Mut wurde belohnt!

Junge Frau verhinderte Straftat

Für ihr mutiges Einschreiten wurde Sarah Litke von der Polizei Neuwied geehrt

Junge Frau verhinderte Straftat

Kriminaldirektor Gregor Gerhard (v.li.) ehrte Sarah Litke mit Urkunde und Blumenstrauß, worüber sich auch Oberkommissar Annegret Heinemann freute. Foto: -HEP-

24.03.2014 - 12:46

Neuwied. Ein dunkler Morgen war der 16. Oktober, als die 24-jährige Sarah Litke von ihrem Nachtdienst in Waldbreitbach nach Neuwied fuhr und sie gegen 7 Uhr in der Moltkestraße in Höhe Güterbahnhof etwas Ungewöhnliches entdeckte: „Ich habe gesehen, wie jemand ein Mädchen angegriffen hat, das sah aus, als hätte er ein Messer, er hatte sie bereits mit einem Arm umschlungen und sie versuchte sich zu befreien“, erinnert sich die Krankenpflegeschülerin. Sie drückte die Hupe ihres Wagens, stoppte, stieg aus, rief gleichzeitig die Polizei an und lief zu dem 17-jährigen Mädchen. Der junge Mann hatte aufgrund des Hupkonzerts von dem Mädchen abgelassen und war geflüchtet. Sarah Litke kümmerte sich um die völlig verstörte 17-jährige. „Sie hatte Tränen in den Augen“, berichtet die 24-Jährige. Der Polizei beschrieb sie den Täter, den die Beamten aufgrund dessen schnell festnehmen konnten. Statt nach Hause zu fahren und sich schlafen zu legen, schließlich hatte die junge Frau die ganze Nacht gearbeitet, begleitete sie die 17-Jährige noch zur Polizei, tröstete sie und stellte sich als Zeugin zur Verfügung. Das hatte jetzt ein schönes, positives Nachspiel: Sarah Litke wurde für ihr beispielhaftes Verhalten in der Polizeidirektion Neuwied mit Urkunde und Blumenstrauß geehrt. Kriminaldirektor Gregor Gerhard betonte: „Frau Litke hat vorbildhaft gehandelt, indem sie die Fortsetzung einer Straftat unterbunden, das Opfer betreut und durch ihre präzise Personenbeschreibung zur Ergreifung des Täters maßgeblich beigetragen hat. Dafür gebührt ihr hohe Anerkennung.“ Die erhielt sie nicht nur von der Polizei Neuwied, sondern auch vom Koblenzer Polizeipräsidenten Wolfgang Fromm, der die Urkunde unterschrieben hatte. Bei der Ehrung berichtete die für Sexualdelikte zuständige Oberkommissarin Annegret Heinemann, sie bearbeitet den Fall, dass der junge, einschlägig vorbestrafte Mann, das Mädchen bereits geraume Zeit vorher im Bus belästigt hatte. So auch an diesem 16. Oktober. Daher war die 17-Jährige bereits in der Ringstraße ausgestiegen, um zu Fuß zum Moltkeplatz zu gehen. Der Täter aber fuhr bis zum Moltkeplatz, ging ihr in Richtung Ringstraße entgegen, traf sie hinter der Unterführung und versuchte sexuelle Handlungen vorzunehmen. Aber er hatte wohl nicht mit der resoluten Sarah Litke gerechnet, die ihm einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte und sogar an die Polizei auslieferte. Schließlich war die Moltkestraße zu diesem Zeitpunkt menschenleer.

Ist es denn gefährlich, als Frau nachts oder frühmorgens allein durch Neuwied zu gehen? „Täter sind meist aus dem Umfeld“, sagte der Kriminaldirektor und weiter: „die Kriminalstatistik zeigt fast überall höhere Zahlen. Die Bürger leben hier recht sicher, auch im gesamten Bundesvergleich.“

Übrigens: Der vorbestrafte junge Mann hat vor der Polizei die Tat zugegeben, ist auf freiem Fuß und muss sich bald vor Gericht verantworten. Der Kriminaldirektor betonte abschließend, dass mit der Ehrung von Sarah Litke auch andere Menschen animiert werden sollen bei Straftaten nicht wegzuschauen, sondern sich zu engagieren nach dem Motto: „Wer nichts tut, macht mit“.    

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Kommentare
Harald Zobel:
Gute Ideen und Lösungsvorschläge, die in der Pandemie dienlich wären, interessieren viele Menschen nicht. Auch nicht wenn es um Kinder geht. Die physischen und psychischen Spätfolgen, die unsere Kinder durch das Tragen einer "Schutzmaske" erleiden, sind noch garnicht abschätzbar. Die Kritiker des Kommentars von Herrn Dr. Bollinger, glänzen vor allem durch Desinteresse und Halbwissen. Sie leisten hier keinen positiven Beitrag. Es geht wie immer nur um das diskreditieren der AfD, aufgebaut auf abgedroschenen Phrasen. Herr Dr. Bollinger und Herr Bleck sind hervorragende Politiker in Kommunal-, Landes-, und Bundespolitik. Sie interessieren sich noch für die Probleme der Bevölkerung. Was die Politiker der anderen Parteien in den letzten Jahren mit oder ohne "Abschluss" zustande gebracht haben, liest sich wie ein "Schwarzbuch der Politik" !
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.

Auf nach Bayern

juergen mueller:
Was heißt vor Kurzem? Eine mehrtägige Reise ausgerechnet nach Bayern, unter anderem nach Berchtesgaden. Interessant wäre zu erfahren, WER von den durchweg älteren Teilnehmern mittlerweile positiv getestet wurde bzw. entsprechende Symptome aufweist. Nicht immer auf den "Jungen" herumhacken - den "Alten" fehlt es ebenso an Vernunft, Einsicht und Rücksichtnahme. KEINER dieser Unvernünftigen trägt eine Maske, geschweige denn Abstand wird eingehalten. Wenn infiziert - dann bloß nicht jammern.
Baruch Zuckerfeld :
Faktisch haben selbst die Unprofessionelln Ermittlungen seitens der Polizei den Verdacht auf Kindesmissbrauch erhärtet männliche DNA wurde definitiv laut Kriminalbericht und des Arzt Berichts der mir auch vorliegt gefunden so wurden auch Rötungen und Hämatome gefunden fest gestellt zudem sind die Erlebnisse und Schilderungen der kleinen zu Detailgetreu als das man das erfinden würde
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