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Sozialdienst katholischer Frauen Koblenz e.V.

„Susi-Hermans-Preis“ verliehen

Soziales Engagement im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz ausgezeichnet

13.10.2015 - 14:50

Koblenz. Zum zweiten Mal wurde der „Susi-Hermans-Preis“ für soziales Engagement verliehen. Wie schon im Vorjahr waren es zwei Preisträger, die im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz durch den Sozialdienst katholischer Frauen Koblenz e.V., SkF, mit der Auszeichnung geehrt wurden. Den Preis erhielten Regina Schiff aus Kettig und Heinz Neugebauer aus Kruft für ihre herausragenden, eher im Stillen, für die Öffentlichkeit kaum sichtbar erbrachten ehrenamtlichen Leistungen.

Der „Susi-Hermans-Preis“ wurde im Jahr 2014 von der Familie der im Jahr 2013 im Alter von 94 Jahren verstorbenen Ehrenvorsitzenden des SkF, Susi Hermans, gestiftet. Das „Susi-Hermans-Stiftungs“-Vermögen wird darüber hinaus dafür eingesetzt, Menschen in Notlagen unbürokratisch und zügig Hilfe zukommen zu lassen, zeigte die SkF-Vorsitzende Margret Schneider in ihrer Begrüßungsansprache auf. In Vorbereitung der diesjährigen Preisverleihung seien neben einer in der Presse veröffentlichten Ausschreibung zahlreiche Bürger und Institutionen angeschrieben worden, um Vorschläge für preiswürdige Menschen zu erhalten. Aus diesem Pool habe sich der SkF für die beiden heute Geehrten entschieden.


Grußwort von Marie-Theres Hammes-Rosenstein


Als Schirmherrin des „Susi-Hermans-Preises“ richtete die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein ein Grußwort an die Festgäste. Dabei stellte sie noch einmal die Lebensleistung Susi Hermans heraus. Als Sozialpolitikerin und als Privatperson habe sie es als ihren ganz persönlichen Auftrag gesehen, für andere da zu sein und Benachteiligten unserer Gesellschaft zur Seite zu stehen - in der Stadt und im Land, ihr ganzes Leben lang.

Genau wie sie, setzten sich auch die beiden Preisträger für den Nächsten und die Gemeinschaft ein. Gemäß einem afrikanischen Sprichwort seien es solche „kleinen Leute“, die mit mehr oder weniger im Verborgenen getanen „vielen kleinen Dingen“ ihren Beitrag leisten, „das Gesicht der Welt zu verändern“. Mit ihrem Engagement bilden diese „Freiwilligen“ eine Säule, die unser soziales System und unsere gesamte Gesellschaft mittrage. Es mache unsere Gesellschaft menschlicher, sagte Hammes-Rosenstein. Auf die Mitwirkung der Bürger sei man in so unruhigen Zeiten wie heute mehr denn je angewiesen, womit sie besonders die derzeitig in das Land ziehenden Flüchtlingsströme thematisierte. Ehrungen wie den Susi-Hermans-Preis halte sie für immens wichtig. Er mache Werbung für die Freiwilligenarbeit, ohne die vieles einfach nicht machbar wäre.

Den beiden Geehrten wünschte die Bürgermeisterin, wie allen anderen ehrenamtlich Tätigen, weiterhin ein erfolgreiches Tun mit vielen beglückenden Momenten.


Preis eine bescheidene Art, "danke" zu sagen


Der Preis sei nur eine bescheidene Möglichkeit, „danke“ zu sagen, formulierte es Kreisbeigeordneter Rudi Zenz, der mit seiner Ansprache Grüße vom Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Alexander Saftig, überbrachte. Die Preisträger brächten einen großen Teil ihrer Freizeit auf, um allein des Helfens Willen zu helfen. Damit seien sie Vorbilder in Sachen Menschlichkeit. Er ziehe seinen Hut vor ihrer Arbeit.


Laudatio von SkF-Geschäfts- führerin Stefanie Coopmeiners


Die erfrischende Laudatio für die beiden Geehrten hielt die seit gut fünf Wochen amtierende SkF-Geschäftsführerin Stefanie Coopmeiners. Sie stellte eine beeindruckend lange Liste ehrenamtlicher Tätigkeiten der Preisträger vor. Die 73-jährige Regina Schiff engagiert sich neben Weiterem für zahlreiche kirchliche Projekte, hält Wortgottesdienste, arbeitet seit zwanzig Jahren im Pfarrgemeinderat, übernimmt Krankenbesuchsdienste und Fahrdienste für Hilfe bedürftige Menschen, leitet einen Gebetskreis, unterstützt syrische Flüchtlinge, engagiert sich seit dreißig Jahren in der Frauengemeinschaft und seit vierzig Jahren für die Caritas-Kleiderkammer. Regina Schiff werde von anderen als stadtbekannte Person bezeichnet, so Coopmeiners, die jederzeit erreichbar sei, wenn Hilfe gebraucht werde, mit der man zudem über alles reden könne. „Das bringt mir was für die Seele“, begründete die Preisträgerin ihr mit Liebe und Herz dargebrachtes Engagement als praktizierende Christin, der ihr Glaube sehr wichtig sei.

Der zweite Preisträger, der 68-jährige Heinz Neugebauer, bietet in einer Grundschule gemeinsames Schulsingen für Kinder und Lehrer an. Mit einer Gitarre, die ihm seine Oma einst schenkte, habe es angefangen. Das Notenspielen habe er mit dem Gebetbuch gelernt. Heute ist er Mitglied einer Gitarrengruppe, die unter anderem ältere Menschen an Seniorentagen oder bei Weihnachtsfeiern mit Liedbeiträgen erfreut. Außerdem ist er als Schriftführer im Kirchengemeindeverband und als Schiedsmann tätig, engagiert sich seit vierzig Jahren in der Bolivienhilfe, ist seit zwölf Jahren aktives Mitglied im Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde und schon jahrelang Amtmann der Nachbarschaft. Hier sei es das Wichtigste, zusammenzukommen, gemeinsam Spaß zu haben und zu musizieren. Den „Susi-Hermans-Preis“ sehe er als seinen Nobelpreis an, bedankte sich Neugebauer für die Auszeichnung.


Ehrungen auch für "Fürsprecher"


Susi Hermans Neffe, Berti Hahn, hatte die Idee eingebracht, auch denjenigen eine Anerkennung zukommen zu lassen, die die Preisträger vorschlagen. So kamen in diesem Jahr nicht nur die beiden Preisträger, sondern auch ihre „Fürsprecher“ Bettina Zaar und Ingrid Gasper in den Genuss von Eintrittskarten für das Café Hahn-Weihnachtsvarieté.

Die Preisverleihungs-Feierlichkeiten klangen aus mit einem speziell für die Geehrten dargebrachten irischen Segenslied und einem Lied aus Afrika. Der Jugendkammerchor der Singschule Koblenz unter Leitung von Regionalkantor Manfred Faig hatte die gesamte musikalische Begleitung der Veranstaltung mit einem stimmungsvollbunten Lieder-Strauß übernommen. Im Anschluss gab es noch reichlich Zeit, bei einem kleinen Imbiss zusammen zu sein und sich auszutauschen.

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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