Viel Lob für den Rüscheider Adventsmarkt

Der Nikolaus kam in der Kutsche und beschenkte die Kinder

Veranstaltung ist ein Ergebnis der Teilnahme an der Dorferneuerung

05.12.2016 - 11:15

Rüscheid. Die Teilnahme am Dorferneuerungsprogamm des Landes hat in Rüscheid bleibende Spuren hinterlassen. Bereits zum zweiten Mal fand dort ein weihnachtlicher Adventsmarkt statt mit Weihnachtsbuden und einer Bescherung durch den Nikolaus. Um 11 Uhr startete die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus. Ortsbürgermeister Hartmut Döring freut sich über die gute Akzeptanz des Angebots durch die Dorfbevölkerung und von weiter weg angereisten Besuchern: „ Es werden zum größten Teil selbst angefertigte Gegenstände angeboten. Wir haben noch eine Tombola dabei, es gibt Kaffee und Kuchen und auch noch Brötchen und eine Suppe. Natürlich kann man hier auch Glühwein trinken. Federführend für die Durchführung des Adventsmarkts sind einige Frauen aus dem Dorf, besonders Sandra Risse und Gabriele Goldenstein.“

Hartmut Döring ist erst seit März im Amt des Ortsbürgermeisters, deshalb sind Veranstaltungen wie der Adventsmarkt für ihn noch Neuland. Doch er legt s4

ich schon sehr für ein attraktives Angebot ins Zeug. Unter anderem hat er seinen Isländer vor die Kutsche gespannt, da5

mit der Nikolaus am Abend stilecht mit der Kutsche vor dem Dorfgemeinschaftshaus vorfahren kann. Besonders hebt der Ortsbürgermeister das Engagement der Dorffrauen beim Schmücken des Gemeinschaftshauses hervor. Sandra Risse erklärt: „Das ist der zweite Adventsmarkt in Rüscheid.

Der Erste war vor drei Jahren. Er ist ein Ergebnis des Dorferneuerungsprozesses in Rüscheid. Die Aussteller sind überwiegend aus Rüscheid und dem Kirchspiel. Insgesamt haben wir 16 Aussteller. In diesem Jahr haben hauptsächlich Gabriele Goldenstein und ich die Organisation übernommen. Die Resonanz ist gut, auch bei den Ausstellern und bei den Besuchern. Ob wir dann nächstes Jahr oder später wieder einen Adventsmarkt veranstalten, das haben wir noch nicht überlegt, da wollen wir uns noch nicht festlegen. Es ist ja immer viel Arbeit und wir machen das alles neben unserem Beruf. Es gibt auch keinen Verein, der die Organisation übernimmt.“


Der Nikolaus kam nicht mit leeren Händen


Vom Nikolaus, der mit seinem dicken Buch von der Kutsche herabstieg und die Kinder einzeln aufrief, bekamen alle ein kleines Geschenk. 50 Kinder wurden vom Nikolaus beschenkt. Weil sie vorher angemeldet wurden, konnte der Nikolaus sie mit Namen aufrufen. Einige sagten Gedichte auf oder sangen Lieder, andere spielten auf der Blockflöte. Die Nikolaus-Aktion hat der Gemeinderat organisiert. Die Gemeinde finanziert auch die Geschenke. An den aufgestellten Weihnachtsbuden werden Crepés verkauft, Glühwein und Kinderpunsch und auch kalte Getränke. In der Glühweinbude stehen Mitglieder des Gemeinderats, die Crepés backen zwei junge Männer aus Rüscheid und auch der Getränkestand wird von einem einheimischen Paar betreut. Die Einnahmen aus dem Adventsmarkt durch den Getränke und Speisenverkauf kommen der Gemeinde zugute. Bei der Tombola wurden fast alle Lose verkauft. Auch hier kommt der Erlös einem guten Zweck zugute.

Der Posaunenchor Anhausen widmete dem Rüscheider Adventsmarkt seine Aufmerksamkeit mit einem kleinen Platzkonzert vor dem Gemeinschaftshaus. Es war für das Kirchspiel das „Kurrende-Blasen“, das speziell für den Markt auf diesen Tag verlegt wurde, vor den Besuch des Nikolauses.

Über den Tag verteilt kamen sehr viele Besucher nach Rüscheid. Auf mindestens 150 Menschen schätzt Ortsbürgermeister Döring die Besucherzahl.

Hartmut Döring betont: „Was in meinen Augen wichtig an unserem Adventsmarkt ist, ist der Umstand, dass es eine sinnstiftende Geschichte ist und die Gemeinschaft fördert. Man hat Kontakt miteinander. Das ist für unsere dörfliche Struktur sehr wichtig. Aus dem Kirchspiel Anhausen sind viele Besucher gekommen. Ich habe eben noch mit welchen aus Meinborn gesprochen. Der Markt hält auch das Kirchspiel ein bisschen zusammen. Eine andere Weihnachtsveranstaltung gibt es in den zum Kirchspiel gehörenden Orten nicht.“ Mit Sandra Risse und Gabriele Goldenstein ist sich der Ortsbürgermeister einig, dass die Innendekoration und die Beleuchtung des Gemeinschaftshauses in diesem Jahr besonders gut gelungen sind.


