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Erster Mitgliedertag der BNI-Region Koblenz

Netzwerken bei Fingerfood und Erfrischungsgetränken

13.03.2017 - 08:30

Koblenz. Rund 350 Unternehmerinnen und Unternehmer nahmen am ersten Mitgliedertag der Geschäftsempfehlungs-Organisation BNI-Region Koblenz teil und erlebten jetzt einen außergewöhnlichen Tag mit interessanten Vorträgen im historischen Ambiente des Kurfürstlichen Schlosses in Koblenz.

Dass bei dem ersten Mitgliedertag des BNI-Koblenz eine so große Zahl von Gästen den Einladungen der BNI-Mitglieder gefolgt war, freute Peter Blum, Regionaldirektor für den Raum Koblenz, besonders. Der gebürtiger Neuwieder und passionierte Harley-Fahrer begrüßte neben den regionalen BNI-Mitgliedern auch zahlreiche Gäste aus den Nachbarregionen sowie den Nationaldirektor der Niederlanden Aqil Radjab.

Neben den interessanten Vorträgen standen bei den Mitgliedern vor allem Netzwerken und Kontakteknüpfen im Vordergrund, wozu sie in den Pausen bei Fingerfood und erfrischenden Getränken ausreichend Gelegenheit hatten. Musikalisch sorgte die Sängerin Patrizia Weber aus Plaidt, ebenfalls BNI-Mitglied, mit aktuellen Hits für Unterhaltung.

Exekutivdirektor Kevin Barber aus der BNI Region Süd-West referierte über BNI-International und die BNI Foundation. Sein Vortrag über einen Besuch von fünf BNI-Treffen in fünf Kontinenten in fünf Arbeitstagen, den er anhand eines Films dokumentierte, fand besonderen Anklang beim Publikum, während Ingo Karsch, Mitglied der Geschäftsleitung BNI Schweiz und Verantwortlicher für Asentiv Italien die Teilnehmer mit einem praktischen Trainingslot begeisterte und zum Mitmachen animierte.

Als Hauptsprecher sprach Michael Mayer, Geschäftsführer von BNI Deutschland und Österreich über die Hintergründe und Ziele der professionellen Unternehmervereinigung für die Weitergabe von Geschäftsempfehlungen. Der ehemalige Landwirt aus Mannersdorf in Österreich hat das Business International Network im Jahre 2002 erstmals auf einer Franchise-Messe kennengelernt. Um sich so eine Gruppe einmal genauer anzuschauen, musste er seinerzeit nach London fliegen. „Damals gab es BNI Deutschland noch nicht“, so Mayer. Als er miterlebt habe, dass 38 Unternehmer in kürzester Zeit 78 Geschäftsempfehlungen ausgesprochen haben, stand für ihn fest „Das ist mein Geschäft.“ Bereits 2004 gründete er das erste Unternehmerteam in Wien, 2003 eine Gruppe in Berlin und einen Tag später eine weitere in Stuttgart. Seit 2008 ist er Eigentümer des Master-Franchise von Österreich und Deutschland. Mittlerweile vermittelten sich mehr als 9000 Unternehmer in rund 340 Gruppen untereinander Geschäfte. „In den nächsten zehn Jahren möchte der Profi-Netzwerker 25000 Unternehmer dazugewinnen“, erklärt Mayer sein ehrgeiziges Ziel. Die Philosophie des BNI sei „Wer gibt, gewinnt“, so Mayer. Die Partnerschaft sollte auf einer Win-Win Basis aufgebaut sein. „Da fließen keine Geldmittel, die Investition ist in erster Linie Zeit.“

Voraussetzung für eine Mitgliedschaft seien die Fähigkeit und der Wille, sich für Belange anderer wirklich zu interessieren. Mayer glaubt fest daran, dass sich nach diesem Prinzip das Zusammenleben ein Stück weit verbessern lasse und glaubt an eine Gesellschaft, in der Zusammenarbeit an erster Stelle stehe. Doch die Mitgliedschaft in einer der rund 340 regionalen Gruppen (Chapter) erfordert auch Disziplin.

An jedem Freitag beginnt der Arbeitstag von Harald Monschau, Direktor des Chapter Rhein-Ahr, Sinzig um 6.30 Uhr mit einem Meeting. Zunächst lässt sich der Geschäftsführer des Seniorenzentrums Maranatha und des Mara-Villa Hotels mit 26 anderen Mitgliedern von Business Network International ein Frühstück schmecken. Dabei geht es nicht vorrangig um das leibliche Wohl, es geht ums Geschäft. Das Besondere an den regionalen Chaptern ist, dass darin nur ein Vertreter einer Berufsgruppe zugelassen ist“, erzählt Harald Monschau. Der Ablauf der Treffen sei jedoch weltweit gleich straff organisiert. „Jedes Mitglied hat eine Minute Zeit, sein Produkt oder sein Anliegen darzulegen.“ Anwesenheit sei Pflicht. Mehr als maximal drei Fehltage im Jahr, können den Ausschluss aus der Gruppe zur Folge haben. Dies sei nur durch die Entsendung eines Vertreters vermeidbar. „Bei den Treffen handelt es sich um einen Geschäftstermin, da hinterlässt Verlässlichkeit Spuren“, weiß Brigitte Hilgert Becker, Geschäftsführerin Hörakustik Becker und Gründungsmitglied vom BNI-Chapter Koblenz. Insbesondere die Idee, dass alle Mitglieder eines Chapters die Visitenkarten ihrer Kollegen bei sich tragen, findet bei der Geschäftsfrau großen Anklang. „Trifft man auf jemanden, der die Dienstleistung oder das Produkt eines Mitglieds benötigt, wird dieses weiter empfohlen. Auch wenn sich nicht aus allen Kontakten gleich Geschäftsbeziehungen ergeben, hat man die Zielgruppe stets im Hinterkopf und kann bei entsprechender Gelegenheit aktiv werden.“ Aktiv werden möchte auch der IT-Spezialist Helmut Eberz, Mitglied des kürzlich gegründeten Chapters Rhein-Eifel, der jüngsten Gruppe in der Region. „Ich schätze vor allem die Verbindlichkeit gegenüber dem Geschäftspartner“, so Eberz, den der Vortrag von Kevin Barber zu größeren Zielen inspiriert hat. „Da meine Frau aus Indonesien stammt, würde ich BNI gerne in diesem Land etablieren.“ Für Steinmetz Axel Heuser, seit drei Monaten Mitglied im BNI Chapter Rhein-Mosel, zählen in erster Linie die guten Kontakte. „Während meiner erst relativ kurzen Mitgliedschaft habe ich schon einige Empfehlungen bekommen und auch geben können – der Umsatz stellt sich dann von alleine ein“, meint Heuser.

