Wirtschaft | 07.02.2022

- Anzeige - Kreissparkasse Ahrweiler zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2021

Trotz Flutkatastrophe stieg die Bilanzsumme um 20 Prozent auf ein neues Rekordhoch

Größte Anstieg in der Historie der Kreissparkasse Ahrweiler auf 2,7 Milliarden Euro resultiert ausschließlich aus dem Kundengeschäft – Jahresergebnis liegt mit 3,7 Millionen Euro knapp über dem Vorjahr – Starker Partner bei der Bewältigung der Flutkatastrophe

Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann und Vorstandsmitglied Guido Montabaur präsentierten eine positive Jahresbilanz der Kreissparkasse Ahrweiler für das Geschäftsjahr 2021. Foto: Kreissparkasse Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Trotz der Flutkatastrophe im Ahrtal und der anhaltenden Corona-Lage zieht die Kreissparkasse Ahrweiler eine erfreuliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2021. Nach Ansicht von Vorstandssprecher Dieter Zimmermann ist die Kreissparkasse weiterhin die Nummer 1 und Marktführer in Finanzangelegenheiten im Kreis Ahrweiler. Er sieht das Institut für die aktuellen und anstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Die Bilanzsumme sei um 20 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen, was den größten Anstieg bei der Bilanzsumme in der Historie der Kreissparkasse darstellt. Das Jahresergebnis liege mit 3,7 Millionen Euro knapp über dem des Vorjahres, das Eigenkapital konnte um 3,2 Prozent auf 229,7 Millionen Euro gesteigert werden.

Als regional verwurzeltes Kreditinstitut sei die Kreissparkasse ein starker Partner und zentraler Helfer bei der Flutkatastrophe und stehe für den Wiederaufbau, betonte Zimmermann. Sie habe gemeinsam mit ihren Partnern über fünf Millionen Euro an Spenden für Flutbetroffene vermittelt und mehr als 23 Millionen Euro an Sonderkrediten an über 600 Privat- und Geschäftskunden ausgereicht. Von Beginn an seien Lösungen für die Bedürfnisse der Kunden gesucht worden. So sei die KSK mit mobilen Geschäftsstellen und Geldautomaten sowie mit Container-Lösungen, in denen Service- und Beratungsleistungen angeboten werden, von der ersten Woche an bei den Bürgern vor Ort gewesen.

„Unsere Bilanz ist eine Kundenbilanz“

Deshalb ziehen Zimmermann unseren Vorstandskollegen Guido Mombauer trotz der widrigen Umstände rund um die Flutkatastrophe und Corona eine gute Bilanz für das Jahr 2021. Das Kundengeschäftsvolumen als die Summe der Kredite, Einlagen, Wertpapierbestände und bei Verbundpartnern angelegten Geldern stieg deutlich auf über 4,7 Milliarden Euro an, wobei das Wachstum ausschließlich aus dem Kundengeschäft resultiert: „Unsere Bilanz ist eine Kundenbilanz“, betonte Zimmermann.

Trotz weiterhin niedrigster Zinsen seien die Kundeneinlagen erneut angewachsen. So überstiegen die bilanziellen Kundeneinlagen mit einem Plus von weit über 400 Millionen Euro auf nunmehr 2,2 Milliarden Euro deutlich die Schallmauer von 2 Milliarden Euro. Die Sparer legten ihr Geld zum einen weiter kurzfristig in Sicht-, Tages- und Termingeldern an, worauf hin die kurzfristigen Anlagen nochmals um außerordentliche 410 Millionen Euro angestiegen seien und sich nun auf über 1,6 Milliarden Euro beliefen. Sogar die Einlagen der Kunden auf dem „klassischen Sparbuch“ stiegen auf 437 Millionen Euro. „Darüber hinaus ist aber gerade das Wertpapiergeschäft angesichts anhaltend niedriger Zinsen in den vergangenen Monaten für mehr und mehr Anlagekunden zu einer attraktiven Alternative geworden. So entschieden sich viele Kunden für Einmalanlagen oder auch ein ratierliches Sparen in Wertpapiere“, erläuterte Zimmermann.

