Gemeinschaftsgrundschule Meckenheim-Merl

Eine Woche im Zeichen der Trommel

„Trommelzauber“ ist mit über 160 Trommeln nach Merl gereist, um den Kindern den richtigen Umgang und die Freude am Trommeln zu vermitteln

17.09.2021 - 09:21

Meckenheim. Nachdem die Gemeinschaftsgrundschule Meckenheim Merl bereits 2019 das Team „Trommelzauber“ beauftragt hatte, einen Projekttag an der Merler Grundschule zu veranstalten, wurde schon seit längerer Zeit darauf hingearbeitet, den Grundschulkindern eine komplette Projektwoche - eine „Trommelwoche“ - zu schenken. Leider ist es durch das Corona-Virus erst jetzt möglich gewesen, dies umzusetzen.

Schulleiterin Barbara Bienentreu:

„Wir wollten den Kindern nach dem schweren Corona-Jahr und Lockdown ein großes gemeinschaftsstiftendes Erlebnis schenken. Mit der Erfahrung aus dem letzten Trommelzaubertag waren wir überzeugt, dass dieses die richtige Wahl sein würde. Und das war es auch. Allen - Kindern, Eltern und Lehrkräften - hat das gemeinsame Trommelerlebnis ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.“

Die Projektwoche startete am Montagmorgen, als ein riesiger Bus mit der Aufschrift „Trommelzauber“ auf den Schulhof der Merler Grundschule einbog. Ein großer kräftiger Mann stieg aus dem Lieferwagen aus und baute in aller Ruhe sein Equipment auf.

Anschließend konnte sich jedes Kind seine eigene Trommel aus dem geräumigen Lieferwagen abholen, der eine schier unerschöpfliche Menge an Trommeln beherbergte. Direkt war klar: Die kommenden Tage sollten durch aktive Teilnahme, viel Ausprobieren und große Freude gekennzeichnet sein.


Gemeinsames Trommeln als Gruppenerlebnis


Ohne zu viele Worte zu verlieren trommelte der Herr Otto, so stellte sich der Trommellehrer den Kindern vor, einen Rhythmus vor und die Kinder trommelten den Rhythmus nach. Nachdem die ersten Übungen vorüber waren, erklärte Otto den Kindern den Ablauf der Projektwoche.

„Wir wollen eine Abenteuerreise nach Tamborena machen. Das ist ein Zauberdorf in Afrika“, so der Trommellehrer. Und für diese Reise galt es sich vorzubereiten. Schließlich sollte am Freitagnachmittag, als Highlight der Projektwoche, vor Publikum die Reise abgeschlossen werden.

Dabei hatte jede Jahrgangsstufe einen ganz speziellen Teil in der Gesamtchoreografie. Die Erstklässler fungierten als Gazellen, die Zweitklässler als Giraffen, die Drittklässler sollten die Elefanten darstellen und die großen Viertklässler durften den Part der lustigen Affen übernehmen.

Die Projektwoche war so gestaltet, dass sich in der ersten Schulstunde die komplette Schülerschaft auf dem Pausenhof traf, um gemeinsam das Einmaleins des Trommelns zu erlernen. Am Ende der Woche sollte schließlich auch die große Trommelprüfung erfolgreich absolviert werden.

Im Anschluss an das gemeinsame Trommeln folgten dann nacheinander die einzelnen Jahrgangsstufen. Otto nahm sich ganz viel Zeit und studierte in seiner lockeren und ruhigen Art jeden einzelnen Trommel-Rhythmus, jedes Klatschen und jeden einzelnen Tanzschritt mit den Kindern ein. So wurde den Kindern spielerisch und kindgerecht gezeigt, welche Kraft und Magie ein gemeinsames synchrones Trommeln entfalten kann - ein wahres Gruppenerlebnis.


Reise ins Zauberdorf Tamborena


Im Laufe der Woche bastelten die Kinder im Rahmen des Kunstunterrichts ihre eigenen Tiermasken. Schließlich sollte bei der großen Aufführung am Freitag auch jeder im Publikum erkennen können, welches Tier da gerade auf der Bühne steht.

Am Freitagnachmittag war es dann endlich soweit: Das große Trommelkonzert der Kinder konnte vor Publikum aufgeführt werden. Auf dem Schulhof verteilten sich in fröhlicher Erwartung etliche Eltern und Geschwisterkinder. Nach den aktuellen Corona-Auflagen durften nur Eltern nach der 3G-Regel der Aufführung beiwohnen.

