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Stadt Andernach veranstaltete traditionell eine närrische Ratssitzung

Achim Hütten kam im Bayern-Look daher

Der OB empfahl sich (ungewollt) für die Besetzung der freigewordenen Präsidentenstelle im Funkencorps

21.02.2020 - 09:40

Andernach. „Ach, wär ich nur ein einzig Mal ein schmucker Prinz im Karneval“, tönte es beim Einzug des Tollitätenpaars und seines Gefolges durch den Rathaussaal, gespielt von Burkhard Mosen. Im Historischen Rathaus, dort, wo in „normalen“ Zeiten eine kluge Bürgervertretung um meist ebenso kluge, vielleicht aber auch mal närrische Entscheidungen ringt, hatte sich in der vergangenen Woche die Hautevolee der Andernacher Karnevalsszene unter die Ratsdamen und -herren gemischt, um mit ihnen gemeinsam ein stimmungsgeladenes „Alpenglühen“, so das Motto des karnevalistischen Treibens, zu erleben. „Dein Vater Herbert Schmidt und dein Schwiegervater Manfred Platten wären stolz auf dich“, begrüßte Oberbürgermeister Achim Hütten im Bayern-Look seine Tollität Prinz Albert I., der, konditionell leicht angeschlagen, mit ihrer Lieblichkeit Prinzessin Katja I. und seinem Hofstaat im parlamentarischen Rund Platz nahm.

Der gut aufgelegte OB, seit 25 Jahren „Stadtrats-Sitzungspräsident“, empfahl sich (ungewollt) für die Besetzung der freigewordenen Präsidentenstelle im Funkencorps. „Bayer“ Hütten präsentierte zur Freude der Karnevalsgrößen aus der Kernstadt und den Stadtteilen sowie seiner Mitstreiter im Rat namhafte Vortragende, die bereits auf den Prunksitzungen ihrer Traditionsvereine Erfolge feierten: Kimberley Brunsmeier, die in diesem Jahr erstmals als „Prinzessin Nougat“ rheinische Fröhlichkeit versprühte, das bejubelte Nachwuchstalent Johannes Fischer, Daniel Schwarz-Heintges mit Puppe Ottmar, beide bekannt für ihr pointenreiches Geschwätz, und Jürgen Zerwas, der als „Utschebebbes“ dauerhaft unter seiner „Elvi(e)ra“ leidet. Eine Karnevalsveranstaltung hätte wohl diese Bezeichnung kaum verdient, würden in ihrem Programm nicht auch Orden verliehen.

So wurde Werner Peusens, Vizepräsident des Festausschusses, durch Carsten Meyer vom BDK-Landesverband Rhein-Mosel-Lahn für seinen Einsatz bei der Erstellung der „Stadtschell“ mit dem Präsidenten-Sonderorden ausgezeichnet. OB Hütten und Bürgermeister Claus Peitz ehrten weitere Karnevalisten für ihr langjähriges Engagement: Udo Dames, Alfred Korb, Michael Krebs, Raphael Hermann und Zerwas sind nun Träger der „Ehrenspange 2020“ der Stadt Andernach. Festausschusspräsident Jürgen Senft dekorierte auch die karnevalistisch geprägten Lokalpolitiker Peitz und Hütten mit der städtischen Ehrenspange.

Nach den Grußworten des Festausschusspräsidenten, des Närrischen Kanzlers und des Prinzen folgten selbstverständlich noch die Verleihungen des Festausschussordens und des Prinzenordens, bis die närrische Reisegesellschaft 2020 mit dem Prinzenlied „Wenn en Annenach die Jecke danze“ zum Singen und Schunkeln animierte und der unter den Narren beliebte Ratskarneval ausklang.

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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