Stadt erhält KIPKI-Förderung für insgesamt acht Teilprojekte

Fast fünf Millionen Euro für Klimaschutzprojekte in Koblenz

Fast fünf Millionen Euro für Klimaschutzprojekte in Koblenz

Der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner konnte aus den Händen der rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerin Katrin Eder einen Förderberscheid in Höhe von fast fünf Millionen Euro für Klimaschutzprojekte in der Rhein-Mosel-Stadt entgegennehmen. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf

16.04.2024 - 16:33

Koblenz. „Kommunen kommt beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu. Hier wird geplant, genehmigt und umgesetzt. Hier finden Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern statt, was die Attraktivität eines Ortes erhöht. Dabei sind die Kommunen selbst die Experten und wissen, was bei ihnen umsetzbar ist und einen möglichst großen Nutzen sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für das Klima hat. Deshalb hat die Landesregierung das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, mit insgesamt 250 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Hier kann jede Kommune selbst aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was für sie passend ist. Pro Einwohnerin und Einwohner gibt es rund 44 Euro, die sich Landkreis und Verbandsgemeinden aufteilen. Für die Stadt Koblenz bedeutet das eine Summe in Höhe von insgesamt 4.981.106,72 Euro“, so die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder.

Mithilfe der Summe finanziert die Stadt fünf Klimaschutz- und drei Klimawandelfolgenanpassungsprojekte. Für jeweils 1,3 Millionen Euro erhält das Görres Gymnasium eine eigenständige Energieversorgung mithilfe von Wärmepumpen und das Rathaus wird einer energetischen Sanierung unterzogen. Die Goethe Realschule plus (Förderung: 340.000 Euro) und der Parkplatz des neuen Hallenbades (Förderung: eine Million Euro) werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgerüstet. Unter der Marke „Koblenz verbindet MOBIL“ soll außerdem mit der Planung und Umsetzung der ersten elf von insgesamt 35 Mobilitätsstationen begonnen werden. Zentrale Bushaltestellen und Bahnstationen werden hier durch Fahrradelemente wie Abstellbügel, Fahrradboxen oder Gepäckfächer aufgewertet und Pendlerinnen und Pendlern auf diese Weise bessere Gestaltungsmöglichkeiten für eine multimodale Mobilität angeboten. Dafür wurden insgesamt 426.100 Euro KIPKI-Fördermittel beantragt. Im Sinne der Klimawandelfolgenanpassung soll neben einer Verschattungseinrichtung inklusive PV-Anlage und Batteriespeicher für die Kita Güls (Förderung: 250.000 Euro) und drei Sonnensegeln für Kitas in Neuendorf, Rübenach und Metternich (Förderung: insgesamt 50.000 Euro) auch ein klimaangepasster Mehrgenerationenplatz entstehen, der durch Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen sowie insektenfreundliche Leuchtmittel und „Urban Gardening“-Angebote zu einem nachhaltigen Erholungsort umgestaltet werden soll (Förderung: 315.006,72 Euro).

„Wir freuen uns mit beinahe fünf Millionen Euro aus Landesmitteln in Koblenz zukunftsweisende Projekte zum Schutz des Klimas oder zur Milderung von Klimafolgen umsetzen zu können. Dafür haben wir ein buntes Paket an Maßnahmen ausgewählt, um hierüber zunächst vielseitige Erkenntnisse in den verschiedenen Bereichen gewinnen zu können und um dann einige dieser Innovationen weiter ausbauen zu können“, so Oberbürgermeister David Langner mit Blick auf die KIPKI-Förderung für seine Stadt Koblenz.

„Ich bin davon überzeugt: Investitionen in den Klimaschutz sind Investitionen in die Zukunft. Denn wer das Klima schützt, spart sowohl Bares als auch klimaschädliches CO2. Mit KIPKI, dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation entlasten wir das Klima und die Haushaltskassen der Kommunen. So können alle sehen: Klimaschutz lohnt sich. Zudem unterstützen wir die Kommunen auch fachlich und beraten sie gerne, wie CO2 eingespart werden kann oder was man beispielsweise tun kann, damit sich Innenstädte nicht zu stark aufheizen oder Wasser gut abfließen kann. Rheinland-Pfalz ist von der Erderhitzung stärker betroffen als andere Regionen in unserem Land. Deshalb ist es so wichtig, gewappnet zu sein. Und deshalb steht das Klimaschutzministerium den Kommunen auch über KIPKI hinaus gerne zur Seite“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder.

Pressemitteilung des

Ministeriums für Klimaschutz,

Umwelt, Energie und Mobilität

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