Die Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass engagiert sich für Heimatgeschichte

Das Bauern-Museum wurde 30 Jahre alt

Mit einem Fest gefeiert wurde dies Jubiläum von der Vierdelsgemeinschaft gefeiert

02.08.2016 - 12:20

Adenau. Im Jahre 1981 gründet sich die Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass in Adenau in der Schulstraße und traf sich zu ihrem ersten Fest im Hof der Familie Peter Linnarz. Daraus entstand in den folgenden Jahren das beliebte Säujassefest. Die ganz großen Feiern fanden dann auf dem Schulhof der angrenzenden Grundschule statt. Es sollte aber nicht nur beim Feste feiern bleiben und so kam in der Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass schnell die Idee eines eigenen Bauernhaus-Museums auf. Auch leistete die Vierdelsgemeinschaft sich neben dem Stadtbürgermeister ihren eigenen „Vierdelsbürjemeste“ und Josef Zimmer wurde als Erster in dieses wichtige Amt gewählt. Allerdings folgte sehr schnell Willi Thiesen nach, da der Amtsinhaber Zimmer plötzlich verstarb. Mit der gewichtigen Amtskette des Vierdelsbürjemeste leitete Willi Thiesen die Geschicke des Säujasse-Vierdels von 1982 bis ins Jahr 2000 über 18 Jahre hinweg. In seiner Amtszeit kam es dann bereits im Jahre 1984 zu ersten Kontakten zum heutigen Bauern-Museum. Die Stadt Adenau erwarb das alte Gebäude der Familie Hübgen und die Vierdelsgemeinschaft übernahm die Arbeiten der gründlichen Renovierung und begann mit der Einrichtung zum Bauernhaus-Museum. Hier war es das Vereinsmitglied Kurt Rausch, der durch seine Sammlerleidenschaft einen großen Teil der authentischen Einrichtungsgegenstände eines typischen Bauernhauses, wie sie im 19. Jahrhundert in der Eifelregion zu sehen waren, beisteuern konnte. Auch das nebenstehende Gehöft wurde mit eingebunden und so war Ende 1985 das Bauern-Museum so weit, dass es seine Türen für die Besucher öffnen konnte. So ist es dann auch das letzte Bauernhaus in Adenau, das Dank der Vierdelsgemeinschaft Säujass mit Küche, Schlafzimmer, der guten Stube, Webkammer, Milchküche und Speicher erhalten werden konnte. Insgesamt brachte die Vierdelsgemeinschaft vier „Vierdelsbürjemeste“ hervor und nach Willi Thiesen war es von 2000 bis ins Jahr 2004 Albert Rittinger, der dann vom jetzigen Vierdelsbürjemeste Dieter Becker abgelöst wurde. Zum Fest „30 Jahre Bauern-Museum“ hatte die Vierdelsgemeinschaft das Haus und Gehöft herausgeputzt und auch Vierdelsbürjemeste Dieter Becker die Amtskette angelegt, um die Gäste zu empfangen. Während die Frauen mit Waffeln und selbst gebackenen Kuchen die Gaumen der Festbesucher erfreuten, hatte die KG Adenau die Bewirtung im Bierpavillon übernommen. Da gab es aber auch noch eine Urkunde vom Vierdelsbürjemeste für den sogenannten „Museumsdirektor“ Kurt Rausch, der sich über mehr als 20 Jahre hinweg fürsorglich um das Museum gekümmert hat. Die Laudation auf die Verdienste von Kurt Rausch hielt Peter Linnarz, in dessen Hof im Jahre 1981 alles begann. Der Erlös des Festes fließt satzungsgemäß in den Erhalt des Bauern-Museums und zusätzlich soll noch ein Teil dem Bürgerfond zugeleitet werden, der das Geld für die Hochwassergeschädigten Bürger in der Verbandsgemeinde Adenau verwendet. Wer sich für die Geschichte interessiert und sehen möchte wie die Vorfahren noch gelebt haben, der kann das Bauern-Museum jeweils sonntags von 14:00 bis 16:00 Uhr oder nach vorheriger Anmeldung bei der Stadt Adenau Touristinformation 02691-30516 oder auch beim Vierdelsbürjemeste Dieter Becker 02691-1858 besuchen. Es lohnt sich einen Blick 100 Jahre zurück zu wagen, um vielleicht auch noch alte Kindheitserinnerungen wach zu rufen.


UM

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Manfred Möser22:
Hier sollten lieber Bäume gepflanzt werden, die brauchen CO 2 und erzeuven noch Sauerstoff. ...
juergen mueller:
In (fast) perfekter Logistik haben die Deutschen schon immer einen Spitzenplatz eingenommen. Aber was nützt das alles, wenn es an einem Bestandteil fehlt, der diese Logistik erst zum Blühen bringt. Dieses deutsche "Perfekt" hat noch immer einen Haken, wie auch jetzt, gehabt. Aber das spricht man,...
juergen mueller:
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