Politik | 15.01.2018

Hochwassernotgemeinschaft Rhein

Wer gut vorsorgt, muss weniger bangen

Remagen. Wie es scheint, haben die meisten Anwohner an Rhein und Mosel beim aktuellen Hochwasser noch mal Glück gehabt. Es war zwar das höchste Hochwasser seit sieben Jahren, lag aber am Mittelrhein dennoch nur knapp über einem zweijährigen Ereignis. Der Verkehr war zum Teil stark eingeschränkt, Campingplätze mussten geräumt werden, aber nur wenige Keller liefen voll. Hochwasserschutzanlagen und mobile Hochwasserschutzwände haben sich in Köln, Düsseldorf und weiteren Städten - wie Koblenz-Neuendorf mit seiner neuen Hochwasserschutzanlage - bewährt.

Dennoch sollte das derzeitige Hochwasser als Warnung gesehen werden. Es kann schlimmer kommen. Auch am Rhein ist nach Expertenmeinung ein Extremhochwasser möglich. Klar ist: Beim Hochwasserschutz wurde, besonders wegen der länderübergreifenden intensiven Zusammenarbeit entlang des Rheins, schon sehr viel erreicht.

Deutliche Verbesserungen

Durch die Umsetzung des Aktionsplans Hochwasser der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) und der Richtlinie zum Hochwasserrisikomanagement sind schon deutliche Verbesserungen sowohl in der Hochwasserrückhaltung als auch der begleitenden Maßnahmen zur Verbesserung der Hochwasservorhersage sowie der Sensibilisierung und der Minderung von Schadensrisiken zu erkennen. Trotzdem besteht die dringende Notwendigkeit, den Hochwasserschutz und besonders die öffentliche und private Hochwasservorsorge am Rhein, aber auch in den Einzugsgebieten zu forcieren und auszuweiten. Wer gut vorgesorgt hat, muss weniger bangen, wenn ein Hochwasser oder kurzfristig ein Starkregenereignis droht.

Der technische Hochwasserschutz hat Grenzen. Das muss allen Beteiligten bewusst sein. Um die Schadensfolgen zum Beispiel hinter Hochwasserschutzanlagen zu minimieren sind weitere Anstrengungen besonders in der Hochwasservorsorge notwendig. Die Ausweitung der Hochwasservorsorge auf alle Bereiche ist eine der Zielvorgaben der EU-Richtlinie zum Hochwasserrisikomanagement. Alle Beteiligten, Verantwortliche und Bürger werden darin aufgefordert, die Hochwasservorsorge voranzubringen.

Maßnahmen umgesetzt

Hierzu gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Herangehensweisen. In Rheinland-Pfalz wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich Hochwasserpartnerschaften an fast allen größeren Flüssen und Flussabschnitten gebildet, in denen Maßnahmen des Hochwassermanagements festgelegt und umgesetzt werden. In „Örtlichen Hochwasserschutzkonzepten“ werden gemeinsam mit Verwaltungen und Bürgern Hochwasserschutzlösungen für einzelne Ortschaften erarbeitet. Neben der öffentlichen Hand sind auch die Betroffenen aufgefordert, im eigenen Interesse Hochwasservorsorge zu betreiben, um Schäden möglichst gering zu halten. Da Starkregen und Hochwasser infolge des Klimawandels eine Dauergefahr darstellen, die schnell die Existenz bedrohen kann, lohnt sich auf jeden Fall eine Elementarschadenversicherung. Weitere Informationen unter www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de oder auch unter www.ibh.rlp.de.

Pressemitteilung der

Hochwassernotgemeinschaft Rhein

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