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BdP-Stammes in Thür gegründet

Der Drache stellt sich vor

Ortsbürgermeister Hilger übergab Gründungsmitgliedern Schlüssel für Jugendraum

Der Drache stellt sich vor

06.03.2015 - 13:03

bThür. Obwohl das Pfadfinden schon mehr als 100 Jahre alt ist, kam es niemals aus der „Mode“. Im Gegenteil: Wer einmal Pfadfinderin oder Pfadfinder war, bleibt es ein Leben lang. Begonnen hat das Pfadfinden bereits im Jahre 1907. Damals zelteten 20 Jungen aus London auf der kleinen Insel Brownsea Island. Sie kamen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Lord Robert Baden-Powell („B.P.“) legte damit den Grundstein für die Pfadfinderbewegung. Junge Menschen sollten zu verantwortungsbewussten Bürgern werden, die sich für die Gesellschaft und ihre Mitmenschen einsetzen. Seit 1909 sind auch Pfadfinderinnen aktiv. Die Arbeit der Mädchen und Frauen war geprägt durch die aufkommende Frauenbewegung. Spielidee für die Jüngeren wurde die Mowgli-Geschichte aus dem „Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling, der mit B.P. befreundet war. Heute gibt es in fast jedem Land der Erde Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Alle vier Jahre treffen sich Zehntausende von ihnen bei einem großen Zeltlager, dem Jamboree. 1920 fand das erste dieser Treffen statt; bereits damals kamen circa 8.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder zusammen. Die deutsche Pfadfinderbewegung hat ihre Ursprünge in der Jugendbewegung, im Wandervogel und in den Jungenschaften. Im Nationalsozialismus waren unabhängige Jugendbünde verboten. Schon 1945 entstanden wieder die ersten Pfadfindergruppen. Die interkonfessionellen Bünde „Bund der Pfadfinder“ und „Bund Deutscher Pfadfinderinnen“ schlossen sich 1976 zum „Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.“ (BdP) zusammen. Seit seiner Gründung entwickelte sich der BdP von einem traditionell ausgerichteten Pfadfinder-/innenverband zu einem progressiven, kritischen Kinder- und Jugendverband. Das Pfadefinden haben sie jedoch nie aufgegeben, sondern suchen sie in der Natur, in der Gesellschaft, in den Kulturen, der Geschichte und überall da, wo Kinder und Jugendliche unterwegs sind. Sie reisen durch die Welt, hacken Holz und machen Feuer, sie sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Wasser unterwegs, hinterlassen keine Spuren in der Natur, bestimmen Pflanzen, achten Tiere und die Umwelt, schlafen in Jurten und Kohten und singen am Lagerfeuer.


Achten von Mensch, Tier und Natur


Pfadfinder-/in im BdP zu sein, heißt alle Menschen, Tiere und die Schätze der Natur zu achten, miteinander die Welt zu entdecken und Möglichkeiten zur Verwirklichung eigener Ideen und Vorstellungen zu erfahren. Der BdP ist politisch als auch weltanschaulich offen und unabhängig. Die Arbeit ist gemeinnützig, öffentlich anerkannt und wird ehrenamtlich geleistet. Die ehemaligen Mitglieder der Georgspfadfinder in Mendig, die Stammesführer Felix Müller und Jonas Thiele haben sich schon lange der Idee des BdP verschrieben und haben deshalb ihren Wunsch, eine Aufbaugruppe für ihren noch zu etablierenden Pfadfinderstamm „Drache“ in Thür ins Leben zu rufen, nunmehr in die Tat umgesetzt. Als sie im Vorfeld mit dem Thürer Ortsbürgermeister Rainer Hilger über ihr Vorhaben sprachen, sagte dieser spontan seine Unterstützung zu und übergab den Gründern des Stammes am Dienstag, dem 3. März als „erste Amtshandlung“ einen Schlüssel für den Thürer Jugendraum. „Die Gemeinde Thür unterstützt die Pfadfinder sehr gerne, zumal die Jugendarbeit in der Vergangenheit ein wenig brachliegt und ich die Hoffnung habe, dass auch die Thürer Jugend von dem vielfältigen Angebot regen Gebrauch machen wird“, so Ortsbürgermeister Hilger, der den engagierten jungen Leuten auch eine kleine finanzielle Unterstützung in Aussicht stellte. Während die Gründer noch vor Ostern eine einwöchige Ausbildung beim BdP absolvieren werden, wo sie die wichtigsten Grundlagen zur Führung einer Jugendgruppe vermitteln bekommen, lädt der Stamm Drache am Sonntag, dem 15. März um 15 Uhr alle Kinder, Jugendlichen und Eltern, die an der Pfadfinderei interessiert sind, zum Kennenlernen mit gemeinsamer Singerrunde und gemeinsamen Spielen in die Grundschule Thür ein, wo die Gründungsmitglieder, die übrigens nicht nur aus Thür, sondern auch aus den umliegenden Ortschaften kommen, in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen alle Fragen rund um die Idee der Pfadfinderei gerne beantworten werden. Übrigens gibt es beim Stamm Drache unterschiedliche Altersgruppen: Wölflinge (7-11 Jahre), Pfadfinder-/innen (11-15 Jahre) und Ranger/Rover (16-25 Jahre). Die erste Gruppenstunde der Wölflingsmeute wird aller Voraussicht nach im Anschluss an die Osterferien beginnen. Weitere Informationen werden in der örtlichen Presse und auf der facebook-Seite „Stamm Drache“ bekannt gegeben.

