Lokalsport | 09.02.2023

Vier Medaillen für die LG Rhein-Wied

Müller überragt bei süddeutscher Meisterschaft

Von 8,27 Sekunden im Vorlauf steigerte Viktoria Müller ihre persönliche Bestleistung (bisher 8,31 Sekunden) weiter auf 8,25 Sekunden im Finale über 60-Meter Hürden.  Foto: Iris Hensel

Sindelfingen. Zwei Wochen vor der deutschen Hallenmeisterschaft in Dortmund gaben sich die besten süddeutschen Leichtathleten bei ihren Titelkämpfen der Aktiven und U18-Jugendlichen in Sindelfingen ein Stelldichein, das als echter Gradmesser diente. Die Sprinter der LG Rhein-Wied können nach den gezeigten Leistungen guten Mutes am Feinschliff für Dortmund arbeiten. Sie erreichten einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.

Meisterschaften sind nicht immer die optimale Bühne, um Bestzeiten nach unten zu schrauben. Von dieser Theorie hielt Viktoria Müller nicht viel. Zugunsten der 60-Meter-Hürden am Sonntag verzichtete sie nach Bestzeit (7,78 Sekunden) im 60-Meter-Vorlauf am Samstag auf den Zwischenlauf, für den sie sich qualifizierte. Diese Taktik stellte sich als erfolgsversprechend heraus. Von 8,27 Sekunden im Vorlauf steigerte die 26-Jährige ihre persönliche Bestleistung (bisher 8,31 Sekunden) weiter auf 8,25 Sekunden im Finale über 60-Meter Hürden, mit der sie das Feld deutlich vor Carolin Schäfer und Abigail Adjei anführte. Müller steht mit dieser Leistung in der deutschen Jahresbestenliste aktuell auf Position fünf.

Bei den Männern prägten Lennert Kolberg und Pascal Kirstges das Bild auf den kurzen Strecken mit. In allen Runden – von den Vorläufen bis zum Finale – mischten sie über 60 und 200 Meter weit vorn mit. Kolberg verbesserte sich im Laufe der 60-Meter-Auslese auf Hausrekord von 6,81 Sekunden. Im Finale verpasste er das Podium als Vierter in 6,83 Sekunden knapp. Direkt hinter ihm erreichte Kirstges auf Platz fünf das Ziel (6,85). Diese Reihenfolge hielten die Rhein-Wieder Top-Sprinter auch auf der Hallenrunde ein. Kolberg hatte sich als Vorlaufschnellster (21,96 Sekunden) für das Finale qualifiziert, in dem der Frankfurter Philip Hennemuth knapp die Nase vorn hatte (21,92). Mit Silber konnte sich Kolberg (21,95) aber genauso zufrieden zeigen wie Kirstges mit Bronze (22,20). Die einzige nicht auf der Laufbahn gewonnene Rhein-Wied-Medaille gewann Lena Brunnhübner, die sich mit Saisonbestleistung im Weitsprung (5,73 Meter) auf den Bronzerang katapultierte. Über 60 Meter erreichte Brunnhübner das Finale, welches sie als Achte beendete (7,65 Sekunden). Mit ihrer Zwischenlauf-Zeit von 7,58 Sekunden hätte sie an den Medaillenrängen gekratzt.

Weitere Ergebnisse aus Sindelfingen

Männer, 60 Meter, Zwischenlauf: Reiko van Wees 7,11 Sekunden; Vorlauf: Florian Raadts 7,17. 200 Meter, Vorlauf: van Wees 22,65 Sekunden. 800 Meter: 8. Robin Pluymackers 2:02,28 Minuten.

Frauen, 60 Meter, Zwischenlauf: Sina Ehrhardt 7,96 Sekunden (7,92 im Vorlauf); Vorlauf: Viktoria Müller 7,78; Kira Roscher 8,08; Anesa Suta 8,22; Miriam Rühle 8,32. 200 Meter: Sina Ehrhardt 25,64 Sekunden. 400 Meter: 8. Irina Fischbach 59,37 Sekunden. 60 Meter Hürden: Vivien Ließfeld 9,26 Sekunden. 4x200 Meter: 5. Sina Ehrhardt/ Miriam Rühle/ Kira Roscher/ Vivien Ließfeld 1:43,85 Minute. Weitsprung: 5. Vivien Ließfeld 5,69 Minuten.

Männliche Jugend U18, 60 Meter, Zwischenlauf: Robin Franz 7,32 Sekunden. Weitsprung: 10. Franz 5,97 Meter.

Weibliche Jugend U18, 60 Meter, Vorlauf: Lena Kuppert 8,26 Sekunden pB. 60 Meter Hürden: Celina Medinger 9,10 Sekunden pB.

Crosslauf unter freiem Himmel

Unter freiem Himmel widmeten sich einige Rhein-Wieder der Sparte Crosslauf. Beim Lauf „Rund um den Haugnisberg“ der DJK Ochtendung kam im 1400-Meter-Lauf bis zur Jugend U16 zunächst nichts außer Rhein-Wied im Ziel an. Philipp Veit (M14) führte das Feld in 4:47,32 Minuten vor sieben LG-Kollegen an. Zweiter in der M14 wurde Noah Seibel (5:14,68) vor Samuel Lenhart dem besten M15er (5:15,42), Philipp Sommer gewann die M12-Wertung (5:51,07), Maxima Skoda (W12, 6:11,98), Julia Veit (W11, 6:13,85), Konstantin Retzlaff (M13, 6:26,22), Stefanie Veit (W10, 6:33,24) und Lars Erik Lemke (M9, 6:53,10) führten ebenfalls ihre Jahrgänge an.

Über 4000-Meter belegte Jürgen Dolate mit 18:19,12 Minuten in der M55 den zweiten Platz. Auf der doppelten Distanz gewann Ingo Neumann die M50 (31:03,10). Bronze in der M65 ging an Norbert Schäfer (38:55,10). Mit der Zeit von 40:41,79 kam Daniel Lemke in der M40 auf Rang vier ins Ziel. Beim Eurocross im luxemburgischen Diekirch belegten Lena Eichhorn (11:37 Minuten) und Sebastian Henne (11:28) jeweils in der Altersklasse U16 die Ränge elf und zwölf. Seine Sprungform überprüfte Paul Jacobi beim Hallenkampf 2023 in Wesel, wo er ohne Stab 1,72 Meter (pB) überquerte und mit Stab die 3,80 Meter hoch aufgelegte Latte liegen ließ. Einen Sieg mit großem Vorsprung erreichte Phil Lembach, der beim Zehn-Kilometer-Straßenlauf in Haltern am See mit seiner Siegerzeit von 35:13 Minuten 30 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten aufwies.

Für Franziska Decker beginnt das Jahr in den USA gut: Die Stipendiatin stellte beim PNC Bank Bellarmine Classic mit 9,61 Sekunden über 60 Meter Hürden bereits ihre zweite College-Bestleistung in 2023 auf. Vor zwei Wochen hatte sie sich über 300 Meter auf ihren bisherigen Bestwert gesteigert. Maren Wilms ging beim Scarlett Knight Open in drei Disziplinen an den Start. Die Melsbacherin lief die 800 Meter in 2:27,45 Minuten, sprang 1,50 Meter hoch und 5,38 Meter weit.

Von 8,27 Sekunden im Vorlauf steigerte Viktoria Müller ihre persönliche Bestleistung (bisher 8,31 Sekunden) weiter auf 8,25 Sekunden im Finale über 60-Meter Hürden. Foto: Iris Hensel

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