Allgemeine Berichte | 23.03.2021

Rheinbacher Unternehmer Ferdinand Pfahl zeigt sich hilfsbereit

Corona-Schnelltestzentrum in der Rheinbacher Innenstadt in Privatinitiative eröffnet

Ab sofort können alle Bürger sich dort kostenlos testen lassen - das offiziell vom Gesundheitsamt anerkannte Testzentrum wird von Rheinbacher Ärzten und den Maltesern unterstützt

Von links nach rechts: Dr. Oliver Funken (vorne), Pfarrer Bernhard Dobelke (hinten rote Jacke), stellvertretender Bürgermeister Markus Pütz (hinten rechts), Ferdinand Pfahl (vorne rechts).Fotos: VIGILUX PRESSEFOTO

Rheinbach. „Aller guten Dinge sind drei“, antwortete der Rheinbacher CDU-Ratsherr Ferdinand Pfahl auf die Frage, weshalb er das erste Corona-Schnelltestzentrum in der Rheinbacher Innenstadt, in der Weiherstraße 17 eröffnet. Hat er doch im vergangenen Jahr bereits zwei viel beachtete Initiativen ergriffen, um dabei zu helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Immer dann, wenn er in Zeiten der Pandemie unbürokratisch helfen kann, ist der Bestattungsunternehmer zur Stelle. Die Corona-Schnelltests sind bereits die dritte Hilfsaktion für die Rheinbacher Bevölkerung.

Schon zu Beginn der Pandemie hatte er durch Spenden von Masken und Desinfektionsmitteln sowohl an Kindergärten, Schulen und Seniorenheime wie auch an alle interessierten Bürger für Aufmerksamkeit gesorgt. 10.000 Masken und Tausende Liter Desinfektionsmittel hatte er damals kostenlos zur Verfügung gestellt, die sehr gerne von der Rheinbacher Bevölkerung angenommen wurden. Vor allem Senioren und Menschen mit Einschränkung waren es, die in den vergangenen Wochen sein kostenloses Angebot für einen Bustransfer zum Impfzentrum in Sankt Augustin mit großer Dankbarkeit in Anspruch nahmen. Sonst wäre das schlecht erreichbare Epizentrum für diesen Personenkreis nur mit vielen Mühen erreichbar gewesen. Das Angebot gilt auch jetzt noch für Senioren oder Menschen mit Einschränkungen, die einen Termin im Impfzentrum in Sankt Augustin haben.

Schon seit einem Jahr gegen Corona aktiv

Jetzt hat Ferdinand Pfahl als „dritten Streich“ auf eigene Kosten in seinen Räumlichkeiten in der Weiherstraße 17 ein Testzentrum für Corona-Schnelltests eingerichtet, das ebenfalls wieder allen Rheinbachern offensteht. Die Tests werden von medizinisch geschultem Personal mit Unterstützung der Ärzte Dr. Oliver Funken und Dr. Martina Langen sowie des Malteser Hilfsdienstes durchgeführt. In der Innenstadt gelegen, ist dieses Testzentrum bequemen fußläufig zu erreichen.

Die Idee dazu kam nach einer Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass sich jeder Bürger kostenlos auf Corona testen lassen könne. Nach dem Motto „dann machen wir das halt selbst“ schaffte Ferdinand Pfahl innerhalb von gerade einmal zwei Wochen die Voraussetzung für ein Testzentrum mitten in der Stadt. „Diese schweren Zeiten stellen die Gesellschaft insgesamt vor große Herausforderungen“, weiß er.

Doch wenn möglichst viele Menschen einen individuellen Beitrag zur Lösung leisteten, mal dafür alle den belastenden Alltag erträglicher. „Mit dem Angebot eines Testzentrums in meinen Räumen will ich gerne einen kleinen Beitrag zur besseren Kontrolle des Infektionsgeschehens leisten und helfen, durch Früherkennung die weitere Ausbreitung des Virus in Rheinbach möglich zu verhindern und damit die Chance auf eine Lockerung der Einschränkungen zu eröffnen.“

Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung

Pfahl besorgte sich die erforderliche Genehmigung beim Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises und sicherte sich zugleich die Mitarbeit der beiden Rheinbacher Ärzte Dr. Oliver Funken und Dr. Martina Lange zu. Von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) liege eine Zulassung vor, sodass die Kosten später auch abgerechnet werden können. Für die Bürger sind die amtlich zugelassenen Antigen-Tests, von denen der Rheinbacher Unternehmer mehrere Tausend eingekauft hat, kostenlos.

