Politik | 17.09.2021

Bendorf ist ein Gewinner im Wettbewerb „HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland“

Konzeptideen zur Zukunftstechnologie gewürdigt

„Wasserstoff hat das Potential, entscheidend zur Energiewende beizutragen“

Bendorf. Die Stadt Bendorf will Vorreiter im Bereich Wasserstofftechnologie werden und bewarb sich im Sommer 2021 im Wettbewerb „HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland“.

Mit Erfolg - das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verkündete nun die 30 Gewinner in den Kategorien HyStarter und HyExperts.

Die Stadt Bendorf wurde unter 65 Bewerbern als eine von 15 Regionen in Deutschland ausgewählt, die in den kommenden zwei Jahren als sogenannte „HyStarter“ unterstützt werden. 15 „HyExperts“-Regionen erhalten jeweils 400.000 Euro, um konkrete Projektideen für Wasserstoffkonzepte zu erstellen und zu berechnen.

Die „HyStarter“ -Regionen werden jeweils ein Jahr lang organisatorisch und inhaltlich beraten, bilden vor Ort eine Akteurslandschaft aus Politik, kommunale Betriebe, Industrie, Gewerbe, Gesellschaft und entwickeln gemeinsam erste Konzeptideen zu den Themen Wasserstoff und Brennstoffzellen auf der Basis erneuerbarer Energien im Verkehr, aber auch in den Bereichen Wärme, Strom und Speicher.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Bemühungen mit einer Prämierung gewürdigt wurden“, freut sich Bürgermeister Christoph Mohr und dankt dem federführenden Fachbereich Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Kultur für seinen Einsatz.

„Wasserstoff hat das Potential, entscheidend zur Energiewende beizutragen“, ist der Rathauschef überzeugt.

Die Überlegungen der Stadt Bendorf sind im Rahmen der Arbeit am Bendorfer Zukunftskatalog für die Landesgartenschau 2026 entstanden – ein Grundgedanke dabei ist es, die Stadt zu wandeln von der ehemaligen Industriestadt zur lebendigen, artenreichen, grünen Innovationsstadt mit hoher Lebensqualität. Entscheidend ist dabei die Transformation des Hafengebiets und weiterer Gewerbestandorte zu einem Innovationshub für Wasserstofftechnologie. So gibt es erste Überlegungen zu grüner Wasserstoffproduktion und Speicherung im Bendorfer Hafen, Wasserstoffvertriebslogistik mit dem Hafen als Umschlagplatz für Transport und Antrieb im Bereich Binnenschiffe, Nutzfahrzeuge sowie Güterverkehr.

Ein weiterer Kernbereich ist die Emissionsminderung der lokalen Industriestandorte durch Nutzung von grünem Wasserstoff sowie Wasserstoffproduktion am Gewerbestandort einer ortsansässigen Spedition inkl. dem Tankstellenvertrieb von H2 und eine Sektorenkopplung im Bereich Wärmenetz.

Die Erschließung von „Wasserstoff-Wegen“, sowohl auf dem Rhein als auch auf den Schienen, auf der Straße und mittels H2-Pipelines wird bis 2030 stark vorangetrieben. Bendorf liegt hier strategisch für viele Logistikachsen sehr günstig.

Die Stadt hat bereits Gespräche mit anderen Kommunen und interessierten Unternehmen geführt, die bereit wären, die Bendofer Vorhaben zu unterstützen – ein guter Start auf dem Weg zur Wasserstoffregion.

Pressemitteilung Stadt Bendorf

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