Auch der BNI ist als Franchise-System selbst darauf ausgerichtet, Gewinne zu erwirtschaften. So kostet die Mitgliedschaft Geld. Neben einer einmaligen Aufnahmegebühr wird von den Mitgliedern ein Jahresbeitrag erhoben.

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Kommentare
Uwe Klasen :
"Einsparmöglichkeiten für Seniorenhaushalte" ---- Die politisch Verantwortlichen und ihre unsoziale Entscheidungen die eher Klientel und Lobbyismus gesteuert wirken, diese Leute sollten die horrenden Steuern und Abgaben senken, dann hätten alle mehr Netto vom Brutto!
Uwe Klasen :
Nun ja, für diejenigen, die in dieser Gesellschaft gut Verdienen, lohnt sich der sogenannte Öko-Landbau (wie Herr Mueller richtigerweise bereits klarstellte)! Sie können sich die teuren Lebensmittel leisten. Leider wird es aber aber durch den sogenannten Ökolandbau für die in Zukunft zu erwartenden 10 Milliarden Menschen nicht genügend Lebensmittel geben. Die in Deutschland verpönte Grüne Gentechnik hilft dort schon heute weiter und nur diese kann für Milliarden von Menschen genügend Lebensmittel bereit stellen, nicht diese Öko Lifestyle-Produkte für einige wenige!
juergen mueller:
Das mit dem "auf was stolz zu sein" bedeutet noch lange nicht,dass hier alles positiv zu sehen ist,vor allem (Alarm),wenn die Politik der Meinung ist,etwas für gut zu befinden.Der ÖKO-Anbau hat eben nicht nur Gutes zu verzeichnen.Die ökologische Landwirtschaft verzichtet angeblich "weitgehend" auf den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln u.Mineraldünger (so sollte es sein - besser wäre noch,ganz darauf zu verzichten).Ökologisch wirtschaftende Betriebe importieren ihre Nährstoffe von "konventionellen" Betrieben,wie konventionelle Betriebe auch.In der ökologischen Landwirtschaft sind "Kupfer u.Schwefel" zugelassen.KUPFER weist aber eine höhere Ökotoxizität als viele Fungizide der konventionellen Landwirtschaft auf,besitzt die Wassergefährdungsklasse 2,ist "sehr giftig",hat in Gewässern (Grundwasser) längerfristig schädliche Wirkungen wie auch gesundheitliche beim Menschen (z.B.Leberschäden).Auch darauf kann Frau Höfken stolz sein,weil sie es nicht für erwähnenswert hält.
Siegfried Kowallek:
Sicherlich ist es richtig, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg zu viele Revanchisten gab, die auf ein erneutes Deutschland in den Grenzen von 1937 orientierten, und dass die fraglichen Straßenbenennungen in diesem politischen Klima erfolgten. Dennoch sind die historischen deutschen Ortsnamen dadurch nicht besudelt. Insofern ist es wichtig, mit diesen Namen gemäß dem heutigen Erkenntnisstand unter Berücksichtung auch der positiven Entwicklungen durch und nach Willy Brandts Ostpolitik im Sinne europäischer Erinnnerungskultur verantwortungsvoll umzugehen, ohne in den Irrtum zu verfallen, dass unsere osteuropäischen Nachbarn es goutieren, dass wir die deutsche Vergangenheit verleugnen, welche zu respektieren für sie inzwischen kein Problem ist. Siegfried Kowallek, Neuwied
juergen mueller:
Mal ehrlich, Herr Huste. Wen interessiert es, wie die Strassen in den jeweiligen Ländern heute heissen und liest hierzu zur Aufklärung angebrachte "kleine" Schilder? Mit was sich unsere Politik heutzutage so beschäftigt ist mir unbegreiflich. Ihr Aufklärungsbedarf unserer unvergessenen Vergangenheit in Ehren, spenden Sie das Geld für diese "kleinen" Schilder lieber einer "Tafel" - die können es gebrauchen.
Wolfgang Huste:
Ergänzend zu meinem vorherigen Kommentar noch folgende Anmerkungen: Das Ministerium für Vertriebene wurde 1969 im Zuge der Ostpolitik von Willy Brandt unter heftigem Protest aufgelöst. Unter dem Minister Theodor Oberländer waren 75 % der Planstellen mit ehemaligen Mitgliedern der NSDAP besetzt. Im Schulatlas war Deutschland dreigeteilt: Bundesrepublik Deutschland, SBZ und Ostdeutschland (unter polnischer Verwaltung). Die Politik suggerierte, dass es wieder zu einem Deutschland in den Grenzen von 1937 kommen würde. In diesem politischen Klima kam es zur Benennung der strittigen Straßennamen Tilsiter, Stettiner, Breslauer usw..
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