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Kommentare
11.03.2015 19:15 Uhr
Eberhard Koebel schrieb:

Da darf man ja gespannt sein- als alter Pfadfinder wünsche ich dem neuen Stamm viel Erfolg und viele begeisterte Mitglieder!



11.03.2015 15:33 Uhr
Thiele Jonas schrieb:

Super Super Super schön geschrieben =)



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juergen mueller:
Na und. soll die Fähe Spargel fressen? Deutschland, ein Land der Dichter u. Denker (wäre wünschenswert) u.ein Meister in der Vergabe von Titeln. Großkarnivorenbeauftragter (Karnivoren, so werden FLEISCHFRESSER - wie z.B. der Wolf bezeichnet). Was für ein Titel. Ohne seine (sogar genetische) Probeentnahme vom Kadaver des Reh`s wäre eine Laboranalyse vielleicht nicht möglich gewesen u. man hätte den bösen Wolf nicht als Wiederholungstäter ausfindig machen können. Denn das ist wichtig für die Analyse, dass er bzw. sie im gleichen Gebiet gerissen hat, was ja auch gleich auf sein Bleiben schließen lässt, was CDU-RÜDDEL gleich in seiner Beurteilung der Wolfslage bestärkt:"Gefährdungsstufe für Zweibeiner - Der/Die muss weg", denn das reicht schon aus, um von einem/r "auffälligen" Wolf/Wölfin auszugehen. Es kann auch nicht sein, dass u.U. jeden Monat ein Wild gerissen wird - März u.April hatten wir ja schon. Der erwünschte Informationsaustausch (wäre er denn immer so) kommt also in Gang.

„Ich werde nicht schweigen“

juergen mueller:
Herr Kirsch,Danke für Ihren Artikel u.Ihre Zivilcourage,die in unserer Gesellschaft nicht (mehr) selbstverständlich ist. Vielmehr werden solche Aktionen von der Bevölkerung nicht als problematisch angesehen,ebenso wie die Verkennung der Tatsache,dass aus vielerlei Gründen solche Aktionen (neben vielen anderen) eine Generation anspricht,die von Frust, Unlust, Arbeits-,/Perspektiv- u.Respektlosigkeit geprägt ist,was sich in sinn- u.intelligenzlosen Aktionen widerspiegelt bis hin zur Gewaltbereitschaft.Alles schon dagewesen.Darüber zu spekulieren,ob dies eine False Flag = Falsche Flagge-Aktion (wir sind immer noch in DEUTSCHLAND) irgendeines rechtspopulistischen Haufens war oder nicht,ist scheißegal.Tatsache ist,dass solche Vorfälle unterschätzt werden,von Zivilcourage (was ist das?) ganz zu schweigen.Lieber wegsehen,weghören,vielleicht aber doch tatenlos zusehen,den Gaffer spielen,Handyfotos machen oder sich in klas(sichen),spekulativen Äusserungen ergehen.RECHTS ist GEFÄHRLICH.

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juergen mueller:
Damit es jeder versteht - mit FAIR-TRADE ist "Fairer Handel" gemeint.Wir leben hier in Deutschland,deutsch ist unsere Muttersprache.Warum muss man sich meist nicht verstehend (vor allem ältere Menschen) zusehends immer mehr mit Bezeichnungen auf "englisch" abgeben?Hört sich vielleicht COOL an (viele fühlen sich dann auch so,obwohl sie nichts verstehen),ist aber trotzdem FUCK u.ich finde damit auch UNCOOL.In englischsprachigen Ländern käme niemand auf die Idee die eigene Sprache mit deutschem Vokabular zu versauen. Heute benötigt man schon zum alltäglichen Gebrauch ein Wörterbuch (beherrscht man Denglisch nicht).Bevor man also zum nächsten Info-Stand einlädt,erst einmal sich der deutschen Sprache erinnern,zumindest aber zu einem Übersetzen bereit sein.Und was heisst überhaupt grün bomben?Nur weil das Thema Insekten/Bienensterben aktuell ist u.man den Kahlschlag jahrzehntelang wissentlich übersehen u.nichts getan hat?Das ist sowas von UNCOOL.
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