Wirtschaft | 13.04.2021

Kreissparkasse Mayen: Erfolgreiche Bilanz des Geschäftsjahres 2020 trotz Pandemie                - Anzeige -

Gesunder Branchenmix federt Corona-Auswirkungen ab

KSK Mayen ausgezeichnet als „Beste Bank vor Ort“ – Sparkasse macht sich die Klimaziele zu eigen

Dr. Alexander Saftig, Karl-Josef Esch und Christoph Weitzel (v.l.) freuen sich über die guten Ergebnisse für 2020, die sich in der Bilanz zeigen und auch in der Auszeichnung als „Beste Bank“. Foto: Ralph Kuenzel

Mayen. Wie wird die Wirtschaft in unserer Region die Corona-Pandemie überstehen? Diese Frage beschäftigt ihn seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 sehr, berichtet Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen. Im Pressegespräch mit BLICK aktuell blickt er zurück auf ein turbulentes, aber dennoch erfolgreiches Geschäftsjahr. Nach der Unsicherheit während des ersten Lockdowns habe sich dann im Sommer abgezeichnet, dass die Wirtschaft der Region die Krise insgesamt ganz gut überstehen werde, erinnert sich Esch zurück. Einen entscheidenden Faktor sieht er im guten Branchenmix unserer Heimat.

Die Region istwirtschaftlich stabil

Der Kreissparkasse Mayen habe dies ermöglicht, den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortzuführen und die Marktführerschaft weiter auszubauen, so Esch. Insbesondere das Kreditgeschäft der KSK Mayen ist im Geschäftsjahr 2020 angestiegen. Fast 10 % Bestandswachstum verzeichnet die Bank. Dabei sind rund 40 Mio. der 411 Mio. vergebenen Kredite Corona-Kredite in Kooperation mit der Förderbank KfW bzw. aus dem hauseigenen Sonderkreditprogramm. Bei den bereits bestehenden Krediten berichte die KSK Mayen von einer eher verhaltenen Nachfrage nach Tilgungsaussetzungen. Nur etwa 5 % (1.400) der Kreditnehmer entschieden sich im Frühjahr 2020 dazu, ihre Ratenzahlung zu unterbrechen. Diese Möglichkeit war seinerzeit geschaffen worden, um Kreditnehmer vor finanziellen Engpässen zu bewahren, die aufgrund der Pandemie ein geringeres Einkommen hatten und Unternehmen mit Liquiditätsschwierigkeiten.

Ein Trend, der auf Bundesebene bereits beobachtet wurde, zeichnet sich auch für den Kreis Mayen-Koblenz ab: Die Deutschen sparen mehr. Im Jahr 2020 ist das verwaltete Kundenvermögen bei der KSK Mayen um 10,7 % gestiegen. „Die Kunden konnten im Lockdown Konsumausgaben nicht tätigen, die sie geplant hatten“, erkärt Karl-Josef Esch diese Entwicklung. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass die Kunden viel Liquidität auf ihren Konten vorhalten. Sie legen also ihr Geld weniger häufig an als früher, sondern belassen es beispielsweise auf ihren Girokonten. Das Dilemma an der Sache erklärt KSK-Vorstandsvorsitzender Esch so: „Die früher beliebte Bundesanleihe und auch das Sparbuch bringen heutzutage kaum Erträge. Gleichzeitig wird das Geld durch Inflation weniger wert. Im Resultat beobachten wir, dass es eine deutliche Hinwendung zu Wertpapieren gibt, zu Immobilienfonds und Aktienanlagen. Hier sind dann gute Berater gefordert, ihre Kunden in die Märkte einzuführen. Eine individuelle Beratung ist dabei unerlässlich.“

Das Kundenvermögen, bestehend aus Einlagen- und Wertpapierbeständen, hat mit einer Zunahme um 208 Million Euro, also 10,7 Prozent, im Corona-Jahr einen außergewöhnlich großen Sprung nach oben gemacht und beläuft sich auf 2,16 Milliarden Euro.

Wohnbau-Boom setzt sich fort

Eine anhaltend hohe Nachfrage beobachtet Vorstandsmitglied Christoph Weitzel im Bereich Wohnungsbau. Rund 1.200 Bauvorhaben wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ermöglicht. Hier könne nicht unterschätzt werden, so Weitzel, dass jeder Wohnungsbau-Kredit zu einer stabilen Auftragslage für die Handwerker der Region beitrage. Die Kunden der Kreissparkasse hätten dabei honoriert, dass die BeratungsCenter trotz Pandemie geöffnet und stets persönliche Ansprechpartner vor Ort waren. „Im ersten Lockdown fanden zwar deutlich weniger persönliche Termine statt, doch die Beratungsangebote werden stark eingefordert.“ Die hohe Qualität des Beratungsangebotes bestätigen nicht nur die treuen Privatkunden. Der größte Bankentest Deutschlands bestätigt: Die Kreissparkasse Mayen ist die „Beste Bank vor Ort“.