Die anwesenden Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zu eindrucksvoll zelebrierte die gesamte Schülerschaft ihr Können an der Trommel - das Training mit Otto hatte Früchte getragen. Über 160 Kinder aus den Jahrgangsstufen eins bis vier trommelten zusammen und verbreiteten somit eine ganz spezielle Stimmung an diesem herrlichen Spätsommertag. Die Reise ins Trommelzauberdorf Tamborena war abgeschlossen. An der GGS Merl ist man sich einig: Das lange Warten auf die Projektwoche hat sich gelohnt!

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Fassungslosigkeit und Entsetzen bei Angehörigen und Beobachtern

Ex-Landrat wird nicht angeklagt: Einstellung des Verfahrens schlägt hohe Wellen

Kreis Ahrweiler. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat am 17. April 2024 das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Landrat des Landkreises Ahrweiler und den Leiter der Technischen Einsatzleitung (TEL) während der Flutkatastrophe an der Ahr 2021 eingestellt. Die umfangreichen Ermittlungen ergaben keinen ausreichenden Tatverdacht, der eine strafrechtliche Verurteilung ermöglichen würde. Dem Leitenden... mehr...

Polizei bittet Verkehrsteilnehmer keine Anhalter mitzunehmen

Andernach: Fahndung nach flüchtigen Personen und dunklem BMW

Andernach. Seit Mittwochabend, 17. April, gegen 22.37 Uhr finden im Bereich Andernach umfangreiche polizeiliche Fahndungsmaßnahmen nach flüchtigen Personen statt. Gefahndet wird nach einem dunklen 5er BMW mit Mönchengladbacher Kennzeichen (MG). Bei Hinweisen auf das Fahrzeug wird gebeten, sich umgehend mit der Polizei Koblenz unter 0261/92156-0 in Verbindung zu setzen. Nach derzeitiger Einschätzung besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. mehr...

Regional+
 

Unfallfahrer konnte sich nicht an Unfall erinnern

Neuwied: Sekundenschlaf führt zu 20.000 Euro-Schaden

Neuwied. Am Montag, 15. April ereignete sich gegen 16.35 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Alteck. Ein PKW wurde im Seitengraben vorgefunden, während ein weiteres Fahrzeug auf der falschen Fahrbahnseite zum Stehen kam. mehr...

Die Veranstalter rechnen voraussichtlich mit 500 Teilnehmern

Demo in Ahrweiler: Wilhelmstraße wird gesperrt

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Sonntag, den 21. April 2024, findet in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Versammlung unter dem Titel „Sei ein Mensch. Demokratie. Wählen“ statt. Die Veranstalter erwarten etwa 500 Teilnehmer. Aufgrund des geplanten Demonstrationszuges wird die Wilhelmstraße zeitweise gesperrt sein. mehr...

Anzeige
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
Kommentare

„Von der Wiege bis zur Bahre“

S. Bull:
Die Nordart ist eine absolut empfehlenswerte und grandiose internationale Ausstellung von hohem Niveau! Wer in der Region Urlaub macht oder aus sonstigen Gründen in den Norden reist, sollte sich für einen Besuch der Nordart unbedingt Zeit nehmen! Oder auch nur deswegen dorthin fahren - es lohnt sic...

Er träumte von einer Künstlerkolonie in Mendig

ämge:
Peter Mittler war ein großer Träumer mit großen Träumen. Er war ein Getriebener, ein Schaffer ein Erschaffer. Ich sehe ihn immer noch vor mir, in seiner Werkstatt, egal ob an heißen Sommertagen oder im tiefsten Winter bei minus Graden, fortwährend an irgendwelchen Objekten modelierend oder mit dem Schweißgerät...
Jürgen Schwarzmann :
Für alle Betroffenen im Ahrtal ist die Entscheidung der Staatsanwaltschaft schwer nachzuvollziehen. Ich hätte mir schon gewünscht, dass das Verfahren eröffnet worden wäre um so in einem rechtsstaatlichen Verfahren und einer ausführlichen Beweisaufnahme die Schuld bzw. Unschuld festzustellen. Die Entscheidung...
K. Schmidt:
Wenn ich das richtig sehe, gab es, bevor der Landkreis/Landrat die Einsatzleitung übernahm bzw. übernehmen musste, doch auch in den einzelnen Kommunen schon Leiter. Die staatsanwaltschaftlichen Arbeiten beziehen sich wohl nur auf Landrat bzw. dessen Kreisfeuerwehrleiter. Heißt das, darunter haben Herr...
Haftnotiz+
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Service