Gymnasium Nonnenwerth: Transparenz in Sachen Brandschutz gefragt

21.01.2022 - 10:50

Rolandswerth. Gymnasium Nonnenwerth: Transparenz in Sachen Brandschutz gefragt - besonderes Lernangebot erhalten


Zur nach wie vor ungeklärten Situation des Gymnasiums Nonnenwerth erklären die FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser (Kreis Neuwied) und Nicole Westig (Rhein-Sieg-Kreis):

„Mit großer Sorge betrachten wir die aktuelle Entwicklung am Gymnasium Nonnenwerth. Wenn der Schulträger Peter Soliman die staatlich anerkannte Ersatzschule mit ihrer über 170jährigen Tradition aufgrund von Brandschutzmängeln schließen möchte, muss er endlich die angeblichen Defizite beim Brandschutz vollumfänglich offenlegen. Auch sollte er sich an sein Wort halten und den Eltern die Möglichkeit geben, dass der von ihnen beauftragte unabhängige und vereidigte Sachverständige Zugang zur Insel und dem Schulgebäude erhält. Nur so kann dieser ein entsprechendes Brandschutzgutachten erstellen. Alle Betroffenen - die Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer - befinden sich seit Monaten in einer untragbaren, angespannten Situation über die Zukunft ihrer Schule. Sie haben ebenso wie die Bevölkerung ein Recht auf Klarheit und Transparenz der Geschehnisse.

Das Gymnasium Nonnenwerth bereichert mit seinem speziellen Lernangebot die Schullandschaft an der Landesgrenze für Kinder und Jugendliche aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu beiden Seiten des Rheins. Es bietet die Möglichkeit für G8 im Ganztagsbetrieb, Latein als erste Fremdsprache ab Klasse 5 sowie einen bilingualen Zweig. Außerdem ist Nonnenwerth MINT-Schule und hat besondere Musik- und Sportförderungen. Viele Familien in unserer Region entscheiden sich bewusst für diese Ausbildung. Das lässt sich nicht einfach ersetzen, indem man die Schülerinnen und Schüler auf andere Schulen verteilt. Den drei Leistungskursen in der Oberstufe stehen in NRW nur zwei gegenüber, was auch zur Unvereinbarkeit beiträgt. Besonders schwierig wird ein Übergang für Kinder, die Latein als erste Fremdsprache gewählt haben. Ein vergleichbares Angebot in zumutbarer Nähe fehlt. Deshalb haben die Eltern mit herausragendem Engagement den Verein „Rettet Nonnenwerth e.V.“ gegründet, der jegliche Anstrengungen unternimmt, den Schulbetrieb fortsetzen zu können.

Als sei die andauernde Pandemie für Kinder und Jugendliche nicht schon belastend genug, müssen die Nonnenwerther Schülerinnen und Schüler auch noch die psychische Belastung der unsicheren Zukunft mit der drohenden Zerschlagung ihrer Schulgemeinschaft ertragen. Zudem verloren viele von ihnen zusätzlich ihr Hab und Gut in der Flut. Wir halten diesen Zustand der Ungewissheit für nicht länger hinnehmbar. Wenn Herrn Soliman das seelische Wohl der Kinder und ihrer Familien am Herzen liegt, sollte er nun endlich Klarheit schaffen und den Weg für eine Zukunft des Inselgymnasiums freigeben.“

Pressemitteilung Wahlkreisbüro

Nicole Westig, MdB (FDP)

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Die Autobahnpolizei Montabaur bittet um Mithilfe bei der Suche nach bislang unbekannten Tankbetrügern

Foto-Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Koblenz. Die Autobahnpolizei Montabaur bittet um Mithilfe bei der Suche nach bislang unbekannten Tankbetrügern. Diese betanken nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen seit mindestens Februar 2022 einen Personenkraftwagen Ford Mondeo mit den polnischen Kennzeichen DBL-NS10 in der Absicht, den getankten Dieselkraftstoff nicht zu bezahlen. Bundesweit sind mindestens elf derartige gewerbsmäßige Betrugsdelikte... mehr...

Aus dem Polizeibericht

Trunkenheitsfahrten auf der Autobahn

Montabaur. In der Nacht von Samstag, 28. Mai 2022 auf Sonntag, den 29. Mai 2022 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Montabaur auf der A3 und der A48 zwei mögliche Trunkenheitsfahrten gemeldet. In beiden Fällen konnten die Fahrer im Großraum Montabaur angehalten und kontrolliert werden. Die durchgeführten Atemalkoholtests ergaben bei einer 34-jährigen Fahrzeugführerin einen Wert... mehr...

Aus dem Polizeibericht

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr durch Steinewerfer

Betzdorf/Alsdorf. Am 27. Mai 2022 gingen zwischen 12:20 Uhr und 12:35 Uhr bei der Polizeiinspektion Betzdorf mehrere Mitteilungen hinsichtlich eines Steinewerfers ein. Dieser hatte im Bereich Imhäuserhof in Alsdorf und der Friedrichstraße in Betzdorf Steine gezielt gegen PKWs geworfen. In zwei Fällen kam es zur Beschädigung von Scheiben. Es konnte ein 26- jähriger Tatverdächtiger ermittelt werden.... mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
Service