Viel selbstgemachtes wurde angeboten


Dem können die Aussteller und Besucher im Inneren des Dorfgemeinschaftshauses nur zustimmen. Isabelle Herrmann und Linda Schaell aus Rüscheid haben schöne bunte Babykleidung selbst genäht und bieten sie an ihrem Stand zum Verkauf an. Auf die Idee kamen sie, weil sie gerne nähen und selbst Kinder in dem Alter haben. Mit dem Verkaufsergebnis sind die beiden zufrieden. Und das, obwohl ja nicht gerade jeder Marktbesucher ein Kleinkind in dem Alter hat. Aber Isabelle und Linda finden: „Man kann die Sachen ja auch verschenken, es ist ja Weihnachten!“

Kerstin Winkler und Nadine Dodel kommen aus Rüscheid und aus Heimbach-Weis. Die Freundinnen nähen beide gerne und treffen sich regelmäßig abends und dabei fiel die Entscheidung, am Rüscheider Adventsmarkt teilzunehmen. Es ist ihr allererster Verkaufsstand auf einem Weihnachtsmarkt. Ihre Dekoartikel überwiegend aus Stoff sind alle selbstgemacht. Es sind auf Stäben stehende Stoff-Weihnachtsbäume, Nikoläuse, Brotkörbchen, Nikolausstiefel und Nikolausstrümpfe. Mit dem Verkauf sind die beiden jungen Frauen äußerst zufrieden. Bei so viel Lob und Zustimmung für den Rüscheider Adventsmarkt kann man nur hoffen, dass sich nächstes oder spätestens übernächstes Jahr wieder genügend Aktive im Dorf finden, damit eine Fortsetzung dieser kleinen Erfolgsgeschichte gewährleistet ist.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Blaskapelle Ettringen e.V.

Jahreshauptversammlung

Ettringen. Zur Jahreshauptversammlung am Montag, 18. März, um 19 Uhr im Gemeindehaus in Ettringen lädt die Blaskapelle alle aktiven und inaktiven Mitglieder ein. Die Tagesordnung umfasst folgende Punkte: TOP1: Begrüßung, TOP2: Totengedenken, TOP3: Protokoll der letzten JHV 2023, TOP4: Geschäftsbericht, TOP5: Kassenbericht 2023, TOP6: Bericht der Kassenprüfer/Entlastung des Vorstandes, TOP7: Ehrungen,... mehr...

Ehepaar Dr. Dieter Knapp und Helga Knapp mit Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt

Unermüdlicher Einsatz in der humanitären Hilfe

Dieblich. Für sein langjähriges engagiertes Wirken in der humanitären Hilfe im Ausland, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, auf Vorschlag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, dem in Dieblich lebenden Ehepaar Dr. Dieter Knapp und Helga Knapp mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit, überreichte ihnen im Rahmen einer Feierstunde die Auszeichnung. mehr...

Anzeige
 

Aus dem Polizeibericht ...

Unfälle beschäftigen Polizei

Meckenheim.Bereit am Freitag, den 16. Februar 2024, ereignete sich auf der Adendorfer Straße in Meckenheim ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem bislang unbekannten Fußgänger. mehr...

In der Jahnhalle wird’s gemütlicher

Bad Breisig. Mit einer Überraschung wartet der Kulturverein BREISIG.live auf: Bei seinen Veranstaltungen mit Bestuhlung stellt er seinen Besucherinnen und Besuchern künftig bequeme Sitzkissen zur Verfügung. Diese erleichtern das mehrstündige Sitzen während der Kulturveranstaltungen im „Kultschuppen“ Jahnhalle erheblich, wie der Vorsitzende von BREISIG.live anmerkt. „Die neuen Sitzkissen kommen erstmals... mehr...

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
Kommentare

Die Folgen des Klimawandels abmildern

Michael Kock:
Es ist zu begrüßen, dass die Stadt Neuwied einen Klimaanpassungsmanager einstellt. Der Klimawandel ist ja bereits im Gange. Neue Bäume allein werden ihn nicht aufhalten, die Dimension des CO2-Ausstoßes ist dafür zu groß. Die Anpassung an die veränderten Klimabedingungen kann aber nur vor Ort erfolgen....
Alexander Baum:
Klimawandelanpassungsmanager, was ein Titel, das ist ja superkalifragilistikexpialigetisch! Und wieder weiss ich, was mit meiner Grund- und Gewerbesteuer gemacht wird um die Stadt wirtschaftlich und optisch anziehender zu machen! Bezüglich der in der letzten Zeile benannten Überhitzung der Stadt hätte...
Helmut Gelhardt:
Nachtrag / Ergänzung: 62 Hektar entspricht 86 (!) und nicht 40 Fußballfeldern. In Bezug auf die Größe der Stadt Neuwied erscheint es nicht unangemessen, eine solch umfangreiche/ausgedehnte Gewerbe-/Industriefläche für ein einzelnes Projekt als Gigantomanie zu bezeichnen....
Helmut Gelhardt:
Die von Frau Dr. Jutta Etscheidt vorgetragenen Bedenken und Argumente in Bezug auf und gegen das Industrie- / Gewerbegebiet 'Friedrichshof' ( 62 Hektar ! ) sind plausibel und inhaltlich fundiert. Ihre Kritik ist also berechtigt und trifft zu. Die Versorgung der Bevölkerung mit zügig erreichbaren/Aufwand...
Amir Samed:
Laut Statistik geben in Deutschland pro Tag zehn landwirtschaftliche Betriebe auf und auf der verzweifelten Suche nach noch mehr Geld für Energiewende, Nichtstuer sowie illegale Migration zocken SPD, Grüne und FPD die Landwirtschaft, Handwerker und alle anderen Unternehmer ab. So ist es wenn sozialistische...
Haftnotiz+
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Service