Politik | 17.05.2023

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Verkaufsoffene Sonntage: Rettung für den Einzelhandel oder Gefährdung der Work-Life-Balance?

Sollte es auch sonntags öfters die Möglichkeit zum Shoppen geben?  Foto:pixabay.com

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um verkaufsoffene Sonntage.

Ob beim Frühlingserwachen in Sinzig, dem Gartenmarkt in Neuwied oder anlässlich der Mayener Autoschau: Zu besonderen Ereignissen sollen verkaufsoffene Sonntage die Menschen in die Innenstädte locken und ihnen ein besonderes Einkaufserlebnis ermöglichen. Aber wäre es da nicht denkbar, den Konsumenten diese Möglichkeit häufiger zu bieten? Was spricht für diese Idee, und was dagegen?

Pro: Belebung des Einzelhandels

Verkaufsoffene Sonntage bieten Vorteile für Einzelhändler und Konsumenten gleichermaßen. Die verlängerten Öffnungszeiten können die Umsätze steigern und den Einzelhandel beleben, der in Zeiten des Online-Shoppings immer stärker unter Druck gerät.

Des Weiteren sind verkaufsoffene Sonntage eine Anpassung an den modernen Lebensstil. In einer 24/7-Gesellschaft, in der viele Menschen unregelmäßige Arbeitszeiten haben, bieten diese zusätzlichen Öffnungszeiten mehr Flexibilität. In anderen Ländern wie den USA ist es im Übrigen gang und gäbe, dass Geschäfte auch sonntags geöffnet haben. Warum also nicht auch in Deutschland?

Contra: Belastung für die Mitarbeiter

Verkaufsoffene Sonntage sollten keine Option sein. Mitarbeiter im Einzelhandel wären hierdurch gezwungen, häufiger an Wochenenden zu arbeiten, was ihre Work-Life-Balance erheblich beeinträchtigen könnte. Generell besteht das Risiko, dass der Sonntag als traditioneller Ruhetag in unserer Gesellschaft erodiert. Diese Zeit der Ruhe und Erholung ist für viele Menschen wichtig und sollte nicht leichtfertig aufgegeben werden.

Darüber hinaus ist fraglich, ob die Menschen – insbesondere in den gegenwärtigen Zeiten – durch verkaufsoffene Sonntage wirklich zu mehr Konsum angeregt werden. Nur weil es sonntags die Möglichkeit zum Shoppen gibt, haben die Menschen nicht plötzlich mehr Geld im Portemonnaie.

Fazit

Befürworter von verkaufsoffenen Sonntagen sehen hierin die Möglichkeit, den stationären Einzelhandel im Konkurrenzkampf mit dem Onlinehandel zu stärken. Gegner betonen wiederum die negativen Auswirkungen, welche durch die erweiterten Öffnungszeiten für Mitarbeiter im Einzelhandel entstünden.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf verkaufsoffene Sonntage? Würdet Ihr Euch freuen, wenn es diese häufiger gäbe? Oder reichen Euch die bestehenden Möglichkeiten zum Einkaufen unter der Woche?

Und: Wie blicken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Einzelhandels auf verkaufsoffene Sonntage?

BA

Sollte es auch sonntags öfters die Möglichkeit zum Shoppen geben? Foto:pixabay.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Heimat aktiv erleben
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr , 27. – 28.06.26
Stellenanzeige Servicekräfte
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
249

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
65

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
182

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss das Taschenlampenkonzert in Koblenz entfallen.
2597

Finanzielle Mittel reichen nicht aus

Taschenlampenkonzert in Koblenz muss abgesagt werden

Bonn/Koblenz. Der Bunter Kreis Rheinland freut sich sehr, dass das diesjährige Benefizkonzert in Bonn am 12. September 2026 wieder wie geplant stattfinden kann. Dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, engagierter Helferinnen und Helfer sowie vieler treuer Unterstützerinnen und Unterstützer ist die Durchführung dieser besonderen Veranstaltung gesichert. Der Verein spricht allen Beteiligten dafür seinen herzlichen Dank aus.

Weiterlesen

Symbolbild
604

Rheinbreitbach. Am Nachmittag des 25. Juni 2026 ereignete sich auf der B42 bei Rheinbreitbach ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Der 26-jährige Kölner war mit seinem Motorrad von Bonn in Richtung Unkel unterwegs. An der Einmündung Mühlenweg versuchte er, rechts an einem LKW vorbeizufahren, der nach links in den Mühlenweg abbiegen wollte.

Weiterlesen