Gleich zwei Teststraßen wurden in den Räumen in der Weiherstraße aufgebaut, von denen eine für Bürger, die sich über das Internet einen Termin gesichert haben, und die andere für Menschen ohne Termin zur Verfügung steht. Besonders ältere Mitbürger, die mit den digitalen Medien nicht so vertraut sind, könnten sich auch ohne vorherige Anmeldung hier testen lassen, versichert Pfahl. Beim ersten Probelauf mit etwa 100 Personen klappte alles reibungslos, und erfreulicherweise sei kein einziger positiver Test darunter gewesen, so Pfahl. Bei der Eröffnung war auch Rheinbachs Vizebürgermeister Markus Pütz (CDU) dabei, der sich sehr dankbar und zufrieden darüber zeigte, dass es nun in der Rheinbacher Innenstadt ein Testzentrum gebe. Lob gab es auch von Pastor Bernhard Dobelke und von Oliver Wolf, dem Vorsitzenden des Rheinbacher Gewerbevereins.

Unterstützung für Rheinbacher Gewerbetreibende

Handel und Gewerbe hätten auch in Rheinbach während der Corona-Krise alle Anstrengungen unternommen, um trotz der geforderten Hygienemaßnahmen wirtschaftlich tätig bleiben zu dürfen, stellte Wolf klar. Einmal mehr sei Eigeninitiative, Flexibilität und schnelles Handeln gefordert gewesen. Erfreulich besonders, dass der Gewerbeverein dank der Unterstützung von Ferdinand Pfahl seinen rund 250 Mitgliedern ab sofort praktische Unterstützung anbieten kann. Die Rheinbacher Gewerbetreibenden und alle ihre Mitarbeiter können in der Weiherstraße 17 bevorzugt den wöchentlichen Antigen-Schnelltest machen lassen. Wolf wertet es als Vorteil, dass diese innerstädtische Teststation für viele Gewerbetreibende fußläufig erreichbar ist. „Darüber hinaus hat Pfahl dem Gewerbeverein Rheinbach die kostenlose Lieferung von FFP-Masken und von Desinfektionsstationen für die Betriebe angeboten“, dankt Wolf dem Unternehmer. Der wiederum weist darauf hin, dass er lediglich die Mahnung seiner Mutter beherzigt: „Sei dankbar, wenn es dir gut geht, und hilf den Leuten!“

Ab sofort ist das Schnelltestzentrum täglich - auch Samstag und Sonntag - von 8 bis 19 Uhr besetzt. Eine Anmeldung ist im Internet ratsam unter www.schnelltest-rhb.de, aber nicht unbedingt nötig. Vor und im Testzentrum ist dafür gesorgt, dass die vorgegebenen Abstände und die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Der Antigen-Test selbst in der modernen Form mit einem kurzen Teststäbchen dauert nur eine Minute, und nach einer halben Stunde wird das Ergebnis entweder aufs Smartphone übermittelt oder auf Papier ausgedruckt. Wie bei allen anderen Testzentren auch, wird ein positives Ergebnis sofort an das Gesundheitsamt übermittelt, dass dann in der Regel eine 14-tägige Quarantäne und einen PCR-Test anordnet. Eine Anmeldung zum Schnelltest ist unter www.schnelltest-rhb.de möglich. JOST

Der Antigen-Test selbst in der modernen Form mit einem kurzen Teststäbchen dauert nur eine Minute, und nach einer halben Stunde wird das Ergebnis entweder aufs Smartphone übermittelt oder auf Papier ausgedruckt.

Der Antigen-Test selbst in der modernen Form mit einem kurzen Teststäbchen dauert nur eine Minute, und nach einer halben Stunde wird das Ergebnis entweder aufs Smartphone übermittelt oder auf Papier ausgedruckt. Foto: Meike Böschemeyer

Ferdinand Pfahl wird aktiv: Räume seines Unternehmens wandelt er zum medizinschen Schnelltestzentrum um.

Ferdinand Pfahl wird aktiv: Räume seines Unternehmens wandelt er zum medizinschen Schnelltestzentrum um. Foto: Meike Böschemeyer

Von links nach rechts: Dr. Oliver Funken (vorne), Pfarrer Bernhard Dobelke (hinten rote Jacke), stellvertretender Bürgermeister Markus Pütz (hinten rechts), Ferdinand Pfahl (vorne rechts).Fotos: VIGILUX PRESSEFOTO Foto: MTEIKE BOESCHEMEYER

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