Allgemeine Berichte | 30.12.2022

Besuch der ukrainischen Flüchtlinge im Bonner Weihnachtszirkus

Faszination und Begeisterung in weihnachtlich geschmückter Zirkuswelt

In der Pause stellte sich ein Teil der ukrainischen Gäste vor den festlich geschmückten Weihnachtsbaum, der sich im Foyer des Zirkusses befand, während andere die Gelegenheit wahrnahmen, eine Runde mit den Zirkuspferden durch die Manege zu reiten. Foto: privat

Wachtberg. Kurz vor Weihnachten gab es für die ukrainischen Gastfamilien, die derzeit in Wachtberg Schutz finden, noch ein Highlight der besonderen Art. Auf Einladung engagierter Wachtberger Bürger:innen und der Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V. stand ein gemeinsamer Besuch im Bonner Weihnachtszirkus an, der unter der künstlerischen Leitung von Regisseur Louis Knie jr. in Bonn gastierte.

Gemeinsam ging es von Wachtberg-Berkum mit einem Busunternehmen nach Bonn-Beuel, wo sich schon einige ukrainische Familien, die eigenständig angereist waren, im festlich geschmückten Vorzelt auf den Zirkus eingestellt hatten.

Mit einem faszinierenden und kurzweiligen Programm führten Artisten, Akrobaten, und Jongleure durch das über zweistündige Programm. Es war ein begeisternder Abend, der die Welt ringsum für ein paar Stunden (fast) vergessen machte.

Besonders in Erinnerung bleiben wird der Gastauftritt von vier ukrainischen Kindern aus Wachtberg, die mit dem Spaßmacher Jimmy Folco in der Manege die „Reise nach Jerusalem“ spielen durften.

Als Teil einer großen Zirkusdynastie zeigte Nicole Berousek, die in einer langen Tradition für ihre Kleintierdressur weltbekannt und preisgekrönt ist, wie geschickt ihre Hunde in der Manege ihre spielerischen Tricks darboten. Hier leuchteten nicht nur Kinderaugen.

Aus Portugal kam Danny Luftmann, der souverän und spektakulär mit Bumerangs jonglierte. 2020 begeisterte er bei RTL´s „Supertalent“ und brachte sogar Dieter Bohlen zum Staunen. Er hält auch den Weltrekord im Jonglieren mit fünf Bumerangs mit dem er auch im Guinness Book of Rekords vertreten ist.

Mit waghalsigen Sprüngen hoch über den Köpfen des Publikums begeistern zum Schluss fünf verwegene Freestyle-Motocross-Piloten. Sie preschten über eine riesige Rampe und vollführten spektakuläre Sprung-Manöver, die den Zuschauern den Atem stocken ließ. Der gemeinsame Besuch im Weihnachtszirkus war der krönende Abschluss eines zusammenhängenden Zirkusprojekts. Bereits im November konnten die ukrainischen Kinder mit ihren Eltern in vier Wochenendworkshops selbst verschiedene Zirkuskunststücke ausprobieren und üben. Unterstützt wurden die Workshops seinerzeit vom Spielezirkus Bonn/Rhein-Sieg.

Das Projekt, bei dem über 130 Ukrainer:innen aus Wachtberg und teilweise auch Bonn teilnahmen, wurde von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt unterstützt.

In der Pause stellte sich ein Teil der ukrainischen Gäste vor den festlich geschmückten Weihnachtsbaum, der sich im Foyer des Zirkusses befand, während andere die Gelegenheit wahrnahmen, eine Runde mit den Zirkuspferden durch die Manege zu reiten. Foto: privat

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