Die Kombination aus fachkundiger Beratung vor Ort und benutzerfreundlichem mobilen Banking wissen die Kunden zu schätzen. Mittlerweile nutzen fast drei von vier Kunden das Onlinebanking; 80 Prozent nutzen überdies das persönliche digitale Postfach. Auch in Sachen Zahlungsverkehr hat die Pandemie eine Änderung im Kundenverhalten erwirkt: Mittlerweile ist es selbstverständlich, dass selbst Kleinbeträge mit Karte oder kontaktlos via Handy oder Smartwatch gezahlt werden.

Gemeinsam für die Region

Neben dem ausgezeichneten Service für ihre Kunden liege ein Fokus für die Kreissparkasse auch auf dem gesellschaftlichen Engagement, betont Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch. So sei das Stiftungsvolumen der Jugendstiftung um 200.000 Euro aufgestockt worden. Für die nächsten zwei Jahre seien Einlagen in gleicher Höhe geplant. Außerdem sind im vergangenen Jahr rund 900.000 Euro durch Spenden und Sponsorings an Vereine und andere gemeinnützige Projekte gegangen. Insbesondere in einem Jahr, das weltweit zur Zerreißprobe wurde, sind Finanzspritzen für die Gute Sache wichtig.

Damit die Kreissparkasse auch für künftige Risiken abgesichert ist, wurde anstelle einer Ausschüttung an den Kreis das Eigenkapital um gut elf Millionen Euro gestärkt. Möglich wurde dies durch die Steigerung der Bilanzsumme um 12 Prozent (243 Mio. Euro) auf mehr als 2,26 Milliarden Euro. Das kommt der Region zugute: „Die Sparkasse Mayen ist ein fleißiger Steuerzahler“, so Karl-Josef Esch, „denn über 4 Millionen Euro Gewerbesteuer kommen direkt bei den Kommunen an. Außerdem sind wir einer der größten Arbeitgeber der Region und haben rund 3,4 Millionen Euro Lohnsteuer im vergangenen Jahr gezahlt. Wichtig ist uns, dass die gut 400 Mitarbeiter möglichst aus der Region kommen.“

Stark für die Zukunft

Im laufenden Jahr 2021 wird uns die Pandemie noch begleiten, ist sich Karl-Josef Esch sicher. Hier sei die Kreissparkasse gefragt, durch besonders guten Service die Region weiter nach vorne zu bringen. Insbesondere die durch Corona sehr stark belasteten Branchen müssten unterstützt werden. Im Privatkundenbereich gelte es, den Kunden zu zeigen, wie ihr Geld nicht weniger wird, sondern im Gegenteil mehr werden kann durch Teilnahme an den Aktienmärkten. Um eine zuverlässige Beratung zu gewährleisten, sollen weitere Berater in diesem Fachgebiet fortgebildet werden.

Ein neues Geschäftsfeld hat die Kreissparkasse Mayen 2020 aufgetan: Die Sparte der Hausverwaltung wurde gut angenommen und soll nun weiter ausgebaut werden.

Mit Blick in die Zukunft verpflichtet die KSK sich überdies, ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele zu leisten. Das Thema Nachhaltigkeit spielt bereits länger eine Rolle bei den Geldanlagen für Privatkunden. So werde in Gesprächen immer abgefragt, in welche Unternehmen oder Branchen ein Kunde investieren möchte und wie viel Wert dabei auf Nachhaltigkeit gelegt werden solle. „Direkte Investitionen in energetisch nachhaltig gebaute Immobilien ermöglicht die Kreissparkasse durch optimale Finanzierung, beispielsweise mittels KfW-Förderungen“, berichtet Esch. Die dritte Säule der Nachhaltigkeitsstrategie nimmt den Ressourcenverbrauch der Sparkasse selbst in den Blick: Moderne Standards bei sparsamer Technik, papierarmes Arbeiten, eine Elektrifizierung des Fuhrparkes und das Bauen nach Green-Building-Standards seien hier wichtige Themen. „In den nächsten zwei Jahren werden wir alle drei Säulen weiterentwickeln“, verspricht Karl-Josef Esch, „und uns fragen: Wie können wir dem Nachhaltigkeitsgedanken noch in viel mehr Teilbereichen Gewicht geben?“ -MX-

Die Bilanzsumme stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr um ganze 12% auf 2.262 Millionen Euro. Quelle: KSK Mayen

Die Bilanzsumme stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr um ganze 12 % auf 2.262 Millionen Euro. Quelle: KSK Mayen Foto: Sauerborn Judith

Den größten Anteil neu zugesagter Darlehen macht der Wohnungsbau aus. Quelle: KSK Mayen

Den größten Anteil neu zugesagter Darlehen macht der Wohnungsbau aus. Quelle: KSK Mayen Foto: Sauerborn Judith

Dr. Alexander Saftig, Karl-Josef Esch und Christoph Weitzel (v.l.) freuen sich über die guten Ergebnisse für 2020, die sich in der Bilanz zeigen und auch in der Auszeichnung als „Beste Bank“. Foto: Ralph Kuenzel

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