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Andernacher Narrenwelt startete etwas später in die neue Session

Rund um den alten Mariendom wird viel gelacht

18.11.2019 - 10:57

Andernach. „Karneval in Andernach, was kann schöner sein?“, fragt ein, der Narretei verbundener Walzer. Eine Antwort darauf hat bisher noch niemand gegeben. Es scheint, als mag es sich niemand mit der Ausstrahlung einer über 600 Jahre alten Tradition verscherzen - sicherlich auch angesichts des starken närrischen Streitkräfte-Aufgebots. Über das gerieten Beobachter einmal mehr ins Staunen, als am Samstag hunderte uniformierter Karnevalisten das Historische Rathaus stürmten, um den Stadtoberen in den Stadtsäckel zu greifen und damit unmissverständlich die fünfte Jahreszeit einzuläuten.


Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben


Zwar nicht genau am 11.11., aber pünktlich um 11:11 Uhr marschierten die vier uniformierten Korps, die Möhnen, die GERAK und der Festausschuss des Andernacher Karnevals auf dem Platz vor dem Historischen Rathaus auf. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger warteten hier bereits auf den Beginn des Spektakels. Zu den Klängen der Trommeln, Fanfaren, Querflöten und Lyras ihrer Spielmanns- und Fanfarenzüge tauchten die Blauen Funken, die Prinzengarde, die Rot-Weißen-Husaren und die Stadtsoldaten den Platz, auf dem sie diesmal wegen Gerüsten an der Rathausfassade und aufgrund eines üppigen Weihnachtsbaumes etwas enger zusammenrücken mussten, in bunte Farben. Eine entschlossene Abordnung unter der Führung des Stadt- und Funkenkommandanten Hans-Peter Klein verhaftete die Stadtspitze und beschlagnahmte die Stadtkassen-Schatulle. Oberbürgermeister Achim Hütten: „Wir haben bereits am 11.11. auf Euch gewartet. Die Stadtkasse war noch prall gefüllt. Tausende Euro waren drin, aber ihr seid nicht gekommen.“ Auf Grund der in den vergangenen Tagen noch bezahlten Rechnungen könne er nun nur lediglich 111,11 Euro an die Narren übergeben.


Auch der Karneval steht im Zeichen des Dom-Jubiläums


Festausschuss-Präsident Jürgen Senft blickte zurück auf die vergangene Session und dankte dem noch amtierenden Tollitätenpaar Prinz Tubak II.(Sascha Daverkausen) und Prinzessin Jessica I. (Jessica Sattler) sowie ihrem Hofstaat für die überzeugende Regentschaft. Die beiden Husaren werden ihre Amtsgeschäfte endgültig im Rahmen der Proklamation am 18. Januar an das neue Prinzenpaar aus den Reihen der Blauen Funken übergeben.

Das Motto der neuen Session, wurde dem Mariendom gewidmet, der im kommenden Jahr sein 800-jähriges Jubiläum feiert: „De Dom stäht do, säit ville Johr unn drömeröm würd vell jelacht - et ess schon widde Faasenacht!“ Die traditionelle Verbundenheit von Kirche und Karneval spiegelt sich auch im Festausschuss-Orden 2020 wider: Darauf hält ein Narr liebevoll den Mariendom in seinen Armen. Selbstverständlich wurden die Stadtoberen und die Spitzen der Karnevalsgesellschaften unverzüglich mit dem edlen Metall ausgezeichnet. Für ihr Engagement im Andernacher Karneval ehrte Jürgen Senft die Regimentstochter der Rot-Weißen-Husaren, Kimberly Brunsmeier, mit der Verleihung des Festausschuss-Kreuzes. Mit dem Grußwort des Kommandanten der Blauen Funken, Hans-Peter Klein, verband sich selbstverständlich wieder der Befehl an seine Kanonenbesatzung, einen dreifachen Salut zu schießen.

Auch Michael Klemmer, Kommandeur der Rot-Weißen Husaren, Kommandeur Thomas Manstein (Prinzengarde), Heribert „Molly“ Zins, Kommandant der Stadtsoldaten (er verlieh sein Molly-Kreuz an Jürgen Senft) sowie Obermöhn Ingeborg Ludwig-Kraemer (Möhnen „Ewig Jung“) und der Präsident der Gesellschaft ehemaliger Karnevalisten (GERAK), Carsten Meyer, entboten dem Narrenvolk ihren Gruß.

Frisch dekoriert und für die närrischen Tage ausreichend motiviert setzten sich die alaaf-trainierten Aktiven dann Richtung Merowingerplatz in Bewegung, wo der Andernacher Sessionssauftakt noch eine spektakuläre und karnevals-historische Fortsetzung erfahren sollte (s. gesonderten Bericht).

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Kommentare
Uwe Klasen:
Was machen eigentlich die Politikdarsteller und die sogenannten Aktivisten, wenn der aktuelle Klimawandel doch nicht menschengemacht ist? Die Beweislage dahingehend verdichtet sich zusehends!
Antje Schulz:
Wie wäre es, wenn die AfD Rheinland-Pfalz Herrn Bleck mal zu einem Kurs in Organisation, sowie Anstand und Benehmen schickt?
Stefan Knoll :
Angesichts der Tatsache, daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck seine Teilnahme an der Schulveranstaltung noch nicht einmal abgesagt hat, stellen sich folgende Fragen: 1. Hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ein Organisationsproblem? 2. Hat es der AfD-Abgeordnete Bleck nicht nötig eine Veranstaltung in einer Schule zu besuchen? 3. Hat der AfD-Abgeordnete Bleck keine Lust auf eine Schulveranstaltung wie "70 Jahre Grundgesetz"?
Patrick Baum:
Die AfD Rheinland-Pfalz blamiert sich nahezu täglich aufs Neue. Daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck aus Altenkirchen die Veranstaltung in der Schule noch nicht einmal abgesagt hat, ist ein No-Go. Und dieser Herr Bleck wollte einmal Lehrer werden. Nach fast 20 Semestern Lehramtsstudium hat Herr Bleck die Universität ohne Abschluß verlassen. Zudem hätte Blecks Mitarbeiter Jan Strohe aus Nordhofen bei Selters die Veranstaltung absagen können. Strohe ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und hat enge Kontakte zum extrem rechten Justin Cedric Salka aus Hachenburg.
Uwe Klasen:
Wenn Physik auf Wunschdenken trifft, gewinnt die Realität. So haben die Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz bekannt gegeben, dass sie ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken (möchten), damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
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