Lokalsport | 05.10.2021

53. Barbarossapreis auf dem Nürburgring

Überraschungs-Sieg von Aston Martin

Die beiden KTM X-BOW GTX des Adenauer Teams von Teichmann Racing führten die zweite Startgruppe in die 4h Hatz durch die „grüne Hölle“.Foto: Burg

Nürburg. Nicki Thiim und Maxime Martin sicherten Aston Martin beim ersten Einsatz des Vantage GT3 in der Nürburgring Langstrecken-Serie den Sieg. Die Besatzung des Phoenix-Audi und das BMW Junior Team komplettierten das Podium. Mit strahlendem Sonnenschein im Bereich von Start und Ziel hatte der ausrichtende MSC Sinzig die Teilnehmer zum 53. Barbarossapreis begrüßt. Aber auch wenn sich die Eifel in den frühen Morgenstunden an der Nürburg von ihrer wettertechnisch besten Seite zeigte, musste der Start zum Zeittraining um 90 Minuten verschoben werden. Während auf den Höhenlagen Sonnenschein vorherrschte, hatte in einigen Bereichen des 24,458 Kilometer langen Kurses Nebel Einzug gehalten, wodurch die vorgeschriebene Sicht zwischen den Streckenposten teilweise nicht mehr möglich war. Um die Renndistanz von vier Stunden absolvieren zu können, wurde die Trainingszeit verkürzt, sodass den Teams nur eine 45-minütige Zeitenjagd zur Festlegung der Startpositionen verblieb. Die erste Startreihe sicherten sich die beiden heimischen Teams von Frikadelli- und Phoenix Racing (Barweiler/Meuspath). Bei der Jagd auf die Poleposition konnte sich Julien Andlauer im Frikadelli-Porsche mit einem Wimpernschlag von nur 0,19 Sekunden gegen Frank Stippler im Phoenix-Audi durchsetzen. Zum Start der insgesamt 115 Fahrzeuge hatte sich inzwischen auch rund um die legendäre Nordschleife, passend zum Veranstaltungsnamen, Kaiserwetter eingestellt. Mit dem „Grün“ der Startampel katapultierte zunächst Julien Andlauer (Frankreich) den Frikadelli-Porsche in die führende Position. Der Franzose hatte den 911-er aber in der Startphase zu früh beschleunigt und kassierte dafür eine Stop-and-Go-Strafe, in deren Verlauf die Spitze vom Phönix-Audi übernommen wurde. Andlauer startete eine Aufholjagd und eroberte sich die Führung zurück. Nach dem Fahrerwechsel auf Klaus Abbelen (Barweiler) musste der Frikadelli-Porsche aber zurückstecken.

Fortan bestimmten der Phoenix-Audi R8 mit Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Vincent Kolb (Frankfurt) sowie der RMG- BMW M6 GT3 von Max Hesse (Wernau), Daniel Harper (Großbritannien) und Neill Verhagen (USA) das Geschehen an der Spitze des Feldes. Rang drei belegte zu diesem Zeitpunkt der Aston Martin Vantage GT3 von Nicki Thiim (Österreich) und Maxime Martin (Belgien). Mit einem taktisch ausgeklügelten letzten Stopp gelang es der Werksmannschaft, von Aston Martin jedoch, ihren Boliden in Führung zu bringen, welche Nicki-Thiim bis ins Ziel behaupten konnte. „Die anderen haben teilweise früher gestoppt und hingen dann hinter dem Frikadelli-Porsche fest“, erklärte Martin das Geschehen. „Wir haben in dieser Phase entschieden, den Stint von sieben auf acht Runden zu verlängern.“ Für Aston Martin war es der erste Gesamtsieg in der GT3-Ära der Nürburgring Langstrecken-Serie.

Vincent Kolb konnte am Ende die zweite Position mit einem Vorsprung von 148 Tausendstelsekunden gegen über Max Hesse mit den RMG-BMW ins Ziel retten.

Auf dem vierten Platz rollte der Car Collection Audi über die Ziellinie. Der von Augustus Farfus (Monaco) und Patrik Eng (Österreich) pilotierte BMW M4 GT3 beendete nach seinem Debüt beim siebten NLS-Lauf als Fünfter das Rennen. Auf Rang sechs landete mit dem Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing ein weiteres Team aus dem Industriegebiet bei Meuspath. Der Landgraf-HTP Mercedes folgte auf Rang sieben. Komplettiert wurden die besten 10 durch ein Porsche Trio von den Teams von Huber, Frikadelli und Black-Falcon. Mit dem neunten Rang in der Gesamtwertung konnte zudem das Frikadelli Racing Team, zum dritten Mal in Folge eine Podiumsplatzierung in der Pro-Am Wertung erreichen.

Das auf Rang 10 platzierte Team von Black Falcon setzte erstmals seit 2019 wieder ein Fahrzeug in der GT3-Klasse ein. Pilotiert wurde dabei der Bolide des Teams aus Meuspath von den Junioren Noah Nagelsdiek (Alsdorf), Florian Naumann (Idstein) und Hendrik von Danwitz (Tönisvorst).

Die beiden KTM X-BOW GTX des Adenauer Teams von Teichmann Racing beendeten das Rennen auf den Positionen 1 und 2 in der CUPX-Klasse sowie einem hervorragenden 12. und 13. Gesamtrang. Mit diesem Ergebnis mussten sich die beiden KTM nur den GT3-Boliden geschlagen geben. Ein Ausrufezeichen setzte während des Rennens mit einem neuen Rundenrekord von 7:53.202 Minuten (185,3 km/h) auch David Pittard im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport. Der Walkenhorst BMW wurde später ebenso wie der Manthey-Porsche das Opfer eines Reifenschadens, in dessen Folge beide Fahrzeuge vorzeitig abgestellt werden mussten.

Der Showdown um die Meisterschaft der Saison 2021 findet am 9. Oktober beim letzten Rennen mit dem 45. DMV Münsterlandpokal seinen Höhepunkt. BURG

Erfolgreich verteidigte Vincent Kolb mit dem Phönix-Audi den zweiten Rang gegen den RMG BMW.Foto: Burg

Erfolgreich verteidigte Vincent Kolb mit dem Phönix-Audi den zweiten Rang gegen den RMG BMW.Foto: Burg

Der siegreiche Aston Martin Vantage GT3 von Nicki Thiim und Maxime MartiFoto: Burg

Der siegreiche Aston Martin Vantage GT3 von Nicki Thiim und Maxime MartiFoto: Burg

Wegen eines Reifenschadens musste der Manthey Porsche vorzeitig die Segel streichen.Foto: Burg

Wegen eines Reifenschadens musste der Manthey Porsche vorzeitig die Segel streichen.Foto: Burg

Die beiden KTM X-BOW GTX des Adenauer Teams von Teichmann Racing führten die zweite Startgruppe in die 4h Hatz durch die „grüne Hölle“. Foto: Burg

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