins, Christian Feltens, den König an und meldet demselben „15 Ehrendamen, vier Offiziere, drei Unteroffiziere, ein Abwinkelkommando, zwei Kirchfahnenträger und eine seeeeehr gut aussehende Königin“.

Ein weiterer Höhepunkt der Kirmes Bad Hönningens war am Sonntag Nachmittag die Königsparade mit dem anschließenden Königszug durch den Ort, dem nicht nur die Junggesellen und Ehrendamen, sondern auch hunderte Bürger fröhlich folgten. „Es ist für mich immer wieder faszinierend, dass so viele junge Leute sich für diese Tradition engagieren“, lobte Pfarrer Christian Scheinost den Umzug, bei dem er als Präses immer dabei sei. Am Morgen war das Festhochamt in der St. Peter & Paul-Kirche gut besucht worden.

Bereits am Freitag war der Jubel groß, als der „Hünnijer Kirmesplatz“ endlich wieder eröffnet werden konnte, diesmal mit einer neuen Idee, dem „Hünnijer Street Food Festival“, was auf großen Anklang stieß. Und dann nichts wie ab zu „Back to Bierzelt“ mit offizieller Kirmeseröffnung und Fassanstich. „Eigentlich ist der Höhepunkt, dass endlich alles wieder normal losgeht“, freute sich Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud, der es sich auch nicht nehmen ließ, am Sonntag in aller Frühe der „Reveille“ zu folgen, als der Musikverein 1924 Bad Hönningen e. V. vor seiner Tür zum Weckruf laut aufspielte.

Für den Ersten Vorsitzenden des Musikvereins, Marco Schmitz, spielt als ehemaliger Junggeselle immer noch der Kirmessonntag mit Gottesdienst und Frühschoppen eine herausragende Rolle, wobei Montag für die Bürger auch besonders sei. Das Großfeuerwerk am Samstag Abend wurde ebenfalls mit lauten Hurra-Rufen begrüßt. „Es passt grad einfach alles“, schwärmte ein alteingewachsener „Hünnijer“.

Traditionsgemäß waren dem Königspaar, 2022 mit Lisa Munsch und Fabrizio Alemanno, dann einige Sperren auf ihrem Umzug in den Weg geräumt worden, die der „Winkelmeister“ mit großem Winkel vermaß, während das Königspaar es sich bei einem Gläschen Sekt auf herbeigetragenen Stühlen bequem machen konnte. Der Musikverein Bad Hönningen wurde vom Musikverein Asbach unterstützt, der im Wechsel bei der Parade aufspielte. Dann schlugen die beiden „Sabeure“, Hendrik Sartor und Kevin Carlino, kräftig mit ihren scharfen Äxten auf die Baum-Sperre ein, bis diese sich recht schnell entzweite. Eine schweißtreibende Angelegenheit, die die beiden mit viel Muskelkraft unter anfeuerndem Beifall mit Bravour absolvierten. Der mitlaufende „Doktor“, Florian Schmitz, kümmerte sich mit seinem Doktorschnaps rührend um alle Verletzten bzw. verletzt Tuenden.

Die Glückseligkeit lag den Hünnijern auf den Gesichtern – das ganze lange Wochenende. „Nach der langen Corona-Pause merkt man besonders, wie sehr uns alles gefehlt hat“, schwärmten sie.

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Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
juergen mueller:
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Brauchtum in Gefahr

aus Oberwinter:
Die von "näher dran" wissen, was da so seit Jahren und Jahrzehnten so (schief) gelaufen ist. Mit Corona hat das nicht viel zu tun. Die Berichterstattung wird oberflächlich gehalten um gewissen Personen nicht zu nahe zu treten. Diese Katastrophe war vorauszusehen - aber nicht abwendbar....
K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
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