Internationale Forscher blicken nach Andernach:
Die Essbare Stadt Andernach gilt als weltweites Vorbild
Andernach. Obst, Gemüse und Hopfenpflanzen an der Stadtmauer, ein Miniweinberg im Burggarten und Wildblumenbeete in den öffentlichen Grünanlagen – so kennen die Andernacher ihre Stadt schon seit vielen Jahren. Das Besondere daran: die Beete dürfen betreten, das Gemüse von jedem geerntet werden. Dass solche Städte Zukunft haben hat auch die EU überzeugt. So wurde das EU-geförderte Forschungsprojekt „EdiCitNet“ ins Leben gerufen. Vergangenen Donnerstag trafen sich erstmals Vertreter aus zehn Partnerstädten und Institutionen, unter anderem aus Oslo, Letchworth, Montevideo und Barcelona in der Permakultur Eich, um sich auszutauschen. Das von der Forscherin Ina Säumel von der Berliner Humboldt-Universität koordinierte Projekt will in den nächsten fünf Jahren ergründen, wie Essbare Städte funktionieren.
Als sogenannte „Front-Runner-City“ nimmt die Bäckerjungenstadt zusammen mit Oslo, Rotterdam und Havanna eine führende Rolle in dem Projekt ein. Die hier erarbeiteten Konzepte und Projekte sollen anderen Städten als Vorbild dienen, um dort ebenfalls Essbare Städte aufzubauen. „Die Berliner Hochschule hat nach Partnerstädten mit verschiedenen Rahmenbedingungen für das Projekt gesucht und ist vor zwei Jahren an uns herangetreten“, erzählt Lutz Kosack, Diplom Geoökologe der Stadt und einer der Initiatoren der Essbaren Stadt. „Gemeinsam mit den drei weiteren Vorreiterstädten geben wir unsere Erfahrungen an die sogenannten ‚Follower Städte‘ weiter“, erklärt Kosack. Ziel sei es, später überall Essbare Städte zu etablieren. „Da Andernach am weitesten in der Entwicklung der Essbaren Städte ist, können wir hier vor Ort schon viel zeigen. Das löst bei den Interessierten natürlich mehr Begeisterung aus, als lediglich tolle Pläne und Konzepte“, freut sich Lutz Kosack. Auch Kosack selbst ist begeistert: „Wir haben viel Spaß daran, gute Ideen in die Welt zu tragen.“
Teilnehmer tauschten sich aus
Die Teilnehmer der Tagung tauschten sich in Projektgruppen unter anderem darüber aus, wie die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort für die Schaffung einer Essbaren Stadt aussehen. „Auch bei den Vorreiterstädten sind die Gegebenheiten vor Ort sehr unterschiedlich“, sagt Iris Kröger, Koordinatorin des Projekts „EdiCiNet“ der Stadt Andernach. „In vielen Städten werden die Essbaren Städte nicht von den Kommunen, sondern von kleinen privaten Initiativen ins Leben gerufen“, weiß Kröger. Der Städteaustausch diene in erster Linie dazu, für andere Städte, die Gefallen an der Idee „Essbare Stadt“ finden, einen Leitfaden zu erstellen, um sie bei der Umsetzung zu unterstützen.
Kinder und Jugendliche sollen ins Projekt integriert werden
Die Essbare Stadt Andernach wird auch darüber hinaus mit zusätzlichen Projekten weitermachen. In einem sogenannten Real-Labor in der Nähe der Jugendzentrums (JUZ) sollen auf einer Fläche von rund 8000 Quadratmetern Kinder und Jugendliche in das Projekt „Essbare Stadt“ integriert werden. Durch die unmittelbare Nähe zum JUZ wird die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum der Ausgangspunkt für Projektentwicklungen darstellen. Die Einbindung weiterer Projektpartner, wie beispielsweise Schulen und Kindergärten, sowie die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern ist ein weiteres Ziel. Neben sozialen Projekten soll das Thema Biodiversität eine wichtige Rolle in der Konzeptionierung von Vorhaben im Real-Labor spielen. Ein Anfang wurde bereits gemacht. In den Osterferien wurden auf der Fläche Kartoffeln und erste Bäume und Sträucher gepflanzt.
Gäste aus ganz Europa und Afrika trafen sich in der Permakultur Eich zum Austausch.
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