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Die Ahrtal-Werke arbeiten an einer nachhaltigen Energieversorgung für Bad Neuenahr-Ahrweiler

30 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien als konkretes Ziel

In den nächsten Jahren werden weitere 10 Millionen Euro in die Fernwärme investieren

20.02.2017 - 16:21

Bad Nenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke konnten aus dem Status-Quo Bericht des Bundesforschungsprojektes EnAHRgie und aus anderen verfügbaren Informationen den Schluss ziehen, dass der gesamte Strombedarf im Kreis Ahrweiler 576.000 MWh und der Wärmebedarf im Kreis Ahrweiler 1.462.700 MWh pro Jahr beträgt. In diesem Bericht wird deutlich, dass zurzeit 8 Prozent der Strommenge pro Jahr als EEG-Strom erzeugt wird und nur zwei Prozent der Wärmeenergie aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Der Kreis Ahrweiler hat rund 127.770 Einwohner. In der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler leben 27.468 Bürgerinnen und Bürger. Daraus folgt, dass 21,5 Prozent der Bevölkerung des Landkreises in Bad Neuenahr-Ahrweiler. leben. Wenn man die Energiemengen und Bevölkerungszahlen des Kreises mit der Einwohnerzahl und den benötigten Energiemengen für Bad Neuenahr-Ahrweiler in Beziehung setzt, ergibt sich ein Strombedarf von 132.000 MWh und ein Wärmeenergiebedarf von 314.480 MWh pro Jahr in der Kreisstadt.


Ressourcenschonung und CO2 Minderung


Die Ahrtal-Werke haben in den letzten drei Jahren in der Kreisstadt etwa 15 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme und die Eigenstromerzeugung investiert und dabei mehrere Kraftwerke errichtet. Das örtliche Energieunternehmen produziert am Standort Dahlienweg bereits mehr als 34.000 MWh durch Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien. Durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung werden etwa 35 Prozent Ressourcenschonung und ca. 50 Prozent CO2-Minderung erreicht. Am Kraftwerk Dahlienweg produzieren die Ahrtal-Werke in einem der drei Module Strom und Wärme über Biomethan. Das Biomethan wird aus dem Erdgasnetz bezogen und trägt so in ganz erheblichem Umfang zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei. So lag der Anteil der erneuerbaren Wärme aus unserem Kraftwerk bei 37 Prozent. Bedingt durch diese erneuerbare Wärmeenergie ergibt sich in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ein sogenannter Primärenergiefaktor von NULL , dies bedeutet, dass die gesamte Wärme so produziert wird, als wenn sie vollständig aus erneuerbaren Energien zur Verfügung gestellt würde.


Neues Kraftwerk wird notwendig


Bereits in diesem Jahr beginnen die Ahrtal-Werke im Rahmen des vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Projektes „Aktive Innenstadt“ mit dem Ausbau der Fernwärme in der gesamten Innenstadt von Bad Neuenahr. Dort werden in den nächsten Jahren weitere 10 Millionen Euro in die Fernwärme investieren und dazu wird ein neues Kraftwerk im Bereich der Kreuzstraße notwendig. Der gesamte Fernwärmeabsatz wird sich deshalb in den nächsten fünf Jahren noch einmal verdoppeln und damit geht natürlich auch die Verdopplung der Eigenstromerzeugung einher.


Ein Solarthermie-Feld ist in Planung


Als eine weitere Maßnahme befindet sich ein „Solarthermie-Feld“, mit einer Fläche von etwa 2.000 Quadratmeter in der Planung . In diesem Solarfeld wird mit Temperaturen zwischen 60 – 80°C Wärme produziert, was in den Rücklauf der Fernwärme eingespeist wird. Ein weiteres Projekt betrifft die energetische Nutzung von warmen Quellen im Kurpark von Bad Neuenahr. Hier ist geplant, eine industrielle Wärmepumpe einzusetzen, die quasi als Wärmetransformator arbeitet und die 30°C-warmen Quellen auf Temperaturen in der Größenordnung von 60 – 70 °C anhebt und so für die Fernwärme nutzbar macht.


Fazit


Die Ahrtal-Werke GmbH hat bereits in den letzten drei Jahren in erheblichem Umfang in Effizienztechnologien und erneuerbare Energien investiert. Es zeichnet sich ab, dass das kommunale Energieunternehmen in den nächsten Jahren etwa 30 Prozent des Strombedarfs in Bad Neuenahr-Ahrweiler durch erneuerbare Energien und durch Kraft-Wärme-Kopplung Strom produzieren kann. Bei der Wärmeenergieproduktion gelang es, sich durch die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung und durch den Einsatz erneuerbarer Wärmeenergien oberhalb der Werte für den Anteil der regenerativen Energien zu positionieren, die zur Zeit für den Kreis Ahrweiler im Durchschnitt gemessen werden. Johannes van Bergen

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Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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