Kreditgeschäft übertraf sogar die guten Vorjahre

Auch das Kreditgeschäft habe noch einmal deutlich die guten Vorjahre übertroffen und belaufe sich nach einer Steigerung um gut neun Prozent erstmals auf über 2,3 Milliarden Euro. Allein im abgelaufenen Jahr habe das Institut Kreditzusagen für die Bürger und Gewerbetreibenden in der Region mit einem Volumen von 685 Millionen Euro gegeben. Großen Anklang habe zudem das anlässlich der Flutkatastrophe aufgelegte Sonderkreditprogramm gefunden, mit dem KSK-Kunden in mehr als 600 Fällen mit einem Gesamtvolumen von 23,3 Millionen Euro geholfen werden konnte. Und auch das Immobilienvermittlungsgeschäft habe einmal mehr den Trend zur eigenen Immobilie bestätigt: „Mit Objekten im Gesamtwert von knapp 64 Millionen Euro sorgten die Immobilienvermittler für das beste Ergebnis in ihrer Geschichte“, freute sich Mombauer. Das Bauspargeschäft habe sich hingegen nicht ganz auf dem guten Niveau des Vorjahres bewegt. Andererseits konnte die Kreissparkasse bei den Versicherungen im Bereich „Handel, Handwerk und Gewerbe“ ein Ergebnis von über 42.000 Euro erzielen. Erfreulicherweise sei die Risikolage aus dem Kundenkreditgeschäft und den Eigenanlagen erneut gering gewesen. Die KSK halte ihre eigene Risikovorsorge stabil auf einem niedrigen Niveau.

Nach wie vor achtet die Kreissparkasse Ahrweiler in besonderem Maße auf das Wohlergehen der Menschen und Unternehmen im Kreis Ahrweiler. So habe das Kreditinstitut im vergangenen Jahr eine Fördersumme von annähernd 900.000 Euro über Spenden und Sponsoring für und in die Region geben. Darunter waren 511.800 Euro für die Umwelt, 166.500 Euro für Soziales, 78.300 Euro für Kunst und Kultur sowie 74.000 Euro für den Sport. Mit über 500.000 Euro wurde zugleich das Engagement im Bereich Wissenschaft/Infrastruktur deutlich aufgestockt. „Die Kreissparkasse setzt an vielen Stellen den eingeschlagenen Weg der Nachhaltigkeit konsequent fort; die erfolgreiche Re-Zertifizierung bestätigt die Erfolge der letzten Jahre“, betonte Mombauer.

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital

Und ebenfalls unverändert sei das Bewusstsein unter den Verantwortlichen der Bank, dass die Mitarbeiter das wichtigste Kapital der Kreissparkasse seien. „Die Mitarbeiter sind – egal ob persönlich, am anderen Ende der Telefonleitung oder hinter den elektronischen Anwendungen – auf all unseren Kanälen der Dreh- und Angelpunkt im Kontakt mit unseren Kunden. Damit ist klar, in wen wir am meisten investieren“, bekräftigte Zimmermann. So seien 380 Mitarbeiter im Institut tätig, davon 134 in Teilzeit sowie 35 Auszubildende. Die KSK sei damit nicht nur einer der bedeutendsten, sondern auch ein ausgesprochen flexibler Ausbilder und Arbeitgeber in der Region. Darüber hinaus belaufe sich die in 2021 aufgewandte Lohnsumme auf 22,8 Millionen Euro, außerdem wurden für den Bereich der Aus- und Weiterbildung weitere 255.000 Euro verwandt. „Mit individuellen Arbeitszeitmodellen, variablen Arbeitszeiten im Rahmen von Jahresarbeitszeitkonten und der Bereitstellung von mobilen Arbeitsplätzen hat die KSK Ahrweiler frühzeitig den Weg hin zu einem modernen Arbeiten beschritten. Diesen Weg werden wir weiter fortsetzen.“

Das Thema Digitalisierung gehe die KSK seit Jahren aktiv an, um die Kunden noch besser dort abzuholen, wo und wie sie es wünschten. Die Beratung werde sich zukünftig inhaltlich und organisatorisch weiterhin konsequent am Kunden ausrichten. „Persönliche und digitale Nähe gehen Hand in Hand“, weiß Zimmermann. Deshalb werde der Zugang zur Sparkasse immer weiter digital vereinfacht. Mit mittlerweile über 3,5 Millionen Besuchen, davon mehr als ein Drittel von mobilen Endgeräten aus, sei die Internetfiliale mehr denn je die bestbesuchte Geschäftsstelle der KSK Ahrweiler.

Nicht zuletzt lebe die Kreissparkasse Ahrweiler Nachhaltigkeit, etwa über Energie-Audits und Zertifizierungen oder durch ganz praktische Maßnahmen von der Umstellung des Fuhrparks auf elektronische betriebene Fahrzeuge, der Wiederaufforstung der Wälder im Kreis Ahrweiler oder der Installation weiterer Photovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer Standorte bis hin zum Einkauf fairen Kaffees leiste die Sparkasse ihren Beitrag zu einem besseren Morgen. JOST

Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann und Vorstandsmitglied Guido Montabaur präsentierten eine positive Jahresbilanz der Kreissparkasse Ahrweiler für das Geschäftsjahr 2021. Foto: Kreissparkasse Ahrweiler

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